Rundblick-Unna » Eingebrochen, Pkw-Schlüssel geklaut, Luxuswagen geklaut: 4,5 Jahre für Serien-„Homejacker“ – Ermittlung gelang in Fröndenberg

Eingebrochen, Pkw-Schlüssel geklaut, Luxuswagen geklaut: 4,5 Jahre für Serien-„Homejacker“ – Ermittlung gelang in Fröndenberg

Er war epicht auf  Luxusautos. Dazu brach er serienweise in Wohnhäuser ein, immer nachts, wenn alle schliefen, hochprofessionell mit selbstgebautem Werkzeug. Er schnappte sich die Fahrzeugschlüssel – stets leicht zu finden im Flur oder in einer Jackentasche – und ab ging´s mit den teuren Karossen über alle Berge. Mercedes, Porsche, BMW, teure Premiummarken.

Zwei Jahre lang startete der 42jährige Kroate seine Beutezüge quer durch Deutschland – machte dabei nur den entscheidenden Fehler, auch in Fröndenberg zuzuschlagen. Denn hier gelang der „Einbruchskommission Wohnung“ der Kreispolizei Unna die Ermittlung des Serientäters.

Der schlug im vorigen Sommer mehrfach im Stadtgebiet zu, in  Frömern, Hohenheide… und dann schlug die Ermittlungskommission zu. Mit dem einschlägig vorbestraften Serientäter ging den Beamten der Behörde Unna ein dicker Fisch ins Netz. Das Landgericht Dortmund schickte den 42Jährigen folgerichtig nun für viereinhalb Jahre hinter Gitter.

Die Wagen im Gesamtwert von rund 300 000 Euro wurden mit gefälschten Papieren und Nummernschildern versehen, wanderten an Auftraggeber in den Niederlanden und traten von dort aus ihre Überseereise nach Afrika an. Mit erstaunlicher Kaltblütigkeit beschrieb der Kroate vor Gericht sein Vorgehen, das er mit ausgeklügelter Professionalität betrieb. Er konstruierte sich sogar sein Einbruchwerkzeug selbst, um binnen Sekunden lautlos Terrassentüren aufzuhebeln und in die Wohnungen zu flitzen. Nach den Autoschlüsseln habe er nie lange suchen müssen: „80 Prozent bewahren Schlüssel und Portemonnaie auf einer Ablage im Flur auf“, offenbarte der Profi-Homejacker den Richtern.

Er fuhr die gestohlenen Wagen dann zunächst leise in eine Seitenstraße, um die Ortungssysteme der Polizei auszutricksen.

Auf die Spur kam die Ermittlungskommission dem Täter durch DNA-Spuren.

Der Kroate zeigte sich im vollen Umfang geständig, das Urteil ist rechtskräftig. Nach dem Absitzen seiner Strafe will der 42Jährige, der der Geburt seines ersten Kindes entgegen sieht, ein neues, strafffreies Leben beginnen, versicherte er vor Gericht.

Kommentare (1)

  • Helmut Brune

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    Jaaaa, wieder eine Erfolgsmeldung!. Ich mag das, glaube aber nicht daran, daß er wirklich danach straffrei bleiben wird.

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