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Düstere Wolken über Bergkamen: 200 Steilmann-Mitarbeiter vor der Kündigung

Düsteren Wochen sieht die Bergkamener Steilmann-Belegschaft entgegen. Im August sollen an der Industriestraße in Rünthe die Lichter ausgehen – die Klaus Steilmann GmbH & Co. Kommanditgesellschaft wird eingestellt. Und die ca. 200 Beschäftigten sollen nach Ankündigung des Insolvenzverwalters möglicherweise noch in dieser Woche ihre Kündigungen erhalten. Das vermeldet heute (Dienstag) das Portal kamen.web.

Wie berichtet, war der Steilmann-Konzern im März insolvent gegangen – kein halbes Jahr nach dem Börsengang. Nach dem ersten Schock herrschte Optimismus, für die weit verzweigten und kompliziert verflochtenen Konzernteile auch kurzfristig  Käufer zu finden.

Für die Tochterfirma in Bergkamen hat sich die Hoffnung zerschlagen, ebenso wie für andere Konzerntöchter wie Apanage oder Kirsten Mode Design in Gelsenkirchen. Von dieser ersten Kündigungswelle jetzt kurz vor den Sommerferien sollen knapp 700 Mitarbeiter betroffen sein. Andere Verkaufsverhandlungen laufen noch.

Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer sagte kurz nach der überraschenden Insolvenz in einem Interview, er befürchte einen riesigen Imageschaden für seine Stadt und fürchte natürlich um die vielen Arbeitsplätze. Steilmann war mit seinem Umzug vom westliche Ruhrgebiet in die Nordbergstadt seinerzeit die Vorzeigefirma Bergkamens gewesen.

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