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Bundeswehr nach Syrien – Unnas Grüne sagen Nein – Samstag Versteigerung von Flüchtlingskinderbildern

Mit großer Sorge reagieren Unnas Grüne  auf den Beschluss der Bundesregierung, deutsche Soldaten nach Syrien zu entsenden.

“In der Erstaufnahmeeinrichtung in Unna-Massen sehen wir jeden Tag, was dieser Krieg anrichtet. Deshalb werden zu der geplanten Mission, die ohne UN-Mandat beginnt, schlecht geplant und vorschnell ist, nicht schweigen – auch, weil Unna ein Bundeswehrstandort ist“, sagt die Fraktionsvorsitzende Charlotte Kunert (im Bild).

Die Grünen erkennen in dem Vorhaben ein Muster, das leider vertraut sei. Dieses Muster bestehe einerseits aus dem Wegrennen vor den Ursachen des Terrorismus, andererseits aus dem Einsatz von Bomben, die die Situation verschärfen.

Die Unnaer Grünen sprechen sich statt dessen für ein alternatives Vorgehen aus: „Wir fordern eine Stärkung der Flüchtlingsversorgung vor Ort und die Schaffung wirtschaftlicher Perspektiven für die betroffenen Regionen. Es muss endlich ein kritischer Dialog darüber geführt werden, was hilft oder zumindest helfen könnte”, sagt Dorothee Kuckhoff.

Dorothee Kuckhoff

Grünen-Sprecherin Dortothee Kuckhoff.

Die Vorstandssprecherin verweist auf die große außenpolitische Schizophrenie, die sich aus den Waffenexporten sowohl nach Saudi Arabien (von wo der Islamische Staat mutmaßlich unterstützt wird) als auch in die Türkei (die die Kurden bekämpft, die wiederum den IS bekämpfen) ergibt. „Dann braucht sich auch niemand zu wundern, dass auf einmal Familien aus dem Kriegsgebiet bei uns Schutz suchen“, schildert Kuckhoff. Die Grünen fordern deshalb eine klare außenpolitische Linie und appellieren an die Mitglieder des Bundestags, den Bundeswehreinsatz in Syrien abzulehnen.

Am morgigen Samstag, 5. Dezember, versteigern die Grünen ab 12 Uhr in ihrem Parteibüro in der Wasserstraße Bilder, die Flüchtlingskinder im Kindergarten der Erstaufnahmeeinrichtung in Massen gemalt haben. Den Erlös spenden sie der Spielstube.

Kommentare (2)

  • Tobi

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    Häh ?!?
    Ok, ich bin Unnaer Bürger und sage auch NEIN…und jetzt ?!? Interessiert das jemanden ?

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  • Stefan Werner

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    Nein, natürlich nicht. Keinen der Kriegstreiber und Profiteure juckt das. Aber es ist doch legitim zu sagen, ich war NICHT dafür. Auch wenn es nur mehr Symbolismus ist und wohl kaum was ändert. Im Kriegsfall fragt da auch keiner mehr nach, weder Freund noch Feind..

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