Rundblick-Unna » Erfolg (fast) auf ganzer Linie: In Unnas Ostdörfern geht Sicherheit vor – Verkehrsberuhigungen bleiben

Erfolg (fast) auf ganzer Linie: In Unnas Ostdörfern geht Sicherheit vor – Verkehrsberuhigungen bleiben

Erfolg fast auf der ganzen Linie – für die Bürger von Mühlhausen und Uelzen und ihren hartnäckigen Ortsvorsteher Paul Raupach. „Ich habe mir beim Kreis keine Freunde gemacht“, kommentiert der SPD-Ratsherr nüchtern die Bilanz seiner erfolgreichen Gegenwehr gegen die Pläne des Kreises, die verkehrsberuhigenden Maßnahmen im Ort rückgängig zu machen. Egal, sich Freunde zu machen ist nicht Aufgabe eines Lokalpolitikers, der sein Ehrenamt ernst nimmt.

Paul Raupach

Ortsvorsteher Paul Raupach (SPD): „Beim Kreis keine Freunde gemacht.“


Ergo hat Raupach mit Unterstützung der kompletten Dorfgemeinschaft, seines SPD-Ortsvereins und nicht zu vergessen mit Grünem-Ratsherrn Björn Merkord erfolgreich Widerstand geleistet. Gegen folgende Pläne des Kreises – an den die Verantwortlichkeit an zahlreiche Durchgangsstraßen in den Unnaer Ostdörfern übergegangen ist:

Tempo 50 statt 30, Fahrbahn-Einbauten entfernen, Rechts vor Links abschaffen und – das war der Alptraum für die Dorfbewohner: Lkw von mehr als zehn Metern Länge sollten künftig durch die Dorfidylle brausen.

Dass wird jetzt alles nicht passieren. In nachhaltigen Gesprächen mit dem Kreis Unna wurde am Ende der Woche schlussendlich Einigung erzielt, meldete uns Paul Raupach erleichtert Vollzug.

Es bleibt also bei dem, was die Stadt Unna einrichtete, als sie die Trägerschaft über die Straßen selbst noch hatte:

Keine Lastwagen über 10 Metern Länge fahren durchs Dorf.

– 30 km/h sind angesagt – einschließlich die bisherigen Rechts-vor Links Regelungen innerhalb der Ortsdurchfahrten,

Mühlhausen Uelzen Twiete 2

– Alle vorhandenen verkehrsberuhigten Einrichtungen, vor allem im Bereich Twiete/ Uelzener- Dorfstraße (Zufahrt zur und von der B1), bleiben. „Als wichtigstes Element der Schulwegesicherung!“, betont Paul Raupach.

Alle Parkplätze bleiben so, wie sie sind. Werden allerdings angepasst wegen neuer Grundstückszufahrten etc.

Was neu kommt:

… ist ein Mini-Kreisverkehr an der Heerener Straße. Allerdings ohne Zebrastreifen, „und dies ist die einzige Forderung, die wir leider nicht durchsetzen konnten“, bedauert der Ortsvorsteher. Vorgaben im Straßenverkehrsrecht stünden laut Kreis dagegen. Aber: Es gibt Fahrbahnmarkierungen, die darauf hinweisen: Achtung, hier ist ein Schulweg,

Es kommt nicht:

… ein Kreisverkehr an der Bruchstraße/Heerener Straße im Bereich des Dorfladens „Dorf-Inn„.

Mühlhausen Uelzen Twiete abgehackter Baum

Abgesägte Bäume auf den Verkehrsinseln am griechischen Restaurant, Dorfstraße/Twiete. Auch diese Maßnahme des Kreises entzückte die Dorfbewohner ganz und gar nicht.

 

Kommentare (8)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Ein standhafter Politiker, der seine Sache Ernst nimmt und damit Solches bewirkt, verdient aus meiner Sicht ein dickes Lob.

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  • Stephanie Schmidt via Facebook

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    Björn Merkord? Warst Du da nicht auch aktiv?

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  • Günther Klumpp via Facebook

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    Helmut Brune und Rundblick Unna: Schade auch, dass die städtischen Politiker das erst merkten, als sie die Verantwortung für die Kreisstraßen und damit für die städtische Verkehrspolitik an den Kreis zurück gegeben hatten, nichts bezahlen wollen, aber mitbestimmen….

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    • Stephanie Schmidt via Facebook

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      Das sehe ich auch so. Danke Günther!

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    • Paul Raupach

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      Lieber Günther Klumpp,
      man kann sicherlich auch kritisch diskutieren, ob sich Politiker/innen zu spät, zu früh oder wie hier geschehen, unmittelbar nach Bekanntwerden der Rückgabeabsichten, sich für eine Sache verstärkt engagieren.
      Nur zu der Anmerkung „NICHTS BEZAHLEN WOLLEN“ soviel, es ist doch seit langen bekannt, das sich die Stadt Unna mit einem hohen sechsstelligen Betrag an den Fahrbahnerneuerungen von Kreisstraßen im Stadtgebiet Unna beteiligt.
      (siehe u. a. Haushalt der Stadt Unna 2015/2016)

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Danke Günhther, Danke Stephanie!

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