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Dieb klaut Rad der Polizistengattin – und hat dazu noch Hasch in der Tasche

Keinen Glücksgriff tat dieser Dieb, als er sich Donnerstagnacht in einem Dortmunder Stadtteil ein Fahrrad klaute. Vor einem Haus war es angekettet, der Dieb sägte es los und nahm´s mit. Erster dummer Fehler: Das Haus war ein Polizistenhaus und das Fahrrad Eigentum der Polizistengattin. Soweit schon eher suboptimal gelaufen.

Der Ehemann, Bundespolizist, schritt dann abends zur Nachtschicht – und was musste er da mit großen Augen vor dem Hauptbahnhof entdecken? Das Fahrrad seiner Frau, ordentlich an einen Fahrradständer angekettet. Na!!!

Reize niemals einen Beamten zu Höchstleistungen.

So legte sich eine Streife mit guter Sicht auf den Fahrradständer auf die Lauer. Lange musste sie nicht warten. Ein Mann ging zum Fahrrad hin, entriegelte das Schloss – und wurde festgenommen, schneller als er bis Drei zählen konnte. Der 43-jährige Dortmunder, übrigens ein guter Bekannter der Polizei,  wollte zur Herkunft des Drahtesels keine Angaben machen. Das klingt verständlich.

Auf der Wache entdeckten die Bundespolizisten dann noch Hasch in seiner Tasche – samt Pfeife. Zwar eine geringe Menge, aber genug, um dem kriminellen Pechvogel gleich zwei Anzeigen einzubrocken. Eine wegen Diebstahls, die andere wegen unerlaubten Drogenbesitzes.

Kommentare (4)

  • Mike

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    Und die Moral von der Geschicht, der gute Bekannte von der Polizei durfte gleich wieder nach Hause gehen…

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  • Helmut Brune via Facebook

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    An manchen Tagen kann es eben Dumm laufen.

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  • Markus Antonius

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    Nun hat das arbeitende Volk keine Chance, an polizeiliche Unterstützung zur Aufklärung eines Fahrraddiebstahls zu kommen. Selbst bei schweren Wohnungseinbrüchen macht die Polizei hierzulande bestenfalls noch Kondulenzbesuche, richtig ermittelt wird da nicht mehr. Wie auch, bei den Fallzahlen.
    Und der Chef der Unnaer Trachtengruppe, unser verehrter Herr Landrat, hätte sicherlich auch einen guten Tipp für den Kollegen von der Bundespolizei parat: Kauf ein Schloß mit eingearbeitetem Kevlar oder Nylon, dann beisst sich jede Säge ihre Zähne aus. Und um den Bürgern ihr Elend besser vor Augem führen zu können, würde die beiden letzten Beamten vom Streifendienst abziehen – zur Bearbeitung des Fahrraddienstahlalarms. So versteht der Aufklärung: nicht der, sondern über die Verbrechen.

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