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Dortmunds Grüne fordern: Reißleine ziehen – Airport abwickeln

Die Passagierzahlen ungebremst im Sinkflug, das Defizit dafür auf (zu) hohem Stand verharrend – jetzt sehen Dortmunds Grüne für das „Millionengrab“ Airport endgültig keine Zukunft mehr. Die Ratsfraktion fordert in einer Stellungnahme den Rückbau des Flughafens.

Die immer wieder zugeschossenen Gelder (2015 lag der Subventionsbedarf bei 16,5 Mio. Euro) sollten besser für Abwicklung und „kreative Neunutzung“ genutzt werden. Gegen einen Ausbau der Landebahnen hatten sich die Grünen sowieso schon gestemmt, doch jetzt sehen sie endgültig die Zeit gekommen, „die Reißlinie zu ziehen“.

Der hochdefizitäre Airport musste in diesem Sommer einen erneuten Nackenschlag hinnehmen. Die Passagierzahlen in die Türkei brachen drastisch ein, da sehr viele Urlauber aus Furcht vor Anschlägen in diesem Sommer auf andere Ferienziele auswichen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl derer, die ab Dortmund in die türkischen Badeorte entschweben – etwa nach Antalya –  glatt halbiert.

Während große Flughäfen wie Düsseldorf die Türkeiverluste mit alternativen Mittelmeerzielen ausgleichen können, hat der Dortmunder Airport diese Möglichkeit nicht. Im Sommer mahnte noch die Dortmunder CDU, der Flughafen müsse dringend von seinen Millionendefiziten herunterkommen. Der Airport benötigte auch 2015 wieder Subventionen in Höhe von rund 16,5 Mio. Euro. Die Geschäftsführung hatte allerdings mit über 19 Mio. Miesen kalkuliert und wertete die Unterschreitung dieser Summe als Erfolg.

Mit seinen Problemen steht der Dortmunder Airport nicht allein. 14 Prozent weniger Passagiere verzeichnet der Flughafen Paderborn-Lippstadt im ersten Halbjahr, verglichen mit 2015. Klassische Ferienziele wie Ägypten, Tunesien oder eben die Türkei würden gemieden, bestätigte  Flughafen-Chef Cezanne im WDR. Man müsse Alternativen suchen: Z. B. gibt es seit dem vergangenen Wochenende von Paderborn aus eine Direktverbindung nach Venedig, wo die Fluggäste dann auf ein Kreuzfahrtschiff umsteigen können.

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Heike Freistuehler Und alle, die gegen den Dortmunder Flughafen sind, fliegen gern von anderen Flughäfen ab, da auch sie gern in den Urlaub fliegen!

Rundblick Unna „Alle“? Hast du eine entsprechende Erhebung gemacht, Heike Freistühler? 😉 Die würde uns sehr interessieren. Andernfalls bitte versuchen zu differenzieren.

Heike Freistuehler Rundblick Unna Alle Unneraner? Haben Sie – per Du sind wir ja nicht – eine entsprechende Erhebung gemacht? Andernfalls bitte versuchen zu differenzieren!

Rundblick Unna Wo haben denn wir hier von alle Unnaer geschrieben?

Rundblick Unna Die einen sind dafür, die anderen dagegen, aber die Stadt Unna und mit ihr der Stadtrat spricht sich gegen Expansionen aus. Das nennt man parlamentarische Demokratie.

Helmut Brune Kein Mensch kann in die Zukunft schauen und garantieren, daß der Flughafen jemals schwarze Zahlen schreiben wird. Fakten wie: Umweltverschmutzung durch Kerosin, Fluglärm, fehlende Reiseziele, sprechen auch nicht dafür, daß die Zukunft rosiger aussehen wird.
Heike Freistuehler Kein Wunder, wenn ein paar wenige Gegner alles blockieren, was den Flughafen aus den roten Zahlen holen würde!

Rundblick Unna 😉 Zu den „paar wenigen Gegnern“ zählt unter anderem auch die 58.000-Einwohner-Kreisstadt Unna, Heike Freistühler.

Sascha Uarmak Aber bei weitem nicht alle sind gegen den Airport. Bitte bei den Tatsachen bleiben.

Heike Freistuehler Rundblick Unna Ziemlich wenig, da erstens nicht alle Einwohner von Unna gegen den Flughafen sind und die meisten Dortmunder den Flughafen haben möchten, nicht nur, weil er Arbeitsplätze sichert! Und Dortmund hat ca. 586 000 Einwohner!

Helmut Brune Wir können hier jetzt Streitgespräche führen aber das ändert auch nichts an den Tatsachen. Wäre der Flughafen ein „normaler“ Industriebetrieb, wäre schon längst Konkurs angemeldet worden.

Rundblick Unna Sascha Uarmak – wer hat das behauptet? Ich schrieb lediglich, dass sich die Stadt als Stadt gegen die Expansionspläne stemmt und dafür den kompletten Rat hinter sich hat. Parlamentarische Demokratie.
Sascha Uarmak Geschrieben habt ihr es aber so das man meint 58.000 Unneraner wären dagegen…..
Rundblick Unna ? Wo bitte? Nein, „Unna“ heißt „die Stadt Unna“. i

Claudia Wittek Bin dafür 👍 die Millionendefizide sind nicht normal. Und wer zahlt dafür? Natürlich die Steuerzahler 👎

Rundblick Unna Namentlich übernehmen die Dortmunder Stadwerke – DEW21 – die Millionensubventionen.

Claudia Wittek Rundblick Unna bin gespannt wie lange es noch so geht und was kommt danach? 😉

Sascha Uarmak Die Dortmunder Stadtwerke DSW21. Die DEW21 führt wie alle Töchter der DSW21 Gewinne und Verluste an die Muttergesellschaft ab. Der Steuerzahler ist in Dortmund, im Gegensatz zu anderen Airports nicht betroffen.
Rundblick Unna Claudia Wittek – ich wage da derzeit keine Prognose. Die Politik zuckt jedenfalls immer heftiger.

Heike Freistuehler Dann schaffen wir alle Autobahnen und am Besten alles ab, damit der Steuerzahler nichts mehr zahlen muss, Claudia Wittek? Dafür gibt es Steuern! Sie sind für die Allgemeinheit! Wenn alles geschlossen werden soll, was Defizite macht, dann gute Nacht!
Rundblick Unna Vielleicht jetzt nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, Heike Freistuehler. Es gibt ja durchaus profitable Flughäfen auch in NRW, siehe die Vergleichsauflistung in unserem Bericht.

Sascha Uarmak Und wenn nächstes Jahr die Passagierzahlen steigen würden weinen die Grünen wieder das zuviel geflogen wird. Ich liebe diese Scheinheiligkeit. Immer wie das Fähnchen im Wind. Die sind und bleiben unwählbar 😖

 


Kommentare (1)

  • Helmut Brune

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    Kein Mensch kann in die Zukunft schauen und garantieren, daß der Flughafen jemals schwarze Zahlen schreiben wird. Fakten wie: Umweltverschmutzung durch Kerosin, Fluglärm, fehlende Reiseziele, sprechen auch nicht dafür, daß die Zukunft rosiger aussehen wird.

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