Rundblick-Unna » Ernüchterung und Selbstkritik bei anderen Parteien – AfD Kreis Unna sieht Motivationsschub für Wahlen 2017

Ernüchterung und Selbstkritik bei anderen Parteien – AfD Kreis Unna sieht Motivationsschub für Wahlen 2017

Nachdenklichkeit bei den alt eingesessenen Parteien, Jubel bei der „Neuen“. Während Unnaer SPD- und CDU-Vertreter den gestrigen Wahlabend ernüchtert und auch mit selbstkritischer Nachdenklichkeit auf den sozialen Netzwerken kommentierten, herrschte beim AfD-Kreisverband Unna (mit ca. 60 Mitgliedern) großer Jubel.

Ca. 25 Kreisverbandsmitglieder feierten die fulminanten Wahlsiege der Alternativen bei den gestrigen drei Landtagswahlen bei einer Wahlparty in Kamen. Nicht ganz spontan, denn der Triumph der AfD in allen drei Bundesländern – Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt – hatte sich seit Wochen immer klarer abgezeichnet.

Dass er so deutlich ausfallen würde, überraschte allerdings auch die ca. 25 Anhänger und AfD-Mitglieder, die sich gestern Abend in Kamen zur Wahlparty einfanden. Die Örtlichkeit wollte Kreissprecher Michael Schild aus Sorge um Anfeindungen gegen den Gastgeber nicht preisgeben. Man feierte jedenfalls bis 22 Uhr gemeinsam mit befreundeten Kreisverbandsmitgliedern aus Dortmund, Hamm und sogar Paderborn und bejubelte die Erfolge der „Alternative“ in allen drei Bundesländern begeistert; der Kreisverband „plakatierte“ den Triumph direkt am Abend auf Facebook.

„Das gibt einen großen Motivationsschub für den Einzug 2017 in den NRW-Landtag und den Bundestag“, sagt Michael Schild. ‚Die AfD ist nun in der Breite auch der westlichen Bundesländer mit zweistelligen Ergebnissen angekommen. 13 Mio. Bürger konnten in den drei Bundesländern hauptsächlich über die gescheiterte sogenannten Flüchtlingspolitik abstimmen. Heute wurde die Demokratie gestärkt, wir sind sehr zufrieden.‘

Die Unnaer CDU-Ratsfrau (und JU-Vorsitzende) Jessika Naumann schrieb selbstkritisch auf Facebook: „Aber klar ist, wir können nichts beschönigen. Alle demokratischen Parteien in Deutschland müssen sich fragen, wieso die Bürgerinnen und Bürger „Alternativen“ wählen. Eine Partei, welche erst als Eurokritiker bekannt wurde, zieht 2 Jahre später in die Länderparlamente ein. Wir müssen es anpacken und unsere Werte vermitteln und die Bürger mitnehmen. Es ist Zeit, zu reflektieren und zu optimieren. Gemeinsam mit Jung und Alt neue Ideen entwickeln und Politik wieder ehrlicher und interessanter machen!“

Von Unnaer SPD-Vertretern hörte (und las) man sehr betroffene, vor allem aber ernüchterte Kommentare: „Das war klar“, schrieben mehrere Oberstadtvertreter auf Facebook. Rolf Stöckel, der frühere Bundestagsvertreter, riet schlicht und ergreifend: „Vielleicht sollten wir einfach wieder mal Politik machen…“

 

 

Kommentare (15)

  • fürst

    |

    Auch ich sehe in den Wahlergebnissen eine Stärkung der Demokratie, soweit es sie überhaupt noch real gibt. Glückwunsch AfD!

    Antworten

  • fürst

    |

    Bitte beachtet jetzt mal, daß und wie die Wähler der AfD diskreditiert werden, vornehmlich von -leider NOCH überwiegend- links-grünen Journalisten. Die „Altparteien“ können nicht verknusern, daß Wähler aus der „Mitte der Gesellschaft“ andere Orientierung fanden.

    Antworten

  • Mike

    |

    Das es so deutlich ausfällt hätte ich nicht erwartet, aber nachdem bereits andere EU Länder ebenfalls einen Ruck in die Richtung hatten zu Parteien ähnlich der AFD, war klar, daß es in Deutschland nicht anders sein würde, denn alle EU Länder haben mehr oder weniger das selbe Problem.
    Und genau dieses Problem ist keiner der etablierten Parteien angegangen, sie haben die Wähler quasi zur AFD gebtrieben weil keiner der etablierten grossen Parteien auch nur einen Hauch von Alternative oder Lösung angeboten hat.
    Ich denke nun endlich dürfte bei den Politikern angekommen sein, daß eben doch nicht alles so rosig ist wie sie es gerne hätten oder sich vorstellen und sie die Probleme die die Bürger belasten in keinster Weise angehen noch lösen sondern munter irgendwie planlos weitermachen.

    Antworten

  • S. Maritz

    |

    Genau wegen dieses dümmlichen Funktionärsphrasen-Gebrabbels à la CDU wählen die Menschen Alternativen.

    Antworten

    • fürst

      |

      Oh, vergiß das Gebrabbel der SPD nicht.
      Das „Pack“-Gabriel versucht gerade sogar noch, die SPD als „Gewinnerin“ darzustellen.
      Aber Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall-obschon, sie fallen ja schon seit einiger Zeit.
      Weg damit, in die Tonne der Geschichte.
      Besonders in Unna zeigt sich ja gegenwärtig, was von der SPD zu halten ist.

      Antworten

  • Markus

    |

    Zitat:„Vielleicht sollten wir einfach wieder mal Politik machen…“

    Wie? Ich dachte immer Politiker machen Politik?
    Sowie ein Maurer Wände mauert.
    Was habt Ihr die ganzen Jahre dann gemacht?
    Ein schönes Leben mit unseren Steuergeldern?

