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Bürger bei Flüchtlingsthema mitnehmen: Viel Lob nach Informationsabend in Bergkamen

Viel Lob bekommt Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer derzeit für seine offensive Öffentlichkeitsarbeit in puncto Flüchtlingsunterbringung. Am gestrigen Abend folgten fast 400 Bergkamener der Einladung der Stadt, sich umfassend über die geplanten Provisorien auf dem Wellenbadparkplatz Weddinghofen informieren zu lassen.

Diese provisorischen Unterkünfte sollen vorerst ca. 300 bis 400 Menschen Quartier bieten, bis die neue Zentrale Unterbringung auf dem RAG-Gelände am TÜV Nord gebaut ist (Zechengelände Grimberg 3/4). Sie wird mit einer Kapazität für 1000 Menschen noch größer werden als die Landesstelle Massen (600-800 – derzeit überbelegt).

Roland Schäfer hatte selbst auf seiner Facebookseite nachhaltig zur Teilnahme an diesem Informationsabend eingeladen, der den Bürgern Gelegenheit bieten sollte, mögliche Sorgen, Befürchtungen, natürlich auch eigene Ideen direkt an Ort und Stelle zu äußern. Er wolle die Bürger bei der Flüchtlingsthematik „mitnehmen“ und bei ihnen somit Verständnis für die Notwendigkeit zu helfen wecken, betonte Roland Schäfer auf seiner Homepage. Und setzt dabei konsequent weiter auf Transparenz.

Hingegen muss Unnas Bürgermeister Werner Kolter – in dessen Stadtgrenzen sich immerhin die größte Zentrale Unterbringungsstelle NRWs befindet – zur Information über den Status Quo in der (überbelegten) Landesstelle erst gezwungen werden: und zwar durch einen Antrag der Freien Liste (FLU), die für die heutige Ratssitzung (Beginn 17 Uhr) eine sieben Punkte umfassende Anfrage eingereicht haben. Wir berichteten.

Zum gestrigen Informationsabend in Bergkamen äußern sich die Besucher auf Roland Schäfers Facebookseite größtenteils sehr lobend. Hier einige Auszüge (anonymisiert):

„Das war eine sehr aufschlussreiche Bürgerversammlung. Ich hätte mich geärgert wenn ich da nicht daran teilgenommen hätte.Jetzt sehe ich die ganze Angelegenheit mit anderen Augen,und stehe der Hilfsbereitschaft noch positiver gegenüber. Wer nicht dabei war, hat echt was versäumt. Ihnen, Bürgermeister Roland Schäfer, und Ihren Podiumsgästen möchte ich ein Kompliment sowie einen herzlichen Dank aussprechen.Das war Spitze. Mögen jetzt diese ekligen Kommentare (gegen Flüchtlinge, d. Red.) ein Ende haben.Sie haben es gestern schon angekündigt, daß auf weiteren Bürgerversammlung en informiert wird. Möge jede,r der daran Interesse bekundet, daran teilhaben.“

„Tolle Öffentlichkeitsarbeit!!!“, lobte eine andere Kommentatorin, aus Unna übrigens. Eine Besucherin des Abends merkte gleichwohl an: „Mir wurde der Abend zu schnell beendet. Viele, die sich immer wieder meldeten, konnten ihre Fragen nicht stellen. Einige Antworten der Podiumsgäste waren schlicht „bemüht diplomatisch“ und nicht so recht glaubwürdig. ….  Schön war, dass das fast alle Anwesenden ihre Hilfsbereitschaft signalisierten.“

Roland Schäfer antwortete selbst soeben darauf: „Liebe Frau ….,  zweieinhalb Stunden war eigentlich schon recht lang. Und es wird ja auf jeden Fall noch eine weitere Infoveranstaltung geben. Und Fragen zur Flüchtlingsunterkunft können Sie auch jetzt schon stellen. Soweit ich dazu in der Lage bin, antworte ich gerne.“

Kommentare (2)

  • Katja Vogt via Facebook

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    Durch Herrn Schäfers Kommunikationmsarbeit wird in den sozialen Netzwerken nur postiiv über Bergkamen und die engagierten Pro-Asyl-Initiativen Bergkamener Bürger berichtet. Das einzige was in Unna medial Furore machte, waren die Überlegungen einen Zaun zwischen „Lager“ und Hochschulcampus zu errichten. Das mutet ja fast so an, als sei Unna das Dresden in NRW.

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