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Dortmund ab Montag nicht mehr „Drehkreuz“ für Flüchtlinge

Atempause für Dortmund und die umliegenden Ruhrgebietsstädte. Von Montag an (21. September) tritt Unnas große Nachbarstadt ihre Funktion als „Drehkreuz“ für Flüchtlinge zunächst an die Rheinmetropole Köln ab. Schon heute Nacht werden die ersten Flüchtlings-Sonderzüge im Rheinland erwartet.

In den letzten Wochen kamen sie zentral am Dortmunder Hauptbahnhof an. Von dort aus wurden die Asylbewerber, oft 1000 pro Zug, weiter verteilt, unter anderem in den benachbarten Kreis Unna.

Die Städte und Landkreise des Reviers sahen sich mit den nicht endenden Zuströmen zuletzt so überfordert, dass sie sich in der Ökologiestation des Kreises Unna in Bergkamen  zum Krisengipfel trafen. Die Oberbürgermeister und Landräte, darunter Michael Makiolla für den Kreis Unna, formulierten bei diesem Treffen Protestnoten an Bund und Land, in denen sie eindringlich Unterstützung fordern: personell, finanziell und logistisch. Asylbewerber, die ohnehin keine Bleibeperpektiven in Deutschland haben (z. B. aus dem Kosovo), sollen laut dem Forderungskatalog dieser „Bergkamener Erklärung“ erst gar nicht an die Kommunen weitergeleitet werden.

Flüchtlinge Land muss helfen

Landrat Michael Makiolla (vorn li.) formulierte vorige Woche beim Treffen mit seinen Landräte- und OB-Kollegen in der Ökologiestation Bergkamen klare Forderungen an Land und Bund. Zumindest eine Atempause können die Kommunen ab morgen erwarten, wenn die Sonderzüge mit tausenden Flüchtlingen nicht mehr zentral in Dortmund, sondern in Köln ankommen.

Kommentare (3)

  • Suse Hartmann via Facebook

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    Angesichts der Bilder, die heute ( endlich mal ) im TV gezeigt wurden, kein wirklicher Trost….

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  • Monika Schwede-Betz via Facebook

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    Aber lasst uns im Sinne aller Angekommenen erst mal durchatmen und sortieren…ein jeder, der gekommen ist, benötigt ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit…nicht nur iwie durchschleusen. Manche sind bei uns im Krankenhaus angekommen. Das benötigt ein Minimum an Backround.

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