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Das Outfit für den Problembürger

 „Das sind nicht besorgte Bürger. Das sind Bürger, die uns Sorgen machen müssen. Das sind Problembürger.“
Diese Behauptung stellte Historiker Norbert Frei von der Universität Jena am Abend nach der großen Pegida-Jahresdemonstration in den ARD-Tagesthemen auf – und nicht wenige Bürger sprangen vor Wut senkrecht aus dem Fernsehsessel mitten in die Mattscheibe hinein, wo der Historiker sein Urteil über Zehntausende kritische Bürger pauschal ausbreiten durfte.
Unter den Zürnenden war auch Sascha Herrmann, Bürger aus Fröndenberg. „Diese Interview in den Tagesthemen hat mich so aufgeregt, wo kurzerhand jeder, der an der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin zweifelt,  zum Problembürger gemacht wird!“, beschreibt der der fünffache Patchwork-Familienvater (drei angeheiratete Kids. zwei eigene) seinen Anstoß dafür, in Aktion zu treten.

Problembürger Sascha Hermann

 Na denn… als freiberuflicher Medien-Designer schritt Sascha Hermann kurzerhand zur Tat: Er entwarf das T-Shirt für den Problembürger. „Ich dachte, wenn man schon offiziell ein Problembürger ist, dann darf man auch Flagge zeigen, dass das so ist.“
Der 38 Jährige, immer für einen schwarzhumorigen Scherz zu haben, stellte kurzerhand eine Anfrage an den Onlineanbieter Spreadshirt – und der nahm das „Problembürger“-Design direkt offiziell in seinen Shop auf. „Super“, frohlockt Hermann, der mit seiner „politisch unkorrekten“ Geschäftsidee keinen Profit im Sinn hat: „1 Euro pro verkauftem T-Shirt gibt es an Design-Provision. Da müsste ich schon 100 000 weitere problematische Bürger damit beglücken, um davon reich zu werden“, grinst der selbst ernannte „Problembürger“ aus Fröndenberg, der die pauschale Aburteilung jenes Historikers aus Jena fortan als Auszeichnung auf seiner Brust spazieren trägt…
http://www.spreadshirt.de/problembuerger-herren-C4408A104094812#/detail/104094812T6A2PC161779763PA4
 
Problembürger Tshirt

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