Rundblick-Unna » „Die Arroganz der Macht“. Ein Leserbeitrag zur Kündigung von SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Risadelli

„Die Arroganz der Macht“. Ein Leserbeitrag zur Kündigung von SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Risadelli

Volker König – Die Arroganz der Macht“. Unter dieser Überschrift erreichte uns am Mittwoch eine weitere Leserzuschrift zur Kündigung der SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Bärbel Risadelli durch Fraktionschef  König.

Die Verfasserin, Bärbel Mucha, formuliert ihre Gedanken wie folgt:


„Seit dem Bekanntwerden der fristlosen Kündigung der SPD Geschäftsführerin Risadelli ist beinahe täglich in der Presse darüber zu lesen. Zahlreiche Leserbriefe und Kommentare zeigen, dass das Interesse bei den Bürgern groß ist. Diese Bürger haben in Unna mit großer Mehrheit die SPD gewählt. Im Vertrauen dass die gewählten Ratsvertreter ihre Arbeit in und für Unna sozial, gerecht und demokratisch ausführen. Davon ist in der Angelegenheit Risadelli weit  und breit nichts zu spüren.

Im Gegenteil, der Vorsitzende der SPD-Fraktion und -Partei König setzt sich über alle demokratischen Regeln  hinweg und schlägt mit der Axt um sich. Er fügt  der SPD-Fraktion und der Partei in hohem Maß Schaden zu. So nehmen es die Bürger in Unna wahr.

Was passiert da gerade mit der SPD Fraktion und Partei? Wie kann ein Enzelner so viel Schaden anrichten und eine Gegenwehr der Genossen ist nur im Ansatz zu spüren! Und zwar von denen, die ihren Wählerauftrag als Volksvertreter ernst nehmen.

Aber wer ist dieser Vorsitzende König? Und was hat ihn bewogen – so unsozial- eine langjährige Genossin ohne Vorankündigung von heute auf morgen in die Arbeitslosigkeit zu schicken? Wie kann ein Vorstand  binnen 10 Minuten, ohne mit der Geschäftsführerin gesprochen zu haben, einer fristlosen Kündigung zustimmen. In der Arbeitswelt die Höchststrafe bei einer Entlassung.

Bemerkenswert auch, dass der König behauptet, dass es eine Abstimmung mit einer breiten Mehrheit zur fristlosen Kündigung gegeben habe, und wie man hört, das nachweislich nicht stimmt. Ein Polizeibeamter, der öffentliche den Tatsachen widerspricht!

Was ist vorgefallen um dies zu rechtfertigen? Eine Mail?, die wie von dem Ortsvorsteher Unna-Massen Dr. Peter Kracht klargestellt, wichtige Information zum Thema der Erstaufnahmeeinrichtung in Massen enthielt. Das, ein fristloser Kündigungsgrund? Oder geht es ausschließlich um Eigeninteressen des Königs.

Die Frage muss auch gestellt werden, wie  kam er an diese Mail. Rein zufällig – eine Version, die schwer zu glauben ist!  Wie kann ein Sozialdemokrat, der als Polizeibeamter beruflich abgesichert ist und für seine Altersvorsorge ausgesorgt hat, sich so asozial benehmen? Zudem ist er Mandatsträger in zahlreichen Gremien und kann sich über weitere Saläre freuen. Womöglich ist dieser verkannte Sozialdemokrat ein Kapitalist…, denn so empathielos  kann sich kein wirklicher Sozialdemokrad verhalten. (…)

Wie sagt man so schön: „Alle Schäfchen im trockenen“. Mehrere Häuser und ein Segelboot versüßen das Leben, so hört man es in Kreisen des Unmutes. Umso härter trifft es nun Frau Risadelli, die mit fast 60 Jahren sicherlich keine guten Chancen mehr auf dem Arbeitsmarkt haben wird. Wäre ein gemeinsames zukünftiges Arbeiten tatsächlich nicht mehr möglich gewesen, so hätte es andere Möglichkeiten gegeben, sich verträglich zu trennen. Dies scheint vom König nicht gewollt gewesen zu sein, denn eine einzige Mail, die dann auch noch „ganz zufällig“ in der Abwesenheit von der Geschäftsführerin im Mailverkehr ihres Rechners von(m) König gefunden wurde, lässt doch vermuten, dass nach einem Grund gesucht wurde!

Die Arroganz der Macht lebt der Vorsitzende aus. Das kann und darf nicht der Wille der Fraktion, der Partei und aller anderen Genossen sein.
Wer sind die weiteren Vorstandsmitglieder, die diesem Treiben kein Einhalt gewähren und zustimmen?

