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„Einbruchsradar“ führt zu deutlich mehr Hinweisen – Schwerpunkte in Unna: Königsborn und Süden

Der sogenannte „Wohnungs-Einbruchsradar“, der vor sechs Wochen in Hamm eingeführt wurde, hat sich laut Polizei bewährt. Sie veröffentlicht seit anderthalb Monaten regelmäßig freitags auf ihrem Blaulichtportal und ihrer Facebookseite eine Karte, auf der die aktuellen Einbruchsorte der zurückliegenden Woche markiert sind. Seither gab es laut einer ersten Radar-Bilanz mehr als 60 Hinweise von Bürgern auf verdächtige Beobachtungen.

Überlegungen für einen „Einbruchsradar“ gibt es wie berichtet auch bei der Kreispolizeibehörde Unna. Zusätzlich zu den bestehenden Präventionsangeboten (wie Beratungen für Einbruchssicherheit) und zusätzlich zum immer wieder getätigten Appell, wachsam zu sein und das eigene Grundstück ebenso wie das der Nachbarn aufmerksam im Blick zu behalten. Im Stadtgebiet Unna schlagen Einbrecher besonders gern in Königsborn und der südlichen Stadtmitte zu, akut ist auch das südliche Dorf Billmerich stark betroffen (bisher viermal seit dem 4. Advent). Kreisweit steht Schwerte ganz vorne, aufgrund der (leider) exzellenten Anbindung an die Autobahnen.

Solche Maßnahmen dienen ebenso wie der Einbruchsradar grundsätzlich dem Ziel, die Bevölkerung aufmerksamer zu machen. Denn die Zahl der Einbrüche ist 2015 gegenüber 2014 landesweit um 20-25 Prozent geklettert (Schätzung Polizeigewerkschaft NRW, Statistik folgt voraussichtlich im Februar). Am heutigen Mittwoch will sich NRW-Innenminister Ralf Jäger im Landtag zu Maßnahmen gegen Einbruchskriminalität äußern.

Kommentare (6)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Man muß einfach alle Mittel nutzen um die Einbruchszahlen zu verringern.

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    • Sven Arnt via Facebook

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      Also die Polizei macht was sie kann. Allerdings muss man nüchtern feststellen, dass dort auf sehr verlorenem Posten gekämpft wird. Die Arbeit ist enorm Zeit- und Personalintensiv wenn es darum geht die Strukturen zu ermitteln und gerichtsfeste Ergebnisse zu liefern. Grade in diesem Bereich spielt Technik eine große Rolle, aber auch personalintensive Observation. All das braucht Zeit. Zumal für erfolgreiche Haftstrafen derart viele Beweise geliefert werden müssen. Es ist nur mein persönlicher Eindruck, aber grade hier wird von Seiten der Justiz ein Maß gefordert, was ich aus professioneller Sicht bisweilen kaum noch nachvollziehen kann. Die Rechtsstaatlichkeit wäre oftmals auch mit weniger gewahrt. Wenn man dann noch feststellen muss, dass die Etats für die Behörden von Jahr zu Jahr kleiner werden (aktuell für das PP Dortmund wieder gekürzt), die Straftaten aber steigen, frage ich mich wie ernst es das Land meint, bei der Kriminalitätsbekämpfung. Allein die Dolmetscherkosten gehen in die Tausende. Dann Diskussionen über die Notwendigkeit der Vorratsdatenspeicherung, Einsatz technischer Mittel oder Telefonüberwachung. Da gibt es Teile der Politik, die massiv daran gearbeitet haben der Polizei diese Mittel zu beschränken oder gar zu entziehen. Ja man müsste mehr tun.

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  • Mike

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    Was nützt das alles ? Ein aktueller Fall in Dortmund, ein Einbrecher wird 7 mal von der Polizei auf frischer Tat erwischt !!!, jedesmal mussten sie ihn wieder laufen lassen, kein Haftgrund vorhanden, die deutsche Kuscheljustiz lädt die Leute doch förmlich ein Diebstähle zu begehen wenn es keine und nur ungenügende Konsequenzen gibt. Die Polizei ist frustriert weil verhaften und wieder laufenlassen müssen inzwischen zur Regel wird da die Richter nur noch kuscheln und überlastet sind, die Politik macht nichts und der Bürger muss es ausbaden !

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  • Sven Arnt via Facebook

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    Der Hinweis in der Nachbarschaft die Augen und Ohren offen zu halten ist sehr viel Wert! So kommen oftmals ganz wichtige Hinweise zusammen, die enorm bei der Bekämpfung der Einbruchsdelikte helfen. Augen auf!! Wie Herr Jäger aber erklären möchte mit immer weniger Personal, weiter gekürzten Etats in den Behörden, bei immer steigenden Kriminalitätszahlen (nicht nur im Bereich Einbruch, sondern wie aktuell zu sehen im Bereich der Taschendiebe, deren Taten ganz klar organisierte Strukturen zu Grunde liegen, sowie zig andere Felder), da überhaupt noch zu tragbaren Ergebnissen zu kommen, da bin ich aber gespannt. Wäre er wirklich ehrlich, dann würde seine Antwort einen Großteil der Bevölkerung erheblich verunsichern. Insofern erwarte ich ein laues: Wir haben alles im Griff. Ich sehe das anders…leider.

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  • Markus Antonius

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    Eigentlich gibt es so etwas wie einen Gesellschaftsvertrag: die Bürger zahlen Steuern, der Staat schützt sie im Gegenzug vor Feinden von Innen und Außen sowie vor Verelendung. Während aber die Bürger immer stärker in die Pflicht genommen werden, entzieht sich der Staat seiner Verantwortung. Wir sollen Zeit und Geld in den Schutz unseres Eigentums investieren. Wir sollen fürs Alter vorsorgen, wir sollen immer mehr Gesundheitskosten selber tragen.
    Es ist Zeit für einen Systemwechsel. Ungarn, Polen und Tschechien sind den Weg schon gegangen, Frankreich wird folgen. Und alles, was Deutschland uu bieten hat, sind NPD und AfD.

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