Rundblick-Unna » Entgegenkommenden Pkw übersehen: 3 Verletzte an neuer Wilhelmshöhe-Ampel

Entgegenkommenden Pkw übersehen: 3 Verletzte an neuer Wilhelmshöhe-Ampel

Die neue Ampel auf der Wilhelmshöhe hat ihren ersten Crash erlebt – und ihn selbst unbeschadet überstanden, doch drei Senioren wurden beim Zusammenprall heute um 12.10 Uhr verletzt. Zum Glück nur leicht, sagt Polizeipressesprecher Thomas Röwekamp,.

Eine 80jährige BMW-Fahrerin aus Obernburg am Main fuhr aus Richtung Unna kommend auf die Linksabbiegerspur und wollte dort nach Frömern weiterfahren. Die Ampel sprang auf Grün, die Seniorin fuhr los – und übersah dabei einen von geradeaus kommenden Opel mit einem 79jährigen Unnaer am Steuer. Für ihn zeigte die Ampel ebenfalls Grün. Doch als er über die Kuppe ankam, bemerkte ihn die Linksabbiegerin wie erwähnt zu spät, da sie als Auswärtige offenbar nicht mit Gegenverkehr von geradeaus gerechnet hatte.

Kurz und gut: Die Autos krachten zusammen. Ziemlich heftig, so dass der Opel noch gegen die Ampel geschleudert wurde, ergänzt Thomas Röwekamp die eben herausgegebene Mitteilung auf dem Polizeiportal. Die Ampel blieb bei dem Aufprall heil… nur ein bisschen Lack ist jetzt ab.

Der Rettungswagen kam und brachte das Paar im BWM (die 80-jährige Fahrerin und ihren 91 Jahre alten Beifahrer) ebenso wie den Opelfahrer aus Unna vorsorglich in Krankenhäuser. An den Fahrzeugen entstand insgesamt 12 000 Euro Sachschaden – was sich dadurch erklärt, dass der BMW des Paares aus Süddeutschland fast neu war…

Diese Unfallursache – beim Linksabbiegen den entgegenkommenden Verkehr zu übersehen – ist ein Klassiker, bestätigt Polizeisprecher Röwekamp, sprich an Kreuzungen sehr häufig. An der B1/Iserlohner Straße steht deshalb vorsorglich ein Warnschild „entgegenkommenden Verkehr beachten“. An der Wilhelmshöhe besteht das zusätzliche Problem, dass der geradeaus Richtung Unna fahrende Verkehr über eine Kuppe kommt und deswegen erst spät zu sehen ist.

Die Ampelanlange an der Iserlohner Straße (B233)/Hubert-Biertnat-Straße/Kluse auf der Höhe zwischen Unna und Fröndenberg ist seit dem 9. Dezember in Betrieb.

 

Kommentare (17)

  • Helmut Brune via Facebook

    |

    Wenn da für Linksabbieger und für geradeausfahrenden Gegenverkehr gleichzeitg Grün ist finde ich das eine lebensgefährliche Situation. Da müßte doch für jede Fahrspur eine eigene Ampel sein, wobei eine solche Situation, wo beide Grün haben, nicht vorkommen kann.

    Antworten

  • Helmut Brune via Facebook

    |

    Eine sehr greifte Gesellschaft. Dennoch, gute Besserung allen.

