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Extrem brutaler Serienräuber (23) gefasst: Mit roher Gewalt gegen ältere Opfer

Er trat seinen meist betagten Opfern brutal die Gehhilfen und Rollatoren weg und beraubte sie, er trat ihnen obendrein noch ins Gesicht oder gegen den Kopf, raubte ihnen Leinenbeutel und Handtaschen – in einem besonders krassen Fall war eine Seniorin auf dem einen Auge stark sehbehindert, und der Täter trat sie gezielt noch gegen das sehende Auge. Gestern konnte die Dortmunder Kripo diesen besonders perfiden und extrem brutalen Tatverdächtigen dingfest machen. Er kommt für eine ganze Serie von Raubstraftaten in Frage und agierte stets „äußerst brutal und unbarmherzig“, so die Polizei.

Vom 30. Mai bis heute registrierten die Ermittler mindestens acht Raubüberfälle, die nach derzeitigem Ermittlungsstand ein und demselben Täter zuzuordnen sind. Offenbar hatte er es auf  EC-Karten und Bargeld abgesehen. Seine Vorgehensweise war immer gleich. Er suchte sich offensichtlich alte und dazu behinderte Menschen aus, die entweder auf einen Rollator, oder auf Prothesen oder Gehhilfen angewiesen waren. Hierbei suchte er sich seine Opfer in der Nähe von Supermärkten und Geldinstituten aus.

Von hier aus verfolgte er seine Opfer dann aus einiger Entfernung bis zu ihrer Wohnung. Sobald die älteren Menschen die Haustür aufschlossen, drängte sie der Mann in den Hausflur und trat den Opfern den Rollator oder die Gehhilfe weg – so dass die Opfer hilflos stürzten.

Danach trat er ihnen obendrein noch ins Gesicht oder gegen den Kopf und raubte ihnen die mitgeführten Handtaschen oder Leinenbeutel. „In einem besonders brutalen Sachverhalt war die Geschädigte auf einem Auge stark sehbehindert“, schreibt die Polizei. „Dieser Frau trat der Täter gezielt gegen das noch sehende Auge und flüchtete anschließend.“

Die Taten ereigneten sich überwiegend im Bereich Kaiserstraße, aber auch in der Innenstadt, am Nordmarkt und Eving. Wir haben auf Rundblick über diese brutalen Überfälle auf Senioren berichtet, so weit sie die Polizei bekannt gab.

Zeugen sagten aus, dass der flüchtende Täter ein ziemlich heruntergekommenes Fahrrad, möglicherweise Mountainbike, für seine Flucht benutzte.

In mindestens zwei Fällen nutzte der Täter die EC- Karte seines Opfers, um Geld an Bankautomaten abzuheben. Die Karten wurden jeweils an einem Automaten der Sparkasse Münsterstraße und Mallinckrodtstraße eingesetzt. Hierbei konnte der Täter gefilmt werden

Die Ermittler identifizierten den Tatverdächtigen auf den Bildern als polizeilich einschlägig bekannten 23-Jährigen ohne festen Wohnsitz.

Kriminalbeamte konnten den Tatverdächtigen gestern bei neuerlichen Diebstahlstaten quasi auf frischer Tat festnehmen. Ein Haftrichter erließ Haftbefehl. Der 23-Jährige befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft.

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