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Causa Risadelli und kein Ende: Kündigungs-Gerichtstermin erneut verschoben

Erst wurde aus dem 3. Mai der 21. Juni, jetzt wird aus dem 21. Juni der 23. August. Die „Causa Risadelli“ steckt in einer Endlosschleife. Zum zweiten Mal hat das Dortmunder  Arbeitsgericht den Kammertermin im SPD-Kündigungsstreit mit der früheren Fraktionsgeschäftsführerin verschoben – diesmal auf den Wunsch der Klägerin, da Bärbel Risadelli am 21. Juni im Urlaub ist.

Zuvor hatte die Beklagte – sprich die SPD-Fraktion – den Termin vom 3. Mai  verlegen lassen, da an diesem Tag Fraktionschef Volker König verhindert war.

Aller guten Dinge sind damit drei. Als aktueller Kammertermin für die Kündigungsschutzklage der früheren Unnaer SPD-Büroleiterin gilt nun der 23. August, 10.45 Uhr im  Saal 141 des Arbeitsgerichts.

Bis dahin laufen die Gespräche in der SPD-Fraktion mit einem Mediator weiter,  um die anhaltend schwelende Krise zu bewältigen. Mit politischen Sachthemen macht Unnas größte Ratsfraktion weiterhin kaum von sich reden. Bei der  Kundgebung am Tag der Arbeit (1. Mai) auf dem Platz der Kulturen – Traditionsveranstaltung der Unnaer SPD – war die Zerstrittenheit zwischen den Risadelli- und andererseits König-Unterstützern sicht- und greifbar.

 

Rückblick:

Bärbel Risadelli war vor über einem halben Jahr fristlos durch den Fraktionsvorsitzenden entlassen worden. An der Faktenlage ändert auch die erneute Verschiebung nichts: Die Mühlhausenerin klagt nach ihrer Kündigung durch König im November unverändert auf Wiedereinstellung. Da die Beklagtenseite die „fristlose“ Kündigung Anfang März überraschend zurückgezogen hatte (wir berichteten), muss das Arbeitsgericht nunmehr über die Rechtmäßigkeit der („hilfsweise“ ausgesprochenen) fristgemäßen Kündigung der 60jährigen Sozialdemokratin entscheiden.


Links zum vorherigen und weiteren Berichten:

http://rundblick-unna.de/spd-kuendigungskrise-risadelli-koenig-zieht-fristlose-kuendigung-zurueck/

 

 

Kommentare (11)

  • Mike

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    Na wenn der Urlaub wichtiger ist als der Job, braucht man nichts mehr zu sagen.

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    • fürst

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      Ja, Mike, das war zuerst auch mein Gedanke.
      Inzwischen sage ich mir: Gar nicht so übel.
      Strecken, damit es der untergehenden SPD (….) mehr schadet.
      Der „Tusch“ sollte dann in sich nähernden Wahlzeiten kommen.

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    • fürst

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      Google mal „Verräterpartei“! Bei mir kommt SPD raus.

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  • Friedhelm K

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    Das gilt auch für die erste Verschiebung seitens des Vorsitzenden. Wahrscheinlich ist der Sommerurlaub lange zuvor geplant gewesen, sonst würde das Gericht nicht vertagen. Was mich vielmehr interessiert, warum braucht die SPD so lange um eine außergerichtliche Einigung zu finden? Und das unter Sozialdemokraten. Das kann keiner mehr nachvollziehen und zeigt wie man(n) eine Partei/Ansehen vor Ort zerstören kann. Wie waren die Aussagen der Bundespartei : wir müssen die Arbeitnehmerrechte stärken? Wer hat hier was falsch verstanden?

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  • Mike

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    Die SPD will doch garkeine aussergerichtliche Einigung mehr, sonst wäre das längst vom Tisch, da wollem Dickköpfe wohl ihren Dickkopf durchsetzen und die SPD trägt dies leider auch noch mit, eine Partei die zumindest in Unna jegliche Symphatie und Wählbarkeit verloren hat. Sozil geht eben anders.

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  • Boesartig

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    Mittlerweile und nach der lange Zeit wäre ich froh, wenn der Fall endlich ein Ende finden würde. Ein Thema so lange thematisieren zu müssen (meine damit den Fall nicht die Berichterstattung) grenzt schon an geistiger Körperverletzung. Das geht und gildet sowohl für die SPD als auch für Frau Risadelli.

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  • Helmut Brune via Facebook

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    Jetzt muß mir doch mal was vom Herzen. Diese ganze Kommödie. die den Namen: „Causa Risadelli“ trägt, kann man doch nicht als seriöse Politik auffassen. Natürlich stehe ich Bärbel Risadelli bei in der Auffassung, daß diese Kündigung aus rechtlicher Sicht, absolut keinen Rückhalt hat. Herr König dachte wahrscheinlich, daß er durch seine Position mehr Macht hatte, als es in Wirklichkeit ist. Es ist doch ziemlich Amateuristisch, solche wichtigen Termine zu verschieben, nur weil man dann gerade seinen Urlaub geplant hat. Wenn man seine Aufgabe als Politiker Seriös nimmt, verschiebt man seinen Urlaub. Für eine Anzahl von SPD- Mitgliedern, die mir sehr am Herzen liegen, ohne daß ich irgendwelche politischen Verbindungen zur SPD habe, tut es mir wirklich Leid, daß die gesamte Partei unter dieser Causa zu leiden hat. Die Partei sollte sich davon Bewußt werden, daß ihr Fraktionsvorsitzender über keinerlei Kompetenz verfügt und sie sollte daraus die Consequenzen ziehen. Selbst unser Bürgervater Kolter hat sich zu keiner Zeit getraut, etwas zu dem Thema zu äußern. Es wird höchtste Zeit, die Amateure durch Professionals zu ersetzen. Schlußendlich darf Bärbel Risadelli kein einziger Vorwurf gemacht werden. Sie hat ihre Aufgabe immer nach Ehre und Gewissen erfüllt. Demzufolge hätte sie schon lange rehabilitiert sein müssen.

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    • Mike

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      Da die Mehrheit ja hinterm Hr. König steht, bedeutet es demnach, daß der größte Teil der Partei keine Kompetenz hat, anders lässt sich das schädliche Verhalten der Partei nach außen auch nicht erklären 😉

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  • Maggie

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    sehe ich ähnlich, bitte nicht kleinsetzen, mit der gleichen Namensvetterin. Was äußerst sie?

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  • Margarethe Strathoff

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