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Erneut eskaliert ein Rap-Fantreff: Jugendliche randalieren vor Saturn und in der Thier-Galerie

Erst Chaos bei Kurdo, jetzt Eskalation mit Flaschenwürfen  bei 18 Karat -beide Male ein Polizei-Großeinsatz notwendig. Zum zweiten Mal in drei Wochen ist ein Rap-Fantreff in Dortmund vollkommen aus dem Ruder gelaufen. Bis zu 100 Jugendliche randalierten am Freitagabend vor Saturn am Westenhellweg, später folgten handfeste Streitereien in der Thier-Galerie. Dabei flogen Möbel, Geschirr und Deko.

Die jungen Musikfans strömten am frühen Abend in den Elektronikmarkt, wo der Rapper „18 Karat“ sein Debütalbum vorstellte. „Das sorgte leider erneut für einen größeren Polizeieinsatz“, schreibt die Dortmunder Polizei am Abend nüchtern. Sie war zuvor auf den Aufruf des Musikers durch Hinweise in sozialen Netzwerken aufmerksam geworden.

Unter Beobachtung von Polizeikräften sammelte sich gegen kurz nach 17 Uhr eine ca. 40-50-köpfige Gruppe von Jugendlichen und Kindern vor Saturn auf dem Westenhellweg.

Nach jetzigen Erkenntnissen kam es dann um kurz nach 18 Uhr zu einer Auseinandersetzung innerhalb der wartenden Gruppe. Anschließend lieferten sich Kleingruppen von Jugendlichen und Kindern Laufspiele mit der Polizei. Diese führten über die Katharinenstraße und Freitreppe bis hin zum Bahnhof und zurück zum Westenhellweg.

Gegen 18.40 Uhr war die Gruppe vor dem Elektronikmarkt auf ca. 80-100 Personen angewachsen. Viele von ihnen mussten draußen warten, nur wenigen gelang der Weg hinein. Die aggressive Grundstimmung der Wartenden führte kurz darauf zu Flaschenwürfen gegen die Polizeibeamten.

Über Lautsprecherdurchsagen wurden Platzverweise erteilt, so dass sich die Ansammlung sich nach und nach auflöste.

Um 19.20 Uhr, als sich die Polizeibeamten noch in der Nachaufsicht am Westenhellweg und im Umfeld aufhielten, ereilte aber ein Notruf die Polizei: Schlägerei in der Food Lounge eines nahe gelegenen Einkaufscenters, der Thier-Galerie. Beim Eintreffen bot sich den Beamten ein großes Durcheinander: Offenbar waren dort zwei etwa 10-köpfige Personengruppen aus dem vorangegangenen Einsatz mit Mobiliar, Geschirr und Dekorationsartikeln aufeinander losgegangen.

Zwei Personen wurden hierbei verletzt und mussten von Rettungskräften versorgt werden.

Mehrere Personen wurden kontrolliert, ihnen wurden anschließend Platzverweise erteilt. Die Ermittlungen dauern an, ein Hintergrund ist momentan völlig unklar.

Kommentare (13)

  • Ri Er via Facebook

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    Sabine Deutsch

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  • Nadine Drevermann via Facebook

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    Carmen Haas ??
    Anne Czaja

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Musik verbindet und öffnet Herzen. Könnte es sein, dass Rap dann doch nicht als Musik bezeichnet werden sollte?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Jetzt nimm mal nicht die Musikrichtung in Sippenhaft für einige ausflippende Kids, lieber Helmut!!

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    • Alexander Fiedler via Facebook

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      Rap-Musik generell betreffend ist es natürlich eine Verunglimpfung, aber Gangsta-Rap im speziellen glorifiziert Kriminalität und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Von daher ist es nicht völlig von der Hand zu weisen, dass sie zumindest zum ausflippen animiert wurden.

      Gerüchte besagen sogar, dass die amerikanischen Plattenfirmen sich Anfang der 90er zunächst im großen Stil mit Gefängnisaktien eingedeckt haben, bevor sie anfingen fast nur noch Gangsta-Rap zu promoten.

      Das Gerücht hält sich hartnäckig, weil das exakt der Stil der Superreichen ist, wie er immer beschrieben wird.

      Da fällt mir dieser Hollywoodfilm ein, in dem Jodie Foster Baron de Rothschild zitiert, mit den Worten „Wenn das Blut auf den Straßen fließt, kauf so viel wie die kannst !“

      Ich finde das passt irgendwie dazu.

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  • Andy Fischer via Facebook

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    Früher nannte man das Stottern und es war heilbar.

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  • Thomas Gragen via Facebook

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    Was bewegt die Jugend sich so zu verhalten? Das sind doch alles keine Stars, sondern möchtegern Musiker!! Machen auf Krawall und haben keine Ahnung vom Leben. Hauptsache die Kids kaufen ihre CD.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Tja… den jungen Leuten wurde die Wartezeit vor Saturn offenbar zu lang, und da wurden einige aggro….eines ergab das andere…

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  • Mike

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    Ich will die Boybands zurück, da vielen die Mädels nur ohnmächtig um :-)

    Kinder waren da ??? Was haben die für Eltern, der Dortmund Maskenrapper rappt doch am liebsten nicht jugendfrei Wörter ! Ist die CD nicht sogar FSK 18 ?

    Was denken sich die Verantwortlichen bei Saturn eigentlich ? Wer lässt da richtig Geld ? Die Kiddies die sich alles für Umme aus dem Netz saugen ???

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  • Janine Fronz via Facebook

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    Fassungslos was geht nur in den köpfen von den Kindern vor und was für Eltern lassen kinder alleine zu sowas hin gehen oh man

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  • Medina Losaj via Facebook

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    Iman Al food lounge

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