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Erzbistum Paderborn schüttete 1,4 Mio. für Flüchtlingsarbeit aus

Die katholischen Gemeinden Unnas (im Bild die Pfarrkirche St. Katharina) gehören zum reichsten Bistum Deutschlands, dem Erzbistum Paderborn. Und dieses hat von seinem Wohlstand auch der Flüchtlingshilfe etwas abgegeben. Im Oktober 2014 wurde der Flüchtlingsfonds des Erzbistums gegründet, er ist damit noch relativ jung. Seither sind nach Mitteilung aus Paderborn rund 1,4 Millionen Euro ausgeschüttet worden.

Das Geld unterstützte (und unterstützt) vornehmlich ehrenamtliche Initiativen, die sich um Asylbewerber kümmern. Sprachkurse und Kleiderkammern wurden im ersten Jahr ebenso gefördert wie Willkommensfeste oder Adventsfeiern. Auch Spielangebote oder Hausaufgabenbetreuung würden bezuschusst. Zudem könnten Förderanträge dafür gestellt werden, leerstehende kirchliche Wohnimmobilien in der Gemeinde zu Wohnräumen herzurichten, mit Möbeln auszustatten und so den heimatlos gewordenen Flüchtlingen vorübergehend ein Zuhause zu geben. Hilfen gibt es auch für Kosten für Rechtsanwälte, psychologische Betreuung und Dolmetscher.

Das Bistum legte Ende September erstmals sein Gesamtvermögen hoffen. Danach war klar, dass es das vermutlich wohlhabendste in Deutschland ist – noch vor Köln, von dem man das bisher annahm. Das Vermögen des Erzbistums Paderborn, zu dem Unna, Dortmund oder Hamm zählen, beträgt gut 4 Milliarden Euro. Der Großteil besteht aus Wertpapieren und Immobilien -Schulen, Bildungshäuser.

Mit jährlichen Rücklagen von 2,6 Mrd. € sichert das Bistum Pensionen an Priester oder Lehrer ab, viel Geld ist auch für den Gebäudeerhalt reserviert – mehr als 3000 Bauwerke sind zu pflegen und in Stand zu halten, jedes zweite steht unter Denkmalschutz. Auf der Ausgabenseite floss 2014 jeder zweite Euro an die katholischen Kirchengemeinden. Die Pfarrkirche St. Katharina (im Bild) ist das größte katholische Gotteshaus Unnas und Mittelpunkt des Pastoralverbundes, der seine  Informationen auf folgender Webseite bündelt: http://www.kirche-unna.de/pv-unna/.

Für soziale Projekte (Drogenberatung, Obdachlosenhilfe) zweigte das Bistum im vorigen Jahr knapp 13 Prozent ab, für die Kitas 5 Prozent, für die Schulen 4,4 Prozent.

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