    Antworten

    • fürst

      |

      Maurer, ja, die packen an. Politiker auch: ihre „Diäten“, Zulagen und Nebeneinkünfte…..!

      Antworten

  • Wolfgang F.

    |

    An Rolf Stöckel: Aber ihr macht doch Politik Rolf!! In Unna stramme Personalpolitik und in der Groko Berlin Somalsopolitik. Nur weiter so! Und die schlauen Sprüche von Jungratsfrauen braucht auch keiner! Schuld an der ganzen Misere ist einzig und allein die Kommtdochallezuunspolitik der Frau Merkel. Bei solch einem Gesamtbild der „Volksparteien“ darf sich niemand über das Erstarken der politischen Ränder wundern.

    Antworten

    • Wierumer

      |

      Sorry, da muss ich doch ein wenig widersprechen. Ein MDB der die Personalpolitik und Personalstärke der Polizei in NRW absolut falsch einschätzt und die verbalen Schläge eines Herrn Jäger auf seine eigene Mannschaft gutheißt um eigenes Versagen zu verschleiern macht einfach keine gute Politik. Von einer „strammen Personalpolitik“ in Unna anlässlich der Schlammschlacht König / Risadelli zu sprechen ist schon der blanke Hohn. Ebenso die angesprochene „somalso Politik“ in Berlin. Diese GROKO hat in allen wichtigen anstehenden Innen- und Aussenpolitischen Entscheidungen der Legislaturperiode versagt, die SPD sich durch die„rein und raus Entscheidungen“ und das ganze Affentheater selbst disqualifiziert. Einzig beim „allekommtdochmalzuunspolitk“ Kommentar kann ich zustimmen. Wäre das geordnet gelaufen ( aber da war ja gerade die SPD gegen Zentren für eine registrierte Einwanderung) wären vermutlich neben Kriegsflüchtlingen nicht so viele „Wirtschaftsflüchtlinge und osteuropäische Banden“ eingeflogen und man müsste heute nicht Angst haben durch die Fußgängerzone zu laufen und seine Kinder allein ins Schwimmbad zu lassen. Ein absoluter Witz ist aber was unsere Richter und Staatsanwälte entscheiden. Und trotz der angeblichen Unabhängigkeit der Richter nimmt doch die Politik einen entscheidenden Anteil daran. Und was macht die Politik?? Wahlergebnisse schön reden.

      Antworten

    • Wierumer

      |

      jau, habe es nun auch verstanden

      Antworten

  • w.kaufmann

    |

    Für die Landtags- und Bundestagswahl in 2017 und damit für die SPD-Kandidaten Ganzke und Kaczmarek sehe ich schwarz. Wenn selbst im beschaulichen Unna die SPD Werte und sogar Arbeitnehmerrechte vom SPD-VORSITZENDEN einfach übergangen werden und ganz Unna deshalb Kopf steht, und selbst die Fraktion diese Willkür zulässt und sogar noch unterstützt, wie will die SPD da ihre Kandidaten unterbringen. Die Bürger sehen das als Verrat an und sind entsetzt. Besonders die ältere Generation, die sich bei der SPD aufgehoben fühlten. Es werden noch mehr Austritte folgen. So kann man auch die Wähler verprellen und sich dann wundern wie das geschehen konnte. Da brsucht man nich nicht einmal Flüchtlinge zu.

    Antworten

  • petra weber

    |

    Ein Hallo allen Kommentatoren, seit Jahren ist eine Politik in der BRD vorherrschend, die für den sozialen Abbau steht. Menschen, die einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen sind gezwungen nach der Arbeit zum Arbeitsamt zu gehen um „Aufzustocken“. Die Arbeit – Grundlage für eine Existenz hat sich zu einem „Job“ entwickelt. Daher auch die „Jobcenter“. Sozialer Wohnraum ist vor jahrzehnten eingestampft worden. Die Schere von „Arm und Reich“ geht immer weiter auseinander. 62 Menschen besitzen soviel Privatvermögen wie die Hälfte der Bevölkerung. Kriege werden inszeniert um geopolitische Neuordnungen zu schaffen. Die Leidtragenden ist immer die Bevölkerung. Da soll es jetzt einen Sinn machen auf die Menschen einzudreschen, die das Opfer dieser „Barbarei“ geworden sind. Gauland sagt ja dann auch bezeichnender Weise: „Lasst Euch von sterbenden Kinderaugen nicht erpressen“. Ich frage denn auch an diese illustre Runde – kommen auf uns Zeiten der absoluten Verrohung zu? Und das im 21 Jahrhundert? Was wollen wir Menschen denn? Welche Erwartungen haben wir für die Zukunft? Diese, unsere eigenen Frustrationen können wir doch nicht einfach mit Ablehnung bei den Menschen beantworten, die in bitterster Not sind. Also bitte die Hausaufgaben machen und keine schnellen Lösungen bevorzugen, die uns in die Steinzeit kicken.

    Antworten

  • Anne Wilkers

    |

    Petra Weber … „Menschen, die in bitterster Not sind“, sind die Menschen, deren Vieh verdurstet, die Felder vertrocknen, keine Ernte mehr haben und deren Kinder nur noch Haut und Knochen sind, weil es kein Essen und kein Wasser gibt!!!! Das sind Menschen in bitterster Not, denen geholfen werden muss … und sicher nicht die, die 1000ende von Euro fuer Schlepper ausgeben und durch halb Europa bis nach D reisen, nur weil ihnen kein sicheres Drittland recht ist, da sie meinen hier alles umsonst zu bekommen!!!

    Antworten

Kommentieren