Rundblick-Unna » Durch Wechselgeldtrick verwirrt: Unnaer Händler fiel auf dreiste Betrügerinnen herein

Durch Wechselgeldtrick verwirrt: Unnaer Händler fiel auf dreiste Betrügerinnen herein

„Ich bin extrem vorsichtig und kenne viele Tricks – aber es ist wie im falschen Film. Leider erwischt es immer die Kleinen, die wenig haben“, ärgert sich der  Inhaber eines kleinen Familienbetriebs in Unna. Dreisten Trickbetrügerinnen gelang in dieser Woche der klassische „Wechselgeldtrick“ in seinem Geschäft.

„Zwei Damen um die 25- 30 Jahre kamen in meinen Laden und schauten sich die Ware an“, schildert der Geschäftsmann das Vorgehen der kriminellen Besucherinnen. „Nach wenigen Minuten nahm sich einer der beiden einen Artikel im Wert von 6 Euro und ging zur Kasse. Dort schaute sie sich noch einen weiteren Artikel an und fragte, was das sei. Ich erklärte es ihr.“

Währenddessen „fing ein krasser Vorgang an“, schildert der Unnaer. „Ich gab 6 Euro ein, und sie zog einen 50-Euro-Schein. Genau in diesem Moment rannte die andere Frau rechts von mir und schaute sich das Kleinzeugs an. Ich mußte natürlich auch dahin blicken und war abgelenkt.“

Als er das Wechselgeld rausgeben wollte, bot ihm die Dame an der Kasse freundlich an: „Ich habe auch noch 1 Euro klein, wenn Sie möchten.“  Der Ladenbesitzer bejahte. „Ich sagte, nehme ich, und wollte Ihr 45 Euro geben.“ Das absichtlich erzeugte Wirrwarrr steigerte sich, als die vermeintliche Kundin plötzlich bat: „Können Sie mir das Geld evtl. in Zehnern rausgeben, weil ich noch ins Parkhaus möchten?“ Der Ladeninhaber  folgte auch dieser Bitte, suchte kundenorientiert vier einzelne Zehner aus der Kasse: „Ich bin ja freundlich.“

Nach all diesem Wechsel-Hin-und-Her war der aber dann schließlich so wuschig im Kopf, dass er tatsächlich nicht mehr wusste, ob er die 50 Euro nun von der Kundin kassiert hatte oder nicht. „Das einzelne Euro-Stück ja – das hatte ich noch in der Hand.“

Die „Kundin“ steckte derweil schon munter ihr Wechselgeld weg. Der Geschäftsmann spähte in ihre Geldbörse: „Ich konnte keinen 50er darin sehen.“ Die „Kundin“ lenkte ihn weiter ab, fragte angelegentlich, ob er ihr die Ware einpacken könne. „Ich suchte Papier zum Einwickeln raus. Die Frauen hatten es auch nicht eilig zu gehen. Ich wusste immer noch nicht, ob ich den blöden 50-Euro-Schein nun eingesteckt hatte oder nicht.“ Denn da der Inhaber die Kasse kurz vorher von seiner Frau übernommen hatte, kannte er die genaue Anzahl der 50er-Scheine darin nicht.“

Ganz gemächlich verließen die beiden Kundinnen das Geschäft. Und beim „Kassenschnitt“, den der Ladenbetreiber direkt anschließend „zog“, fehlten tatsächlich fast 50 Euro.

„Jeder Wortwechsel, jede Geste macht im Nachhinein Sinn“, ärgert er sich über seine Gutgläubigkeit. „Es ist aber auch eine blöde Situation, einem Kunden auf den Kopf zusagen zu sollen, dass er nicht bezahlt habe. Dann steht Aussage gegen Aussage, und das kann jede Menge Ärger geben.“ Mit nachhaltigen Folgen für ein kleines, inhbergeführtes Geschäft.

„Vor vier Jahren haben die uns glatt die ganze Tageseinnahme geklaut – ca. 400 Euro“, erinnert sich der Geschäftsmann daran, dass dieser Betrug nicht der erste war, der gelang: „Meine Frau abgelenkt und in einen toten Winkel gelockt. Es war noch ein Dritter im Laden, der sich reingeschlichen hatte – der hat unbeobachtet die Kasse leergeräumt.“ Seine Frau habe das dreiste Trio sogar noch nach draußen vor das Geschäft verfolgt und zur Rede gestellt – „doch die wussten ganz genau, dass sie in Ruhe weggehen können, da meine Frau den Laden offen hatte und allein war. Alle drei waren Rumänen.“

Im jüngsten Trickbetrügerfall waren die tatverdächtigen Damen recht klein (ca. 1,60 bis 1,65 Meter), gedrungen/korpulent, hatten scharze lange Haare, zum Zopf gebunden.

 

Kommentare (12)

  • Johanna Müller Lassowski via Facebook

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    Denise Czaja Tanni Krause

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  • Denise Czaja via Facebook

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    Diese Woche haben es wieder zwei versucht – die, die zahlte wollte auch 10er zurück haben. 😉 Die haben scheinbar gemerkt das es bei mir nicht klappt und wollten dann den Artikel nicht mehr. :-) Storniert und fertig!

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  • Re Gina via Facebook

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    Ich war jahrelang Kassiererin und kenne dieses „Ablenken“. Ich kann immer wieder beobachten, dass vieles Kassierer/innen das erhaltene Geld in der Hand behalten oder sofort in die Kasse legen. Uns Kassiererinnen wurde damals eingeschärft, das erhaltene Geld immer in einem Halteclip über die Kassenschublade zu stecken, damit wir sehen, was wir für Geld erhalten haben…denn mal kurz unachtsam sein, abgelenkt zu werden oder sich einfach nur zu verzählen, geht schnell; besonders wenn die Kunden Schlange stehen an den Kassen oder voll ist im Laden.

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  • Tanni Krause via Facebook

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    Och nö,nicht schon wieder :( Wenn’s dann wieder nicht bei uns klappt,muss ich mich wieder bedrohen und beschimpfen lassen oder was. ?

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  • Tanni Krause via Facebook

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    Der Typ vom letzten mal war so sauer,weil ich das wirrwarr nicht mitgemacht habe und blieb an der Tür stehen….ich hab gedacht,gleich kommt der über die Theke….hat der gebrüllt. Bis ich zum Telefon griff 😀

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  • Tanni Krause via Facebook

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    Was denn auch sonst ? 😉

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  • Fürst

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    So, wie oben beschrieben, sehen Zigeunerinnen aus, von denen deartiges Vorgehen auch bekannt ist.

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  • Stefan Werner

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    Wenn doch speziell eine Volksgruppe durch genau diese Straftaten so häufig auffällt, warum nimmt sich dann deren Zentralrat mal nicht diese kriminellen Vertreter zu Brust? Letzten Endes fällt das doch auf die vermutlich grosse Mehrheit der nicht kriminellen Sinti und Roma zurück?!

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