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Erster europaweiter „Arbeitgebertag“: Arbeitsagentur rät zu neuen Wegen, Mitarbeiter zu finden

Der Tag der Arbeit (1. Mai) kommt noch, heute ist erst einmal Premiere für den „European Employers Day“ – erstmaliger europaweiter „Arbeitgebertag“. Und den nutzt die örtliche Arbeitsagentur zu einem Appell an Unternehmer und Personalchefs: Sie müssen neue Möglichkeiten nutzen, um qualifizierte Arbeitskräfte zu finden. „Denn es wird für Unternehmen immer schwieriger, passgenaue Bewerber zu finden“, meint die Agentur.

„Versteckte Talente entdecken“

„Wenn es den Unternehmen an Fachkräften mangelt, dann müssen sie nach Alternativen Ausschau halten“, rät Sebastian Unkhoff von der Agentur für Arbeit Hamm. „Ein großes Potenzial bieten hier auch Bewerber, die nicht 100-prozentig dem Anforderungsprofil entsprechen. Es gilt versteckte Talente zu entdecken. Mit Unterstützung des Arbeitgeber-Service können Betriebe wesentlich entlastet werden – von der Rekrutierung bis zur Qualifizierung von Mitarbeitern.“

Ein Beispiel aus Kamen: Dort sucht die mittelständische Firma Reto Recyclingtechnik aktuell  neue Fachkräfte. Ihr Fachgebiet ist Altkabelaufbereitung. Für die besondere Einarbeitung der neuen Mitarbeiter zahlt die Arbeitsagentur einen Eingliederungszuschuss. Dieser wird z. B. bewilligt, wenn der Bewerber schon länger nicht mehr im Beruf gearbeitet hat oder ein Branchenwechsel vorliegt. Jedoch ist die Förderhöhe vom jeweiligen Einzelfall abhängig und liegt im Ermessen der Agentur.

(Foto: Kevin Heider, Reto Recyclingtechnik Kamen, bei der Arbeit.)

Kommentare (7)

  • Andre Heyn via Facebook

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    Vernünftige Löhne würden auch helfen.
    Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel und mache freiwillig bei dem Projekt „Jugend in Arbeit“ mit um schneller wieder einen Job zu finden. Dem Arbeitgeber gibt das die Möglichkeit auf Lohnkostenförderung.
    Jetzt hätte ich zum 01.04 eigentlich eine stelle antreten können. Das Unternehmen wollte Mindestlohn zahlen und noch die Lohnkostenförderung beziehen. Mindestlohn und dann Förderung? Wurde natürlich nicht genehmigt und dann rufen die mich an und können mir plötzlich nur noch eine stelle als Aushilfe anbieten.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Leider hört man solche Geschichten häufig, Andre Heyn. Tut uns leid für dich. Die Arbeitsagentur betont in ihrer Mitteilung – ehrlicherweise – selbst, dass solche Förderungen im jeweiligen Ermessen der Agentur liegen. Und wer aus dem Ermessensspielraum fällt, guckt in die Röhre… ärgerlich.

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    • Andre Heyn via Facebook

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      Es nervt tierisch und demotiviert einfach.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Andre Heyn – im eigenen Freundeskreis schon mehrfach miterlebt. Einfach dranbleiben und viel Glück!! Aber dies immer zum Thema Facharbeitermangel… da kann man schon ins Grübeln kommen.

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    • Andre Heyn via Facebook

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      Dankeschön :)
      Dranbleiben auf jedenfall vllt liest ja hier auch jemand mit und gibt mir eine Chance mich zu beweisen. ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Am Ehrentag der ArbeitGEBER sollte man mal davon ausgehen, Andre Heyn.. meld dich doch mal bei der Arbeitsagentur und trag dein Anliegen dort genau HEUTE vor. Wir drücken jedenfalls die Daumen!!

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  • Helmut Brune via Facebook

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    In unserer heutigen, schnelllebigen Zeit geht es nicht mehr so gemächlich ab wie vor 20 – 30 Jahren. Der Einzug der Automatisierung hat viel verändert. Das sorgt dafür, dass ein kwalifizierter Mitarbeiter andere Fähigkeiten haben muss, als zu der Zeit, dass alles noch Konventionell gemacht wurde. Weil die Entwicklung so schnell geht, kommen die Ausbildungen gar nicht hinterher. Hier ist, meiner Meinung nach, Umdenken angesagt.

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