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Erinnerungsstücke an Holocaust-Überlebende Marga Spiegel

Die Stadt Werne hat Erinnerungsstücke an Marga Spiegel erworben.

3.200 Euro hat die Stadt Werne für das Andenken an Jüdin und Holocaust-Überlebende Marga Spiegel in die Hand genommen. Bei einer Versteigerung des Auktionshauses Wilbois konnte man einen Biedermeier-Sekretär und weitere Gegenstände aus ihrem Nachlass ersteigern. Es ist ein Ort des Gedenkens geplant, den es bald in Werne geben soll. Wo – das steht bis jetzt noch nicht fest. Möglich wären aber das Stadtmuseum, sowie die Sekundarschule die bereits treffend den Namen der 2014 verstorbenen Marga Spiegel trägt.

Besonders stolz ist man auf den Sekretär aus der Biedermeier-Epoche. Das Möbelstück aus ihrer Wohnung in Münster wurde zusammen mit ihrem Armlehnstuhl ersteigert. Dort hat sie all die Jahre gearbeitet und ihre Erinnerungen niedergeschrieben.

Die Stadt Werne ersteigerte neben dem Sekretär und dem dazugehörigen Stuhl noch diverse Porzellan-Artikel und andere Kleinigkeiten.

Unter den 22 ersteigerten Posten befinden sich auch zwei surrealistische Bilder der Malerin Judith Pins. Außerdem ging ein Siegelstempel mit der Aufschrift „Marga“ an die Stadt.

Momentan wird der Sekretär noch restauriert. Nach Gesprächen mit Sekundarschulleiter Hubertus Steiner und der neuen Museumsleitung, wird dann entschieden, wo die Gedenkstätte entstehen soll.

 

Auf dem Bild: Marga Spiegel (21.06.1912 – 11.03.2014)

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