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Damit Integration in der Schule klappt: Kreis qualifiziert Lehrkräfte

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche sollen nach dem Willen des Kreises möglichst schnell integriert werden. Sie werden deshalb in Regelklassen unterrichtet – auch wenn sie anfangs kein oder nur wenig Deutsch sprechen. An dieser Praxis gab es jüngst geharnischte Kritik aus Schwerte: Die dortige Stadtverwaltung mit ihrem CDU-Bürgermeister Böckelühr an der Spitze schickte einen „Brandbrief“ an den Landrat. Inhalt: Das mit der integrativen Beschulung der Flüchtlingskinder klappe so nicht. Bisher ändert sich an dieser Praxis nichts.

http://rundblick-unna.de/schwertes-buergermeister-kritisiert-schulische-integration-von-asylbewerberkindern-klappt-so-nicht/

Das „kommunale Integrationszentrum“ hat gerade 25 Lehrkräfte für die Integration in der Schule geschult. Die in fast allen Schulformen tätigen Lehrerinnen und Lehrer arbeiten in Bergkamen, Bönen, Holzwickede, Kamen, Lünen, Schwerte, Unna und Werne. Acht Monate lang qualifizierten sie sich im Rahmen des Bundesprojekts BiSS (Bildung durch Sprache und Schrift). Zum Abschluss gratulierte Landrat Michael Makiolla den Pädagogen und überreichte ihnen das Abschlusszertifikat.

Migrationshintergrund und Sprachkenntnisse berücksichtigen

Wie gehe ich in der Klasse auf Migrationshintergrund und Sprachvermögen der Zuwanderungskinder ein und behalte gleichzeitig die Bedürfnisse deutscher Kinder im Blick? Hierzu bekamen die Lehrkräfte praktische Hilfestellungen für ihren Unterricht, lernten außerschulische Unterstützungsangebote und Lernorte kennen und tauschten Erfahrungen und Problemstellungen in Netzwerken aus.

Mit der Zertifizierung endet die fachliche Begleitung durch das Kommunale Integrationszentrum nicht. Die Lehrkräfte können vielmehr an Aufbaumodulen wie z.B. zum Thema „Traumata“ teilnehmen und auf das gesamte Beratungsangebot des Kommunalen Integrationszentrums zurückgreifen.

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Die frisch qualifizierten Lehrkräfte mit ihren Abschlusszertifikaten und Landrat Makiolla in ihrer Mitte.

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