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Dortmund übt zivilen Ungehorsam: Erst wieder Flüchtlings-Drehkreuz, wenn Abläufe professionalisiert sind

Im November sollte Dortmund eigentlich wieder „Drehkreuz“ für Flüchtlingszüge aus Süddeutschland werden. Jetzt stellt sich der Oberbürgermeister auf die Hinterbeine und fordert zunächst ein langfristiges Konzept ein. Vorher werde Dortmund nicht wieder zur Drehscheibe für täglich Tausende Flüchtlinge, macht OB Ullrich Sierau heute im WDR deutlich.

Der SPD-Verwaltungschef verlangt klare, verbindliche Vereinbarungen zwischen dem Land und den beteiligten Städten. Wie viele Züge kommen wo wann an, welche Stadt ist für wie viele Flüchtlinge in der Verteilung dann zuständig?

Im September hatte sich Dortmund spontan bereit erklärt, Flüchtlingszüge aus dem Süden in Empfang zu nehmen. Das brachte die Helfer an ihre Grenzen und darüber hinaus, worauf  Düsseldorf und Köln hinzukamen.

Der Dortmunder OB verlangt jetzt, dass die „Abläufe professionalisiert“ und die Flüchtlingszüge gerecht verteilt werden. Auch Bürgermeister im Kreis Unna (so der Fröndenberger Verwaltungschef Friedrich-Wilhelm Rebbe) hatten schon eine Ungleichbehandlung zu Lasten Westfalens und zu Gunsten des Rheinlandes kritisiert.

Kommentare (2)

  • Wutbürger Fürst

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    Sierau taugt nichts, aber das macht er gut. Und er hat recht, könnte das Untertauchen erschweren: WAZ: „Tausende Flüchtlinge tauchen noch vor der Registrierung unter“

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  • Petter Uhlenbusch

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    Schon merkwürdig das besorgte Bürger einen zivilen Ungehorsam empfohlen haben wo noch Möglichkeiten zur Umkehr bestanden. Nun ist aller Tage Abend und die Jasager a la Sierau kommen aus der Deckung.

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