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Chinesischer Tourist landete im Flüchtlingsheim

Deutsch ist eine schwere Sprache – Chinesisch nicht weniger. Deswegen wurde ein Rucksacktourist aus China wider Willen zum Flüchtling: Nach unfreiwilliger Registrierung in der Erstaufnahmeeinrichtung Dortmund saß der Mann fast 14 Tage lang in einer Asylunterkunft im Münsterland fest.
Wie Dortmunder Medien heute berichten, wurde dem Chinesen in Stuttgart seine Geldbörse gestohlen. Und in der Behörde, in der er landete, legte man ihm ein Schriftstück vor, das er ahnungslos unterschrieb. Er unterzeichnete damit dummerweise keine Diebstahlsanzeige, sondern einen Asylantrag…
… und wurde folgerichtig mit einem Bus voller Asylbewerber quer durch Deutschland gefahren. In der Erstaufnahme in Dortmund nahm man dem vermeintlichen Geflüchteten korrekt die Fingerabdrücke mitsamt seinem Reisepass und Visum ab und schickte ihn weiter in eine Asylunterkunft nach Dülmen. Erst ein dortiger DKR-Mitarbeiter erkannte, dass der Chinese offenbar Tourist war. Nach zwölf verwirrenden Tagen durfte der Rucksacktourist seine Reise fortsetzen – die er vermutlich so schnell nicht vergessen wird… 😉
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Helmut Brune Unglaublich.

Rundblick Unna Für Urlaube im fremdsprachigen Land empfiehlt sich zur Sicherheit der gute alte Langenscheidt im Rucksack… 😉

Helmut Brune Ha ha ha, ich mach dat einfach so aussem Kopp.

Rundblick Unna Gut, dann sag mal fehlerfrei „Ich bin ein Rucksacktourist aus China und möchte in ein Hotel und nicht in ein Flüchtlingsheim“ – auf Chinesisch. 😉
Helmut Brune Ha ha ha ha, Chinesisch ist natürlich nicht die am meisten Vorkommende Fremdsprache für uns Europäer. Bei Ni Hao hörts bei mir auf.

Dagmar Kuhn Die die ihm das Formular vorgelegt haben ,waren ja wohl nen bisschen blöd, oder???

Rundblick Unna Die waren möglicherweise im Turbostress und verstanden ebenfalls kein Chinesisch.

Dagmar Kuhn Aha.da stellt man pauschal einfach nen Asylantrag aus……

Lisa Hauptmann Ich denke wir sind uns alle einig, dass das wieder ein Beispiel ist, wie lückenhaft das System rund um die Flüchtlinge aufgebaut ist. Aber schmunzeln musste ich trotzdem ?
Rundblick Unna Dagmar Kuhn – präventiv… 😉 – Lisa Hauptmann: Ja, man muss irgendwie grinsen, auch wegen dieser asiatischen Gelassenheit dieses bedauernswerten Touristen…
Lisa Hauptmann Na so hat er mal Einen Einblick hinter die Kulissen bekommen sozusagen ?

Dagmar Kuhn Ich finde die Vorgehensweise unmöglich. Wie ernst nehmen Sie denn ihren Job? ?saß ist doch katastrophal. Das hat noch nicht mal was mit einem lückenhaft System in diesem Fall zu tun.da hat jemand einfach in seinem Job versagt

Rundblick Unna Tja, so scheint es.

Lisa Hauptmann Ich finde schon Dagmar Kuhn, wenn man sieht wieviele Flüchtlinge entweder doppelt oder gar nicht registriert werden bei der ED-Behandlung, ist das System definitiv lückenhaft. Dazu kommen Menschenunwürdige Unterkünfte in einigen Städten Deutschlands. Und jetzt wird ein Tourist als Flüchtling registriert. Mit Sicherheit haben die Personen, die ihn den Asylantrag haben unterschreiben lassen , auch eine Teilschuld, aber es läuft noch so einiges schief und muss verbessert werden. Sowas darf in einem Land wie Deutschland eigentlich nicht passieren.

Lisa-Marie Jende Bianca, dachte erst das wäre ein Artikel vom Postillion ??

Kommentare (1)

  • Cora

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    das Problem konnte mam auch einfacher lösen . Um die Ecke gibts doch China- Restaurant.

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