Rundblick-Unna » Eltern in Howi besorgt: „Unbekannte wollen Kinder ins Auto locken“ – Polizei: Alles bisher vage – Bitte jeden Fall anzeigen

Eltern in Howi besorgt: „Unbekannte wollen Kinder ins Auto locken“ – Polizei: Alles bisher vage – Bitte jeden Fall anzeigen

Eltern in Holzwickede sind in Sorge. Mehrmals in der jüngsten Zeit soll es vorgekommen sein, dass Unbekannte Kinder auf der Straße ansprachen und versuchten, sie ins Auto zu locken. Die Paul-Gerhardt-Schule gab am Montag eine Warnung an die Eltern aus. Überschrieben mit „Vorsicht – Kinder in Gefahr“.

Bisher wurden zwei Fälle bei der Polizei angezeigt, einer vom 4. und einer vom 6. November. Beide Anzeigen, sagte Kreispolizeisprecher Thomas Röwekamp heute Nachmittag auf unsere Anfrage, beruhten ausschließlich auf Erzählungen der Kinder. „Die Kollegen haben die Anzeigen aufgenommen, in einem Fall waren wir auch vor Ort. Zudem fahren wir natürlich regelmäßig Streife“, betont Röwekamp. “

Doch die Schilderungen seien bisher sehr vage geblieben. Die Fahrzeugbeschreibungen schwankten zwischen – in einem Fall soll es ein dicker Mann mit Bulli gewesen sein. Es fehlt jeglicher Hinweis auf ein Kennzeichen. „Das alles macht es schwierig für uns, hier konkret aktiv zu werden“, sagt der Polizeisprecher. Genau deshalb hat die Kreispolizei bisher auch keine offizielle Warnung herausgegeben.

Die Schulleitung der Paul-Gerhardt-Schule schrieb gleichwohl eine warnende Elternmitteilung, in der sie auf die beiden angezeigten Fälle Bezug nimmt. „In beiden Fällen waren es Tageszeiten mit wenig Licht – vielleicht Zufall, vielleicht aber auch, um nicht als Täter erkennt zu werden“, heißt es in der Schulmitteilung. Passiert sei zum Glück bisher nichts – wohl auch, weil Erwachsene dazugekommen seien und Misstrauen geschöpft hätten.

Die Meldung verbreitete sich seit gestern Abend mit der typischen Windeseile in den sozialen Medien und wurde mit weiterem Gehörtem angereichert. „Soweit mir das erzählt worden ist, soll letzte Woche dort etwas vorgefallen sein, da. wo das Denkmal ist. Da soll ein Kind angesprochen worden sein. Gehört von einer anderen Mutter. Denke nicht, dass sie sich das ausdenkt“, schreibt zum Beispiel heute eine Facebook-Userin. Polizeisprecher Röwekamp warnt seinerseits vor Panikmache. „Es ist sinnvoll, dass die Schule eine Elterninformation herausgibt, in der sie darauf hinweist, wie sich Kinder gegenüber Fremden grundsätzlich verhalten sollen: dass sie sich nicht in Gespräche verwickeln lassen und auf gar keinen Fall mit jemandem mitgehen oder in ein fremdes Auto steigen sollen“, begrüßt der Polizeibeamte die Initiative der PGS-Leitung. „Man muss aber zugleich auch aufpassen, dass sich solche Berichte nicht verselbstständigen und in Panikmache ausufern.“

Sehr sinnvoll sei es deswegen, bittet die Kreispolizeibehörde, jeden bekannt werdenden Fall mit so konkreten Beschreibungen wie möglich tatsächlich bei der Polizei anzuzeigen.

Elternbrief Paul Gerhardt Schule

Kommentare (4)

  • Claudia Schulz via Facebook

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    Ach du scheisse was is denn nur hier über los …Man kann ja keinen alleiniger raus schicken furchtbar

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  • Binci Riedel via Facebook

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    Bericht in der Gruppe Howi-hilft: Heute wurde im Holzwickeder Norden versucht, ein Kind in ein Auto zu locken. Polizei ist informiert.
    Es ist wirklich AKUT, keine Zeit um Arbeitskreise zu bilden. Allemann Augen auf!!! Und mit den Kindern sprechen, ein Passwort abmachen, ohne das sie niemandem irgendwohin folgen dürfen.

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  • Sascha Krieg

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    Ich glaube nicht, dass sich ein Kind sowas ausdenkt, liebe Polizei!!!!!!!!!

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  • R.Mikus

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    Polizei informiert nicht, weil Kinder keine genaue Angaben machen können !?
    Was ist denn hier los ! ?

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