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CDU-Hauskrach schlägt Wellen – Stadtverbandsvize Weber versucht sie zu glätten

In der CDU schlagen nach dem abrupten Ratsrücktritt von Vizebürgermeister Holger Wiese die Wellen hoch. Nach Wieses Rücktrittserklärung, dem Konter von Stadtverbandschef Gerhard Meyer sowie entsprechenden teils vehementen und kontroversen Kommentaren unserer Leser veröffentlichte noch am Abend auch der stellv. Stadtverbandsvorsitzende Frank-Holger Weber ein Statement auf der CDU-Homepage. Ein Versuch, die erhitzten Gemüter zu beruhigen und Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen.

Webers Stellungnahme im Wortlaut:

„Holger-Joachim Wiese will verschiedene, innerhalb der CDU demokratisch herbeigeführte Entscheidungen nicht mittragen und legt sein Mandat mit den damit verbundenen Ämtern nieder. Mit der Rückgabe seines Mandates fügt er der Partei keinen Schaden zu und dafür gebührt ihm mein und unser Respekt. Vor allem hat er die CDU-Wählerinnen und Wähler nicht getäuscht, in dem er sein Mandat, das er nur den CDU-Wählerinnen und Wählern zu verdanken hatte, missbraucht.

Der von Holger-Joachim Wiese angeprangerte Politikstil ist nicht dem Parteivorsitzenden Gerhard Meyer anzulasten, vielmehr entspricht dieser durchaus erfolgreiche Politikstil dem Willen der deutlichen Mehrheit der Ratsvertreter(innen) in der CDU-Ratsfraktion. Gerhard Meyer, der bekannter Weise kein Ratsmandat hat, darf nur als Gast ohne Stimmrecht an den Fraktionssitzungen teilnehmen. Aufgrund seiner Verpflichtungen als Abgeordneter im Kreistag ist ihm dies ohnehin nur gelegentlich möglich. In einer Demokratie muss man sich an gewisse Spielregeln halten. Ganz wichtig ist dabei, dass eine nach intensiver und teilweise auch kontrovers geführter Diskussion gefundene Mehrheitsmeinung von allen Fraktionsmitgliedern mitgetragen wird.

Fast 75% der anwesenden Parteimitglieder haben am 24. April 2015 in einerMitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes Unna die Aufstellung eines eigenen Bürgermeister-Kandidaten abgelehnt. Gerhard Meyer als Stadtverbandsvorsitzender hatte übrigens auch nur eine Stimme. Mir war allerdings auch kein Parteimitglied bekannt, das sich einer solchen Wahl stellen wollte, auch Holger-Joachim Wiese als Vizebürgermeister nicht.

Abschließend eine Bitte an alle Mitglieder der CDU in Unna: Wer Kritik an den führenden Köpfen unserer Partei oder der Partei an sich üben möchte, sollte dies nicht in Form von anonymen Kommentaren im Internet machen sondern das persönliche Gespräch suchen. Konstruktive Kritik bietet Jedem die Chance, sich zu verbessern.“

Kommentare (12)

  • Christel Heinze via Facebook

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    …….

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  • Hans Bergmann

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    Keinen Mut Meinung zu äußern ?

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  • Christel Heinze via Facebook

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    Weißt du, lieber Rundblick, es gibt Leute, für die gibt es nur eine „richtige“ Meinung… IHRE…., Darum ist jedes Wort, das dazu gesprochen/geschrieben wird, reinste Energieverschwendung.

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  • Fröhlich

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    Liebe Frau Heinze,
    da haben Sie ausnahmsweise einmal recht. Nur haben Sie offenbar einen „Balken“ im Auge, der bei Ihnen die Erkenntnis verhindert, dass Ihre Aussage offenbar vollkommen auf Sie selbst zutrifft! Schön übrigens, dass Sie jetzt mit vollem Namen posten :-) !

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Einspruch, Herr Fröhlich! Bei Chrisel Heinze, die IMMER unter ihrem vollen Namen postet, handelt es sich mitnichten um die Kommentatorin „Christel“! Das können wir Ihnen garantieren. VG aus der Redaktion.

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      • Fröhlich

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        Danke für den Hinweis, lieber Rundblick. Ich ziehe mich jetzt aus dieser Diskussion zurück, da ich es vorziehe, mich von Frau Heinze nicht beleidigen zu lassen, die offenbar nicht fähig oder willens ist, eine sachliche Diskussion zu bestreiten.

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        • Rundblick Unna via Facebook

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          Offenbar ist dieses Thema so emotionsgeladen, Herr Fröhlich, dass eine sachliche Diskussion tatsächlich schwierig ist. Wir bedauern das. Es geht hier immerhin um die zweitgrößte Partei in Unna. VG an Sie.

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    • Christel Heinze via Facebook

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      Ich habe den Balken lieber im Auge als ein Brett vor dem Kopf!

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Sind wir jetzt wieder bei den Bibelvergleichen, passend zum Sonntag? Bitte nicht den Holzhammer und den Zaunpfahl schwingen, liebe Streitenden.

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  • J.Müller

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    Spätestens mit diesem Dialog sollte sich Herr Fröhlich als Nachfolger von Herrn Wiese disqualifiziert haben.

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