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Einbrecher erschossen – es war Notwehr: Verfahren gegen Jäger (63) eingestellt

Es war Notwehr. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen einen Jäger (63) aus Neuenrade, der im April einen 18jährigen Einbrecher erschoss, eingestellt.

Einem Bericht von Focus Online zufolge hatte die Familie des jungen Zuwanderers aus Albanien Beschwerde gegen den Beschluss eingelegt. Die Generalstaatsanwaltschaft Hamm bestätigte nun jedoch die Entscheidung.

Rückblick:

Ein tödlicher Schuss beendete in der Nacht zum 26. April einen Einbruch in einem abgelegenen Haus in Neuenrade: Der Hauseigentümer, ein Jäger, überraschte einen 18-jährigen Albaner auf frischer Tat, gab eine Kugel aus seiner Waffe ab (für die er einen entsprechenden Nachweis besitzt) und verletzte den Eindringlich tödlich.

http://rundblick-unna.de/jaeger-ueberrascht-einbrecher-18-und-schiesst-lebensgefahr/

 Der junge Albaner hatte mindestens einen Komplizen. Einer, ein 48Jähriger aus Plettenberg, wurde im Rahmen der Ermittlungen gefasst und im Herbst vom Amtsgericht Lüdenscheid zu einer Haftstrafe verurteilt: 1 Jahr und 2 Monate ohne Bewährung wegen Beihilfe zu einem versuchten Wohnungseinbruch mit Waffen.

Zu dem Plettenberger hatten DNA-Spuren an einem Messer geführt, das am Tatort neben der Leiche gefunden wurde. Außerdem wurde ein Handy am Tatort zurückgelassen. Erst jetzt beendet sind nunmehr die Ermittlungen gegen den 63jährigen Hausbesitzer.

Der Oberstaatsanwalt verwies in der Verhandlung gegen den Einbruchskomplizen auf die „inflationäre Zunahme von Wohnungseinbrüchen in abgelegenen Wohnlagen“.

UPDATE 29. 12. – die Staatsanwaltschaft räumt einen Kommunikationsfehler ein, die Ermittlungen gehen doch noch weiter: http://rundblick-unna.de/behoerdenpanne-ermittlungen-gegen-jaeger-nach-toedlichem-schuss-doch-noch-nicht-beendet/

 

Kommentare (7)

  • Luenne

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    Richtes Urteil hätte aber auch nach 1 Wochen schon gefällt werden können ! Auch die Haftstrafe für den Einbrecher hätte länger sein dürfen.

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  • Wierumer

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    eine schöne Nachricht. Allerdings ein herber Niederschlag für die Institutionen und Parteien die die Familie zu einer Beschwerde gegen das Urteil angestachelt und unterstützt haben. Letztlich zu Lasten des Steuerzahlers und eine unnütze Belegung von Ressourcen an unseren Gerichten.

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  • Silvia Rinke

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    Kommmentare auf Facebook dazu:


    Silke Krüger
    100% ig mal eine vernünftige rechtsstaatliche Entscheidung, ich hoffe es dient der Abschreckung das man mit seinem Leben spielt, mein man fremdes Eigentum nicht zu respektieren

    Pascal Glienke
    Also ich muss auch sagen. Es ist gerechtfertigt diese Entscheidung.
    Okay ist zwar schon scheiße das jemand erschossen wurde, aber wer irgendwo einbricht muss mit irgendetwas rechnen, auch wenn man in dem Moment nicht mit einem Jäger gerechnet hätte.

    Sascha Kohler Alles andere wäre ja wohl auch ein Hohn gewesen. Guter Staatsanwalt. Obwohl es mich nicht gewundert hätte, wenn sie den Jäger verknackt hätten und der Täter- wieder vor dem Opferschutz gestanden hätte.
    Wer die Geister ruft, darf sich nicht wundern wenn sie dann auch kommen.
    Waidmannsheil ✌

    Markus Werner
    Also wenn es um Leib und Leben meiner Familie geht bei so einem Einbruch würde auch ich kein Risiko eingehen. Das ist wohl Berufsrisiko.

    Ersan Sahin Absolut richtig die Entscheidung…Ich hätte genauso reagiert wenn bei mir jemand einbrechen würde…

    Enrico Karwinski
    Richtige Entscheidung

    Monique Menzebach
    Besser geht’s nicht ! 👌

    Ines Emminghaus
    👍👍👍

    Jörg Stindt Richtig so
    Das bezog sich auf das Urteil

    Lucky Fröhlich
    Top!

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  • Petermann

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    Was machen eigentlich die Bürger, die keine Schusswaffe in einem solchen Notwehrfall?
    Sich totschlagen lassen?

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    • petter uhlenbusch

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      Die können nur beten Petermann.

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  • Silvia Rinke

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    Weitere Facebookkommentare:

    Markus Werner Also wenn es um Leib und Leben meiner Familie geht bei so einem Einbruch würde auch ich kein Risiko eingehen. Das ist wohl Berufsrisiko.

    Timo Giesch In einem fremden Haus hat keiner was verloren. Ich hätte glaube ich genauso gehandelt um mich und Familie zu schützen. Frei spruch finde ich von daher gut.

    Peter von Reuschenberg Wunderbar, das sollte den Typen zu denken geben. Ein Urteil mit Sinn und Verstand.

    Claudia Graul Die Urteile müssten viel öfter so ausfallen damit Opfer nicht als Täter enden.

    Enrico Karwinski Richtige Entscheidung

    Monique Menzebach
    Besser geht’s nicht ! 👌

    Ines Emminghaus 👍👍👍

    Karlheinz Meier
    Hab es gehofft ! Super

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  • fürst

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    Waidmannsheil!
    Tolle Entscheidung!

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