Rundblick-Unna » Deutlicher Handlungsbedarf am Stadtsee in Werne

Deutlicher Handlungsbedarf am Stadtsee in Werne

Im Winter ist gut Garten planen. So denkt es sich auch die SPD in Werne. Laut Pressemeldung sollte aus Sicht der SPD der gesamte Bereich des Parks und der Saline mittelfristig gestalterisch überplant werden. „Seen sind Anziehungspunkte, laden zum Spazieren gehen und Verweilen ein. Wer sich Touristen als attraktive Stadt präsentieren und einen Treffpunkt für die Bevölkerung schaffen möchte, der muss ein gepflegtes Erscheinungsbild abgeben“, so Lars Hübchen, SPD-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Kommunalbetriebsausschusses. „Hier besteht aus Sicht der Fraktion am Stadtsee deutlicher Handlungsbedarf,“ heißt es weiter in der Presseerklärung.

Ein erster Schritt wurde ja bereits letztes Jahr mit der Neugestaltung der Treppen, sowie einer See-Plattform getan … immerhin. Links der Plattform befindet sich eine Stelle, „die gefährlich für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Kinderwagen sein könnte.“ Dass die Plattform ohne jedes Geländer dagegen weitaus gefährlicher sein könnte, lassen wir jetzt mal außen vor.^^

Weiter moniert die SPD-Fraktion, dass es an vielen Stellen zugewachsen ist, sodass keine Blickbeziehung mehr auf den See besteht.

Ein Grünschnitt erfolgte übrigens im Frühjahr 2016 und bei stärkeren Kürzungen wäre dann wieder eine Gefahrenstelle wie links der See-Plattform gegeben … aber das nur mal am Rande …

Fakt ist, das sämtliche Bänke und Abfallbehälter „nicht mehr so ansehnlich“ sind. Auch der Zustand der Wege lässt ein wenig zu wünschen übrig, aber das sind so gesehen nur Kleinigkeiten, die sich sogar durch privates Engagement tilgen lassen würden.

Und so hüpft plötzlich die FDP in den See. Wie die SPD ist auch die FDP in Werne der Ansicht, dass ein ansprechendes Erscheinungsbild von größter Bedeutung für den Tourismus und die Menschen, die Werne mit ihrer Kaufkraft besuchen, wäre.

SPD-Fraktionsvorsitzender Hübchen erklärt: „Wer Aufenthaltsqualität für alle haben will, und Touristen anlocken möchte, der muss auch bereit sein, tiefer in die Tasche zu greifen als bisher.”

Fraktionsvorsitzende Claudia Lange kontert dagegen: „Das ist typisch für die SPD. Man fordert die Entwicklung eines Gesamtkonzepts und will tiefer in die Tasche greifen. Womöglich brauchen wir dann wieder ein Gutachten und einen Arbeitskreis. So läuft es in Werne immer wieder! In welche Tasche will die SPD denn greifen? Der Kämmerer wird nichts finden!“

Im See wird man auch nichts finden, denn außer Müll, etwas Totholz und Algen gibt es dort nicht viel.

Darum sehen die Liberalen auch privates Engagement als Möglichkeit. So könnte sich z.B. eine Privatinitiative aus Bürgern bilden, die erst einmal damit anfängt, den Müll zu entfernen. Im Frühjahr kommt ja eh wieder die Aktion der Stadt Werne, wo großes Aufräumen angesagt ist. So nach und nach kann sich dann um die Neugestaltung der Abfallbehälter gekümmert werden. Man glaubt gar nicht, was man mit frischer Farbe so alles bewirken kann …

Dann gehören die ganzen Bänke einmal ordentlich abgeschrubbt!

Aber all die Mühe ist vergebens, solange der Bürger selbst nicht ein wenig darauf achtet, wo er seinen Müll hin pfeffert. Es muss ja nicht sein, dass überall Zigarettenstummel und Kronenkorken auf dem Boden liegen. Neben all den Glasscherben macht das nämlich, wie auch Hundehäufchen, keinen guten Eindruck! Und sind diese kleinen Mängel erst einmal behoben, dann kann man sich so langsam mal um eine dezente Neugestaltung der Parkanlage kümmern. Vielleicht findet sich bis dahin ja auch ein privater Betreiber für ein kleines See-Café. Und dann könnte man auch über Veranstaltungen am Stadtsee reden.

Unter Umständen könnten sich SPD und FDP ja dann mal in ein Boot setzen und die Sache gemeinsam anpacken.

Hier noch ein paar Eindrücke vom Stadtpark und dem Gelände am Hagen.


Dass die Küken im Frühjahr so durch den Entenkot watscheln, ist sicher auch nicht so gesund … und sieht beschissen aus^^

Etwas mehr Wegepflege, und gut ist … zumindest erstmal – und die Rasenfläche übrigens auch …

Das Umfeld der Saline sieht im Frühjahr schöner aus, wie im Herbst. Dennoch ist der Ort zu jeder Jahreszeit gut besucht und lädt zur Erholung ein.

Am Hagen sieht es zum Frühjahr übrigens immer recht schön aus.


Es gibt sicher schwerwiegendere Probleme. Aber Stadtsee, Stadtpark und die Saline sind regelmäßig ein ganz großes Thema!

Kommentare (2)

  • Manuela Schöpper

    |

    Ein nettes kleines Café/ Restaurant würde der Saline und dem Stadtsee gut tun. Im Sommer dort draussen sitzen, im Winter drinnen aufwärmen und eine Pause einlegen können. Das wäre sicher für viele Besucher attraktiv und hätte Flair.

    Antworten

  • Helmut Brune

    |

    Ist doch Blöd, daß die politischen Parteien immer gegeneinander agieren. Mit Zusammenarbeit erreicht man sicherlich viel mehr. Das Parteiinteresse wird wohl Wichtiger sein.

    Antworten

Kommentieren