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Erste Bilanz der EK „Maghreb“: 60 Straftaten geklärt, 30 Nordafrikaner in U-Haft

Gegen „eine bestimmte, sehr aktive Taschendiebgruppe“ geht die Dortmunder Polizei seit 5 Monaten sehr aktiv mit der Ermittlungskommission „Maghreb“ vor. Der Name weist auf die Herkunft dieser Kriminellen hin: Nordafrika. Konkret Marokko, Algerien, Tunesien.  Und diese EK legt heute ihre erste Bilanz vor.

Kernpunkt: 60 Straftaten aufgeklärt, 30 Räuber und Taschendiebe nordafrikanischer Herkunft in U-Haft gebracht. Wie es anschließend mit ihnen weiterging bzw. -geht, liegt allerdings außerhalb der Zuständigkeit der Polizei.

Meist sind diese kriminellen Nordafrikaner zwischen 15 und 25 Jahren alt und schlagen vor allem in der Innenstadt zu – selten als Einzeltäter, häufig in kleinen Gruppen. Oft erlangen sie Diebesgut mit der so genannten „Antanz-Masche“. Ihre Beute: Mobiltelefone und Geldbörsen.

Die EK „Maghreb“ ermittelte  im Rahmen eines Umfangverfahrens schon Ende 2015 insgesamt 35 Tatverdächtige. Gegen 10 konnte Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Taschendiebstahls erwirkt werden. Ebenso erging Haftbefehl gegen zwei Hehler aus der Nordstadt. 60 Straftaten klärten die Ermittler damit auf. 30 Taschendiebe und Räuber wurden in Untersuchungshaft verfrachtet.

Häufig begeht diese spezifische Kriminellengruppe auch Raubstraftaten, Gepäckdiebstähle oder Diebstähle aus Fahrzeugen. So wie z. B. zwei junge Marokkaner, denen die Ermittler bereits 18 Taten im Innenstadtbereich nachweisen können.

Ihr Trick: Sie lenken Fahrzeugführer ab, die auf einem öffentlichen Parkplatz ein Ticket ziehen oder gerade aus ihrem Auto steigen. Einer der beiden Täter verwickelt den Fahrer in ein Gespräch – durch Fallenlassen eines Schlüssels oder eines anderen Gegenstandes – Nummer 2 klaut derweil aus dem Fahrzeug, was er kriegen kann, Geldbörsen, Mobiltelefone oder Handtaschen.

Der letzte Satz klingt wie mit einem doppelten Ausrufezeichen versehen: „Die EK „Maghreb“ hat es mittlerweile geschafft, gegen das Duo (20 und 22 Jahre alt, beide aus Marokko) Haftbefehle zu erwirken.“

Kommentare (13)

  • Rolf Simon via Facebook

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    Es gibt doch noch gute Nachrichten. 😉

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Heute ist ja ein schöner Dienstag. Ich nenne ihn mal „Tag der guten Nachrichten“ . =D

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  • Daniela Biermann via Facebook

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    Ich freu mich erst wenn Die auch ordentlich verurteilt worden sind

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  • Mike

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    Es bleibt abzuwarten ob die Richter wieder die Arbeit der Polizei torpedieren und die Täter wieder freilassen oder ob endlich mal Recht gesprochen wird.
    Die Anzahl der Täter wie aber auch die Wiederholungstaten sind mehr als erschreckend, da muss endlich mal richtig durchgegriffen werden, ansonsten tanzen uns solche Kriminelle weiterhin belustig auf dem Kopf herum weil man ihnen nichts kann, es kann nicht sein, daß wir inzwischen ein rechtsfreier Raum geworden sind wo Richter die Strafmaße in keinster Weise mehr ausschöpfen.

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  • petter Uhlenbusch

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    Ich möchte gerne glauben, das man nun eine etwas härtere Gangart anschlägt, vermute aber eher, das hier politische Schadenbegrenzung versucht wird. Man schaut mit bangen die aktuellen (inofiziellen) Umfrage Ergebnisse an und bekommt Panik.

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    • petter Uhlenbusch

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      .. nach vielleicht knapp erreichten Prozenten heißt es dann wieder „Wir schaffen das“. Man muss sich nur einmal vorstellen, was Merkels „Plan :-)) für die Menschen, z.B. auf Lesbos bedeuten… die leben da alle vom Tourismus, nun sind sie, von den bösen Geistern die unsere BK heraufbeschworen hat, von dem Ruin bedroht. Größeren Schaden hat -auch historisch gesehen- noch kein deutscher Politiker angerichtet. Ich bin nicht gläubig, aber man ertappt sich bei dem Gedanken „Gott helfe uns allen“

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      • petter Uhlenbusch

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        bevor hier Leute sich aufregen, der kam aus Österreich.

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        • fürst

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          Meine Zustimmung bzu allen drei Komm., petter Uhlenbusch.
          Österreich hat es auf den Punkt gebracht: „Sind nicht das Wartezimmer Deutschlands!“
          Die Griechen und Mazedonier sicher auch nicht.
          Ich finde es unglaublich und unverantwortlich, daß kein Politiker in Sicht ist, der sich ernsthaft gegen Merkel stellt und ihr die sinnbildlichen Stuhlbeine wegsägt. Seehofer ist inzwischen insoweit auch eine Lachnummer.

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