    Antworten

  • D. Münnich

    |

    Ich bin keine 10 Min später dort vorbei gefahren. ich weiss echt nicht ob einer von denen überhaupt noch hätte fahren dürfen. Die Unfallverursacherin konnte sich kaum auf ihren dünnen Beinchen halten, ihr Beifahrer schafte es noch so grade aus dem Auto , das im Übrigen mal wieder das Klassiker war, viel zu gross und eindeutig zu viel PS . Aber es muss ja was sein, scheiß was auf die Tatsache das ein BMW fett am Gas hängt und man die Reaktion eines 30 jährigen braucht um damit umgehen zu können. Die Dame war so klein und zerbrechlich , ich wette die hat nicht mal was gesehen in der dicken Karre. Ach ja, und für alle die jetzt wieder wettern , ich kann das beurteilen, ich fahre Auto ( Land Rover / rechts Lenker ) und ich bin Altenpflegerin. Ich möchte nicht wissen wie viele alte Menschen in ihren dicken PS -Autos sitzen mit Herz,- Parkinson,- Kreislauf Tabletten und ähnlichen Medikamenten, mit denen man “ keine großen Maschienen oder PKW “ bewegen soll. Dann fahren sie immer schön 70 km/ h , und schaffen es kaum nach Spiegel zu fahren geschweige denn einen Schulterblick zu machen. Es sollte endlich mal ein regelmässiger Test eingeführt werden, und eine Größenbeschränkung bei Autos , denn Opa kann zwar nicht laufen und hat Pflegestufe 2 , aber einen dicken SUV , den er nicht beherrscht. Super Sache !

    Antworten

    • Rundblick Unna via Facebook

      |

      Danke für diese ausführliche Situationsbeschreibung, D. Münnich. Das Thema regelmäßiger verpflichtender Untersuchungen kehrt ja immer wieder; Seniorenverbände kontern bisher damit, dass Ältere statistisch sehr viel weniger in Unfälle verwickelt seien als „junge Fahrer“. Daher setzt man ja bisher auf einsichtige freiwillige Führerscheinabgabe…

      Antworten

    • Silke K.

      |

      Wird Zeit das es die Gesundheitskontrolle und Fahrtauglichkeitsprüfung für ältere Menschen gibt, das ist überfällig was da hinter dem Lenkrad sitzt. Ab 65 alle 5 Jahre ab 70 alle 2 Jahre spätestens.

      Antworten

    • Mör Ti via Facebook

      |

      Stimmt diese ekelhaften dicken Karren. Und immer diese Opel und BMW-Fahrer. Wenn jetzt noch ein fetter Audi dabei gewesen wäre… nicht auszudenken!

      Antworten

      • D. Münnich

        |

        Oh, Mann : Wer lesen kann ist klar im Vorteil , und verstehen ist dann auch ganz gut. Es geht nicht um die diversen Automarken, es geht darum das grade alte Leute sich große Autos kaufen , und diese dann nicht beherrschen. Ich persönlich finde diese Autos richtig toll, schönes Design, ordentlich PS , und groß stört mich auch nicht. Aber wenn jemand mit der Reaktion einer Valiumtablette und diversen Erkrankungen des Bewegungsaparates in so ein Auto steigt , dann ist das schlicht gefährlich, nicht für den Fahrer, für die anderen. Diese Autos haben Power, hängen am Gas , reagieren sobald man das Lenkrad berührt. Sie sind vollgepackt mit genialer Technik , aber das ist eben nur gut wenn man damit auch umgehen kann. Ist das dann jetzt geklärt ????

        Antworten

  • Herta Heinert via Facebook

    |

    Im Kreisel wäre es nicht passiert….. Allen Beteiligten gute Besserung .

    Antworten

  • Rundblick Unna via Facebook

    |

    Als informative Ergänzung – Quelle Statistisches Bundesamt: 70 856 ältere Menschen waren im Jahr 2014 an Unfällen mit Personenschaden beteiligt, das waren 12,6 % aller Unfallbeteiligten. Senioren haben damit im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil eine unterproportionale Unfallbeteiligung. Daraus kann jedoch nicht geschlossen werden, dass ältere Fahrer die sichereren Fahrer sind, sondern die geringere Unfallbeteiligung spiegelt in weiten Teilen deren geringere Verkehrsteilnahme als Fahrzeugführer wider. Zwar sind Senioren heute aktiver als frühere Generationen in diesem Alter und nutzen aufgrund ihrer bisherigen Verkehrsteilnahme häufiger das Auto, dennoch ist ihre durchschnittliche Fahrleistung pro Pkw und Jahr noch deutlich niedriger als bei den jüngeren Altersgruppen. Auch die Pkw-Verfügbarkeit der älteren Menschen, insbesondere älterer Frauen ist erheblich geringer als die der übrigen Erwachsenen. – Zitat Ende.

    Antworten

Kommentieren