In diesem Sinne Herr König, frohe Weihnachten…
Fortsetzung folgt –die weiteren Vorstandsmitglieder-!“

besinnliche-wochen-spd

 

Links zu unseren weiteren Berichten:

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http://rundblick-unna.de/erdbeben-in-spd-unna-fraktionsgeschaeftsfuehrerin-baerbel-risadelli-fristlos-hinausgeworfen/

Kommentare (33)

  • Mike

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    So ist es !!! Traurig, die Quittung kommt bei der nächsten Wahl !
    Schade, dass die Breite Maße der SPDler keinen Mumm hat aufzustehen !
    Wie Hr. König ist Polizeibeamter ? Gut zu wissen, selbst der Polizei kann man inzwischen nicht mehr trauen. Somit leider sogar das Ansehen der Polizei !
    Da hatte er ja Mittel und Wege an die Inhalte der Computer zu kommen. Wäre mal interessant für die Piraten rauszufinden ob er legal oder über Amtshilfe seiner Kollegen an die Inhalte der Emails kam.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    … in diesem Sinne.

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  • Tobi

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    man muss aber auch nicht von einer person auf alle schliessen, mike ! Es war noch nie gesund für einen menschen, wenn diese zuviel macht bekommen oder zu viele posten erhalten. Nur weil einer fehler macht, sind nicht alle so. Ich brauche keine polizei, wenn ich am pc meiner sekretärin etwas lesen möchte….das ist keine kunst….

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Ich bin immer mehr Erstaunt und vor allem Bestürzt über Alles, was der Herr König sich da herausnimmt. Während der Abwesenheit der Fraktionsgeschäftsführerin klammheimlich und ungesetzlich in ihrem Computer herum zu schnüffeln (oder schnüffeln zu lassen). Aus meiner Sicht ist das weder Sozial, noch Demokratisch. Der Fraktionschef einer politischen Partei, die diese zwei Begriffe in ihrem Namen trägt, kann sie mit Füßen treten und denkt, daß das sein gutes Recht ist. Unglaublich, daß die SPD zulässt, daß ihr guter Name auf diese Art beschädigt wird. Hier ist ganz deutlich die Rede vom falschen Mann am falschen Platz. Dem Polizisten würde ich empfehlen: Schuster, bleibe bei deinen Leisten.

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    • Heike Palm via Facebook

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      Es handelt sich bei dem Computer wohl um den Fraktionscomputer, zu dem neben dem Fraktionsgeschäftsführer natürlich auch der Fraktionsvorstand offiziell Zugang hat und damit arbeitet. Von klammheimlich und ungesetzlich kann also keine Rede sein, Herr Brune.

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Danke für den Hinweis, Heike Palm.

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    • Martina Tsatsoulis via Facebook

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      Und an diesem PC hat nicht jeder sein eigenes Passwort bzw. einen eigenen Account? Für mich schwer vorstellbar aber das kann ja trotzdem sein… Wenn es so ist, schreit ,der Datenschutz‘ ,Hurra’!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Heike Palm, Helmut Brune, Martina Tsatsoulis: Der Rechner im Fraktionsbüro war/ist passwortgeschützt. Frei zugänglich entspricht nicht den Tatsachen.

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    • Heike Palm via Facebook

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      Von frei zugänglich hat ja niemand etwas gesagt. In meiner Abteilung sind die Rechner mit Abteilungspasswort geschützt und mit eigenem Benutzeraccount nebst persönlichem Passwort. Wir haben aber nach dem einloggen alle Zugang zu allen Inhalten, auch zum emailaccount, was ja auch arbeitstechnisch Sinn macht.

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Wie dem auch sei, aus meiner Sicht ist da eine Riesensauerei passiert.

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    • Heike Palm via Facebook

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      Warten wir das Ergebnis des Verfahrens vor dem Arbeitsgericht ab, Herr Brune . Dann können wir uns aufgrund einer Faktenlage aufregen ? Ich wünsche Ihnen ein schönes, friedliches Weihnachtsfest ?

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    • Martina Tsatsoulis via Facebook

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      Bei uns ist es so das wir einen eigenen Account haben aber auch einen gemeinsamen…

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Danke, Gleichfalls.

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Martina Tsatsoulis Das ist auch Normal. Ob es in einer Firma oder eben, wie hier in einer politischen Partei ist, Computer sind miteinander vernetzt, jedoch sind die Terminals aus Sicherheitsgründen Password- Geschützt. Das alles ändert nichts an meiner Meinung, daß hier mutwillig eine große Sauerei stattgefunden hat.

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  • F.

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    Ich frag mich wirklich was ihr alle für ein Problem habt. Keine Ahnung haben was da wirklich passiert ist ( oder ward ihr dabei?) aber schon die (…) aufreissen. Wenn die Kündigung ungerechtfertigt war, dann soll sie eine Kündigugsschutzklage anstrengen und dann sieht man weiter. Das Herr König sich dazu nicht äußert ist allerdings nicht verwunderlich. Das darf er nämlich nicht. Die einzige die sich über die Kündigungsgründe äußern darf ist die gekündigte. Aber mit Halbwissen hier um sich werfen, ist nicht nur unfair sondern auch rufschädigend. Wie langweilig muss das eigene Leben sein wenn man sich an sowas aufgeilen muss…. und das sage ich als Nicht-spd Wähler!Sorry, aber so eine Hetzjagd geht garnicht.

