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Falschmeldungen über Vergewaltigungen und andere Straftaten durch Flüchtlinge mehren sich

Parallel zu den Meldungen über tatsächliche Übergriffe durch Flüchtlinge (die die Polizei bekannt gibt oder zumindest auf Nachfrage bestätigt) mehren sich seit dem Jahresbeginn auch Fake-Nachrichten. Vornehmlich werden sie über soziale Medien gestreut, verbreiten sich aber auch mündlich.

Fall 1: Kindesentführung in Bönen – Eine Leserin schrieb uns kürzlich, sie habe erfahren, dass in Bönen ein Kind entführt worden sei. Eine Freundin habe ihr das erzählt, die es wiederum ebenfalls gehört hätte. Auf Nachfrage bei der Kreispolizeibehörde Unna versicherte uns Pressechef Thomas Röwekamp: „Da ist nichts dran. Uns liegt absolut nichts vor.“

Fall 2 – Vergewaltigung einer Putzfrau in Flüchtlingsunterkunft Hamm – In den sozialen Netzwerken kursierte wochenlang hartnäckig die Meldung, dass in der  Alfred-Fischer-Halle in Hamm – die als Notunterkunft für Flüchtlinge dient – eine Putzfrau vergewaltigt worden sei. Die Stadt Hamm bezog schließlich energisch zu dem hartnäckigen Gerücht Stellung. „In aller Deutlichkeit“ wies der Flüchtlingskoordinator im Büro des Oberbürgermeisters Hamm die Behauptung gegenüber lokalen Medien zurück.

Fall 3 – Mehrere Vergewaltigungen in Lippstadt – In Lippstadt sorgte eine Whatsapp-Nachricht für Unruhe, die Mitte Januar auch der Polizei gemeldet wurde. Der bislang unbekannte Absender behauptet unter anderem, dass in Lippstadt mehrere Vergewaltigungen stattgefunden hätten, und stellt einen Zusammenhang mit der Flüchtlingssituation her. „Weiter unterstellt er, die Medien würden die Situation verheimlichen und ruft zu einer Demonstration auf“, schreibt die Polizei in ihrer Erklärung dazu. Sie stellt klar: „Erkenntnisse über derartige Straftaten liegen im Kreis Soest nicht vor. Ebenso wenig wurde bisher eine Demonstration in Lippstadt angemeldet.“ Wegen der mehrfachen Weiterleitung des Textes habe „der unbekannte Schreiberling“ noch nicht ermittelt werden können.

Nach Einschätzung der Polizei posten manche Menschen solche Gerüchte nur, um Aufmerksamkeit zu erheischen, andere wollen gezielte Hetze betreiben. Die Polizei geht gleichwohl jedem Hinweis nach. Derartige Meldungen erzeugen Unsicherheit, Angst bis hin zu Panik und sorgen immer für heftige Diskussionen. Die Polizei weist darauf hin: Wer Falschmeldungen bei Facebook oder WhatsApp verbreitet, kann sich damit strafbar machen.

Kommentare (28)

  • Mike

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    Das ist ein grosser Nachteil der sozialen Netzwerke, auch die Dummheit potenziert sich dort per Klick :-(

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  • Katja Mette via Facebook

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    Diese Falschmeldungen sind einfach nur widerlich. Mal abgesehen davon das Menschen zu Unrecht beschuldigt werden. Die Menschen die tatsächlich zum Opfer wurden leiden unter so Falschmeldungen weil sie oft selbst als Lügner beschuldigt werden. Man macht darüber einfach keine Späße. Dieses hab ich von dem und der von dem und wiederum der von der Nachbarin. Furchtbar. Haben die Leute nix zu tun ???

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Katja Mette, diese Leute wollen sich offenbar wichtig machen und leider auch hetzen.

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    • Angelika Tischer via Facebook

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      Tja, aber leider passieren Falschmeldungen jeden Tag im Radio…. Wer genau hinhört, hört zwischen den Zeilen! Da wird bewusst etwas beschönigt oder weggelassen oder anderes beschrieben …. Also, was im Radio passiert, passiert auch auf Facebook. Das ist das Internet! Nicht alles stimmt, was einem vorgelesen wird …… Leider!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Auch das ist richtig, Angelika Tischler, wir haben das in einem Bericht schon einmal mit Beispielen aufgegriffen.

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    • Angelika Tischer via Facebook

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      Ich weiß, aber man kann es nicht oft genug erwähnen … Nicht das es in Vergessenheit gerät ……

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Angelika Tischer – wir werden die Tage noch einmal einen aktualisierten Bericht dazu bringen.

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    • Angelika Tischer via Facebook

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      Supa‼️

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    • Angelika Tischer via Facebook

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      Es sollte auch flugblätter für deutsche Frauen geben, auf den Hinweis auf Arabisch/ oder so drauf steht; das ich nicht angegrabscht werden werden möchte ‼️

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  • petter Uhlenbusch

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    Ich kenn nur unsere Putzfrau und sage… nein, nein und nochmal nein 😉

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Es gibt eben Leute, die die Intelligenz mit nem Schaumlöffel eingetrichtert bekommen haben. Das Beste ist daneben gegangen.

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  • Ananda Gotam Kaur via Facebook

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    war doch irgendwie zu erwarten, oder?

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  • Anja Seißer via Facebook

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    Ich find es einfach nur widerlich solche Falschmeldungen. Die Realität ist schon schlimm genug, da muss man nicht noch mehr öl ins Feuer giessen

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  • Susanne Appelstiel via Facebook

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    Ich denke, die realen Meldungen reichen uns doch, oder!? Da braucht man keine Falschmeldungen streuen!

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  • Tobias Habekost via Facebook

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    War mir klar, daß es da so einige rechte Spinner unterwegs sind, oder solche, die Aufmerksamkeit erhaschen wollen…

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  • Regina Ri via Facebook

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    falsche Strafanzeigen finde ich zum k— ? , aber wie viele Nicht-Anzeigen (Dunkelziffer) , über begangene Vergewaltigungen und Übergriffen, gibt es wohl, weil die Opfer Angst haben und sich schämen ? ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Regina Ri, ja, auch das trifft ganz sicher zu. Zudem wird auch über vieles was vorfällt, gar kein Polizeibericht gefertigt. Es ist eine Krux.

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  • Heike Palm via Facebook

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    Solche Falschmeldungen werden systematisch erzeugt, z. T. werden auch Fotos umgewidmet und alles geht dann viral, weil es unreflektiert weitergeteilt wird. Gute Infoquelle zu dem Thema ist https://www.facebook.com/mimikama.verein/. Die Leute recherchieren recht gründlich. Danke für den Artikel @ rundblick

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  • Stefanus Maxus via Facebook

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    Also wer Stories der Art „…300 Asylanten verfolgen 16-jährige“ glaubt, dem ist wohl eher nicht so recht zu helfen. Ein Blick auf das Blaulichtportal der Polizei hilft da schon mal Mythos von Wahrheit zu trennen.

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  • Claudia Hartwig via Facebook

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    Tatjana Fuchs

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