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Falsche Blutkonserve – 74jähriger Unnaer starb

Der 74Jährige starb kurz nach der Herzoperation – möglicherweise, weil er eine Blutkonserve mit der verkehrten Blutgruppe bekam. Das untersucht jetzt die Dortmunder Staatsanwaltschaft.

Im Sommer vorigen Jahres war der Senior aus Unna für eine Herzoperation ins Dortmunder Johannes-Hospital eingewiesen worden. Es gab Komplikationen, was eine zweite OP erforderlich machte. Kurz nach dieser Operation starb der Unnaer.

Fest steht, das der Patient eine Konserve mit einer falschen Blutgruppe bekam. Ob dies zu seinem Tod führte,  muss jetzt noch geklärt werden – die  Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, berichtet der WDR. Ein Gutachten des Klinikums Münster bestätigt die Todesursache.

Das Johannes-Hospital (JoHo) schaltete direkt nach dem Tod des Patienten aus eigenem Antrieb die Polizei ein.


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Falsche Blutkonserve – Folgen

Falls eine falsche Blutkonserve gegeben wird,  kommt es zu einer sogenannten akuten intravasalen hämolytischen Transfusionsreaktion.

Der Mensch hat blutgruppenabhängig natürliche/reguläre Antikörper in seinem Blut. Ein Mensch mit der Blutgruppe A besitzt z. B.  als natürlichen Antikörper Anti-B, diese Antikörper sind somit gegen das Antigen B gerichtet. Bei der Gabe einer falschen Blutgruppe kommt es eben zu dieser Antigen-Antikörper-Reaktion, die körpereigenen Antikörper heften sich an das fremde Antigen und zerstören somit die roten Blutkörperchen. Durch diese Zerstörung kommt es zu einer Hämolyse. Erste Symptome sind Unwohlsein, Unruhe, Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen und Brechreiz. In diesem Stadium kann der Arzt noch versuchen, den Kreislauf zu stabilisieren und wird eine Austauschtransfusion durchführen.

Fehler können schon im Labor passieren, wo die Kreuzprobe durchgeführt wird.

 

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