Rundblick-Unna » CDU bleibt bei Nein zu M.-Hoffmann-Platz – Gedenktafel oder SPD-Vorschlag „Sportstätte“, insgesamt aber noch „erheblich verfrüht“

CDU bleibt bei Nein zu M.-Hoffmann-Platz – Gedenktafel oder SPD-Vorschlag „Sportstätte“, insgesamt aber noch „erheblich verfrüht“

Eine erneute Beratung über einen Michael-Hoffmann-Platz zwischen ZiB und Lindenbrauerei (wir berichteten) ist für die CDU-Fraktion aktuell nicht notwendig. „Wir sind nach wie vor gegen eine Umbenennung des Lindenplatzes!“, machte Fraktionschef Rudolf Fröhlich auf Anfrage unserer Redaktion klar. 

Daran würde denn auch eine erneute Diskussion nichts ändern, die die Stadtverwaltung den Fraktionen am Donnerstag im Hauptausschuss vorschlagen wird (wir berichteten). In Vertretung des Bürgermeisters werde die 1. stellv. Bürgermeisterin Renate Nick ein Meinungsbild der sieben Ratsfraktionen einholen, kündigte Bürgermeisterreferent Oliver Böer an.

Dass dieser Michael-Hoffmann-Platz letztlich politisch nicht gewollt ist, wurde spätestens klar, als für den jetzt zweiten Vorstoß der antragstellenden Bürger nicht etwa Hoffmanns eigene SPD in die Unterstützerrolle sprang, sondern ein einzelner Pirat. Christoph Tetzner zog den Antrag inzwischen bis auf Weiteres zurück, um das Thema nicht zerreden und Michael Hoffmanns Andenken nicht zu beschädigen zu lassen. 

Für die CDU-Fraktion erinnert Rudolf Fröhlich an den Alternativvorschlag, den die Christdemokraten bereits im März bei der ersten Antragstellung gemacht hatten: eventuell eine Gedenktafel an zentraler Stelle anzubringen, um die Erinnerung an „Stadtgestalter“ Michael Hoffmann wach zu halten. „Auch der SPD-Vorschlag, einen Sportstätte nach Herrn Hoffmann zu benennen, wäre eine Möglichkeit“, zeigt Fröhlich Sympathien mit der von SPD-Chef König angeregten Alternative.

Insgesamt aber halte die CDU den Zeitpunkt für eine solche Entscheidung „nach wie vor für erheblich verfrüht!“.

ZIB

Der Platz vor dem ZiB soll weiter Lindenplatz heißen, findet die CDU.

 

Kommentare (9)

  • Jörg

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    Man kann nur allen raten, sich N I C H T politisch Jahrzehntelang zu engagieren, wenn als „Dank“ nun so ein Eiertanz von der eigenen sowie der missgünstigen Konkurrenzpartei aufgeführt wird. Nicht nur der Bürgerwunsch wird mit Füßen getreten, sondern auch der Verzicht auf Familienleben zugunsten des gesellschaftlichen Engagements, wird hier moralisch runtergezogen.
    Jede Zeitverzögerung soll nur davon ablenken, dass man klar JA oder NEIN dazu sagen muss.

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  • Ralf

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    Wenigstens eine klare Aussage. Hoffmann war bei der CDU eh‘ nicht beliebt. Aber die eigene Partei könnte, wenn sie denn wollte, die Sache mit anderen durchsetzten. Aber hier keine klare Aussage. Vielleicht war es ein Fehler, so früh mit dieser Idee zu kommen. Aber jetzt, wo sie mal im Raume steht, muss man vernünftig damit umgehen. Leider wird mit diesem unprofessionellen Tamtam das Andenken von Michael Hoffmann beschädigt.

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    • Helmut Brune via Facebook

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      Der Meinung bin ich auch! Michael Hoffmann hat als Mensch viel Gutes geleistet und das sollte über jeder Parteiideologie stehen.

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Da scheiden sich die Geister. Das die CDU ein Nein abgibt, wundert natürlich nicht. Obwohl Michael Hoffmann Schwimmer war, also Sport betrieb, könnte man eine Sportstätte nach ihm benennen aber welche und wie lange würde das dauern? Er hat sich jedoch einen Namen gemacht im Kulturbereich. Darum ist die Kulturstätte „Lindenbrauerei“ meiner Meinung nach vordergründig der am Besten geeignete Platz. Ich frage mich: Was hat Rio Reiser mehr geleistet als Michael Hoffmann? Ich habe den Eindruck. daß hier der Wille der Politik fehlt, Michael Hoffmann gebührend zu ehren. Eine einfache Plakette, wie die CDU vorschlägt ist doch wirklich viel zu Mager in Anbetracht Michaels Leistungen.

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  • Christoph Tetzner

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    Ahoi und Hallo!
    Das mir ab und an der Kamm schwillt, kann man vielleicht nun verstehen. Rio Reiser war von der Lindenbrauerei gewollt. Was mich viel mehr stört: Ein Schlag in das Gesicht von 230 Bürgerinnen und Bürgern, die mit Ihrer Unterschrift für die Umbenennung des Lindenplatzes sind! Für den Erhalt der Eishalle haben 30 bis 40 Leute ausgereicht im Ratssaal…. 😉

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  • Hans Bergmann

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    Genauso ist es. Rio Reiser hat für Unna nichts geleistet. Michael Hoffmann hat für die Kultur in Unna enormes geleistet. Er war aber auch Gartenfreund, er war Sportler, er war Familienvater. Alternative Gedenkvarianten aufzumachen, um von eigentlicher klarer Positionierung abzulenken, ist doch das typische Groko Verdrängungsmanöver, was hier abläuft. Jetzt noch weiter abzuwarten, ändert nichts am Thema.

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  • Margarethe Strathoff via Facebook

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    …eigentlich ist bereits alles gesagt und auch sehr erhellend und erklärend, dass man kein Andenken für einen Menschen in dieser Stadt haben will, der für diese Stadt „gelebt, gestritten und sich eingesetzt“ hat. Ich habe dafür nur eine Erklärung für mich, lasse nicht Politiker über Politiker entscheiden, denn dann kommt eine ganz große innere Neidpleite und mal ehrlich: viele sind doch selbstverliebt und können es nicht ertragen, sich nicht selbst zu sehen…. PS: das ist meine eigene persönliche Meinung als Freundin von Michael. Ich bin stolz hierauf, dass ich in so nennen konnte.

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  • Stefan Werner

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    @Margarethe Strathoff: Ich gehe mal davon aus, jeder in Unna weiß, wer die Neider sind und denkt sich seinen Teil über diese armen Würstchen…

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