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Damit Fische wandern können: Umgestaltung der Seseke-Mündung für 300000 €

Fische sollen zwischen Lippe und Seseke wandern können wie einst. Damit die Seseke wieder komplett naturnah als munteres Flüsschen dahinplätschert, geht es jetzt in die letzte Runde. Der Lippeverband beginnt Mitte August mit der ökologischen Verbesserung im unmittelbaren Mündungsbereich. Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Kostenpunkt: rund 300 000 Euro.

Die vom Lippeverband beauftragte Baufirma wird von der Mündung in die Lippe aus die letzten 500 Meter Fließstrecke der Seseke umzugestalten. Wegen der engen Deichlage werden die alten Sohlschalen, die bis heute dort den Flussgrund bilden, als eine Art Fundament für die neue Sohle genutzt. In den Betonplatten werden Querriegel verankert, die verhindern, dass die neue Sohle aus kiesigem Material vom nächsten Hochwasser weggeschwemmt wird.

Die Mündung wird zugleich so ausgestaltet, dass Fische zwischen Lippe und Seseke wandern können. Absturzbauwerke wie bisher wird es dann nicht mehr geben, vielmehr überwindet eine so genannte Sohlgleite den Höhenunterschied zur Lippe.

Einschränkungen für Spaziergänger und Radler

Die Bauarbeiten bringen für Spaziergänger und Radfahrer einige Beeinträchtigungen mit sich: So wird die Fußwege-Brücke über die Seseke unmittelbar vor der Mündung gesperrt, ebenso der Weg zwischen B 61 und Mündung sowie ein Teil des Radwegs an der Lippe. Die Kleingartenanlage bleibt aber von der Kamener Straße aus zugänglich, auch der kleine Parkplatz an der Hauptstraße soll während der rund viermonatigen Bauzeit überwiegend nutzbar sein.

Danach bleibt noch als letzter umzubauender Seseke-Abschnitt das Stück zwischen der Kläranlage des Lippeverbandes und dem Düker unter dem Schifffahrtskanal. Dafür gibt es derzeit noch keine konkrete Zeitschiene.

Kommentare (6)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Je natürlicher, desto Besser!!

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  • Norbert Kapp via Facebook

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    Gefällt mir sehr. Bei unseren häufigen (fast täglichen) Radtouren an der Seseke entlang halten wir immer Ausschau und werden fast zu oft mit „serengetihaften“ Anblicken, hier aber der Vogelwelt belohnt, letztens am „Jetzt“-Denkmal. Ja, diese Renaturierung ist eine große Bereicherung. Ich werde jetzt wohl immer meinen Fotoapparat mitnehmen (müssen)!!!

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  • Andreas Gidom via Facebook

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    Schön zurück zur Natur wird auch mal Zeit

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