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    • Friedrich K.

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      Wolfgang Fr….., bei manchen Beiträgen erkennt man den echten Verfasser an der Zahl der Rechtschreibfehler!!

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      • Fabian Palm via Facebook

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        Manchmal eben auch nicht. Die Rechtschreibfehler dürfen sie natürlich trotzdem gerne behalten. Betrachten Sie diese als Weihnachtsgeschenk meinerseits. Denn sonst hätten Sie diesen Abend ja nichts zu tun gehabt außer nach selbigen zu suchen :)
        Gern geschehen.

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  • Herbert K.

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    Oh, mal wieder die Mindermeinung von Wolfgang F., die man auch ohne Namensnennung erkennt!

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    • Silvia Rinke

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      Lieber Herbert K., nein, der Kommentator F. ist in diesem Fall nicht mit Wolfgang F. identisch, der schon häufiger hier kommentiert hat.

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    • Fabian Palm via Facebook

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      Schön das ich jetzt Wolfgang heiße :)

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  • Weltenbummler

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    Liebe(r) F., wer diese ganze Angelegenheit in den letzten Wochen/Tagen verfolgt hat, weiß das diese Angelegenheit bereits anhänglich vor Gericht ist. Das scheinen Sie aber wohl verschlafen zu haben. Zu den Beiträgen und Kommentaren kann ich nur sagen, klar wir alle bei der Sitzung nicht dabei. Jedoch finde ich alle Beiträge und die meisten Kommentare sehr ausgewogen und noch liebe(r) F. gibt es hier noch die Meinungsfreiheit. Nicht mehr und nicht weniger spiegeln diese Beiträge wieder. Es sind ja schließlich keine vom Anwalt vorher durch gecheckten Pressemitteilungen der SPD Fraktion in Unna.

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    • Fabian Palm via Facebook

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      Natürlich hat jeder seine Meinungsfreiheit. Aber es gibt eben einen Unterschied zwischen Meinung und Hetze. Und was sagt es aus das der Fall vor Gericht ist? Nichts. Bei fast jeder Kündigung gibt es hinterher eine Kündigungsklage. Das ist mittlerweile normal in Deutschland. Also: Prozess abwarten, Gerichtsurteil lesen und dann seinen Kommentar zum besten geben und keine Vermutungen.

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      • Weltenbummler

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        Also bitte eine Hetze kann ich hier nicht erkennen .. Wo bitte ist hier die Hetze ????

        Ok lassen dabei mal da die sinnfreien Kommentare aussen vor, die auch dabei waren.

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  • Markus Krabe via Facebook

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    Wer hat uns verraten die Sozialdemokraten bald hoffentlich bald wird der König durch einen neuen König ersetzt !!!

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  • Martina Tsatsoulis via Facebook

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    Hach, mal ein offener freier Artikel… Ich meine auch: Verhandlung hin oder her, jeder Tag der bis dahin so ,dahin gleitet‘ kostet Wählerstimmem…

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  • Magdalena

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    Ich glaube, es geht schon gar nicht mehr um die Kündigung , sondern um die Tatsache, wie hiermit umgegangen und völlig unsozial gehandelt wurde. Auch wird sich der Fraktionsvorsitzende nicht in der Öffentlichkeit äußern, weil er hiermit keinen Blumentopf holen kann. Es zeigt sich für mich, dass dieses auf keinen Fall mit den politischen Werten zu tun haben kann. Vielleicht sollte Herr König mal in sich gehen und sich fragen, wie er verfahren wäre, wenn man ihn so mir nicht dir nichts, vor die Türe setzt. Wahrscheinlich sieht er sich alleinig im Recht. Jeder von uns weiß, was eine fristlose Kündigung bedeutet und wenn diese berechtigt gewesen wäre, wären wahrscheinlich alle Akteure im Stillen auseinander gegangen. Das was hier passiert zeigt nur die Ungerechtigkeit, was sich jemand unter dem Deckmantel sozialistische Arbeiterpartei erlaubt und deswegen soll sich die SPD nicht mehr wundern, dass sie bereits schon verloren hat. Hier kann ich kein Vertrauen mehr haben und wünsche der ehemaligen Geschäftsführerin und ihrer Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest. Warum jemand versandte Emails durchkämmt und liest, zeigt schon seinen wahren Charakter und das als Beamter. Was sagen eigentlich seine Genossen hierzu, wie er mit einer Genossin umgeht? Schämt euch, unter Sozialpolitik verstehe ich was anderes.

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  • Oliver Mendyk via Facebook

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    Wer hat den Leserbrief geschrieben?

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  • Stefanus Maxus via Facebook

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    Die Familie Palm bringt sich ja schwer in Stellung hier, macht mir fast den Eindruck , die wollen Pöstchen beim König abgreifen, wo es doch mit der „Piraterie“ nicht so geklappt hat?!

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