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Enkeltrick verfängt trotz Warnung der Bankerin: 90Jährige übergibt fünfstellige Summe an Wildfremde

Dutzende Senioren von Dortmund bis Hamm meldeten vorige Woche tückische Enkeltrick-Anrufe – und leider wurde eine 90Jährige durch diese üble Betrugsmasche um einen fünfstelligen Geldbetrag ärmer.

Die alte Dame lebt in Hamm. Am Donnerstag meldete sich mittags ein angeblicher Verwandter am Telefon. Er bat um Bargeld, das er dringend brauche und umgehend zurückzahlen wolle.

Die Seniorin hob – trotz Bedenken der Bankmitarbeiterin – einen fünfstelligen Betrag von ihrem Konto ab. Die Bankangestellte konnte sie nicht von ihrem Tun abbringen. Leider rief sie nicht vorsorglich die Polizei, wie es Mitte der Woche eine aufmerksame Bankerin ebenfalls in Hamm getan hatte. Ihre über 80jährige Kundin wäre sonst 8000 Euro an Betrüger losgeworden. Auch eine Bankanstellte in Balve bewahrte eine hochbetagte Kundin vor einigen Monaten vor der leichtfertigen Geldübergabe an einen völlig Fremden.

Diesmal, leider, wollte die alte Dame partout ihrem vermeintlichen Enkel aus der Patsche helfen.  An einem Treffpunkt auf offener Straße, den die 90Jährige mit dem Anrufer vereinbart hatte, übergab die Seniorin die Geldsumme einer unbekannten Frau. Diese war mit einem Taxi gekommen.

Die Verdächtige ist zwischen 25 und 35 Jahre alt und 1,60 bis 1,70 Meter groß. Sie hat eine stabilere Figur, ihre langen, dunklen Haare waren zum Pferdeschwanz gebunden. Die Südländerin trug eine dunkle oder weiße Kappe sowie ein kariertes Oberteil.

In Dortmund meldeten Betroffene bis Freitag fast zwei Dutzend Enkeltrickanrufe, dort verfingt der Trick aber zum Glück bei niemandem.

Die Polizei rät dringend dazu, misstrauisch zu sein, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen meldet. Das Telefonat sollte sofort beendet werden, sobald der Gesprächspartner Geld fordert. Durch einen Gegenanruf unter der bisher bekannten und benutzten Nummer kann man sich darüber versichern, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist. Familiäre oder finanzielle Verhältnissen sollten niemals am Telefon preisgegeben werden. Die Polizei sollte bei verdächtigen Anrufen sofort über den Notruf 110 informiert werden. Bei Fragen helfen die im Opferschutz besonders geschulten Beamtinnen und Beamten der Polizei gerne.

Kommentare (19)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Wie Dumm!!!! Wenn die Leute alle Rundblick Unna lesen würden, wären sie früh genug gewarnt gewesen!!

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    • Sven Jensen via Facebook

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      Wie dumm doch diese Aussage ist! Nennen Sie mir doch mal einen Ü80 Senior aus Ihrem Bekannten- oder Verwandtenkreis, der fit und interessiert genug am PC ist, um Facebook oder ähnliches zu nutzen und Rundblick Unna zu lesen!?! Oh man…

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Ich kenne da doch eine größere Anzahl. Also immer erst denken, dann kritisieren, Sven Jensen!

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    • Wip Que via Facebook

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      Helmut Brune man sollte sich Gedanken darüber machen ob die älteren Menschen die so eiskalt abgezogt werden (weil sie fremde Menschen für Familienmitglieder halten) überhaupt in der Lage sind einen PC anzumachen auf FB zu gehen und dort einen Beitrag von Rundblick Unna Lesen und korrekt verarbeiten können!

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Natürlich geht es darum, daß diesen ekelhaften Machenschaften ein Halt zugerufen wird. Auch sollten wir alle in unserem Bekanntenkreis davor warnen. Es ist ja auch so, wenn Medien wie Rundblick Unna nicht von solchen Vorfällen berichten würden, hätten viele keine Ahnung, daß so etwas überhaupt passiert, was das Risiko erhöhen würde, daß viel mehr Leute zum Opfer würden. Die älteren Leute müssen es ja nicht selbst lesen aber es gibt immer Angehörige, die es gelesen haben und dadurch rechtzeitig warnen können.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Wip Que: Wir haben in dem Beitrag bewusst auch positiv verlaufene Fälle aufgeführt, in denen aufmerksame Bankangestellte die Senioren vor großen Geldverlusten bewahrt haben. Wenn jeder ein bisschen aufmerksamer auf seine Mitmenschen Acht geben würde, könnte schon manches Schurkenstück verhindert werden. Was diese Beispiele zeigen.

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  • Wip Que via Facebook

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    Entschuldigung aber wenn meine omi so dement ist das sie wildfremde Menschen davon überzeugen können ihre Enkelkinder zu sein, dann wird sie sich das wohl auch nicht mehr darann erinnern das ich ihr von dieser verarsche erzählt habe -.- sorry aber nicht ganz mitgedacht 😉

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  • Marion Dada via Facebook

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    Diese Betrüger stellen es so geschickt an…die alten Leute geraten in Panik und dann ist es schon zu spät.

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  • Lola Rennt via Facebook

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    Sicherlich wäre es von Nutzen, die Banken in die Verantwortung zu nehmen, das sie in Zweifelsfällen verpflichtet sind ,die Polizei zu benachrichtigen!
    Wie bei Vorsorge zu Einbrüchen ….sollte es auch hier Vertrauenspersonen durch die Polizei geschult, in solchen Fällen hinzugezogen werden….aber alles ohne den Aspekt der Bevormundung.

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  • Fürst

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    Typisch:
    „…Die Verdächtige ist zwischen 25 und 35 Jahre alt und 1,60 bis 1,70 Meter groß. Sie hat eine STABILERE FIGUR , ihre LANGEN, DUNKLEN HAARE waren zum Pferdeschwanz gebunden. Die SÜDLÄNDERIN trug eine dunkle oder weiße Kappe sowie ein kariertes Oberteil….“
    Kann nichts dafür: denke sofort an Zigeunerinnen.

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    • Kritiker

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      …und ich denke an die Hälfte der Weltbevölkerung. Wechseln Sie eigentlich gleich die Straßenseite, wenn Ihnen jemand entgegen kommt, der nicht blond und blauäugig ist? Dieses permanente Misstrauen gegenüber Personen anderer Ethnie muss doch anstrengend sein, Fürst. Da haben Ihre in früheren Beiträge erwähnten ausländischen Freunde Sie wohl doch noch nicht davon überzeugen können, dass auch Südländer nicht generell kriminell sind.

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  • Thorsten Viola via Facebook

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    Ich finde es armselig, das aufgrund von Gesetzen und Banken so etwas überhaupt passieren kann.

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  • Stefan Werner

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    Im Prinzip müsste man die Bank verklagen, Demenz hin oder her. Löst aber das Kernproblem nicht, daß ein ca. 1000köpfiger Romaclan europaweit, überwiegend aus Polen operierend, Senioren so perfide abzockt um dicke Autos, Häuser, Grabmäler anzuschaffen und rauschende Feste zu organisieren!

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