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Brandanschlag auf Flüchtlingshaus geklärt: „Die sollten verschwinden“

Sie hätten lediglich gewollt, „dass die verschwinden“. So begründeten zwei Männer aus dem Märkischen Kreis (23 und 25 Jahre) bei ihrer polizeilichen Vernehmigung, wieso sie Ende vergangener Woche einen Brandanschlag in einem Wohnhaus für Asylbewerber in Altena verübten. Wir berichteten über diesen Fall.

Die Staatsanwaltschaft Hagen gab am heutigen Nachmittag auf einer Pressekonferenz bekannt, dass die mutmaßlichen Brandstifter gefasst sind und gestanden haben. Der entscheidende Hinweis für ihre Festnahmen kam aus der Bevölkerung.

Die Männer gehören nicht der rechtsradikalen Szene an, so die Polizei. Beide seien „ganz normale“ Menschen mit geregelten Jobs und nicht vorbestraft. Einer der beiden ist Feuerwehrmann. Die Männer beteuerte, sie hätten den syrischen Hausbewohnern kein Leid antun wollen. Sie hätten eben nur gewollt, dass sie „verschwinden“.

Wegen möglicher rechtsradikaler Hintergründe hatte der Staatsschutz mit hohem Personaleinsatz ermittelt. Der 23-Jährige hatte sich der Polizei freiwillig gestellt. Beide müssen sich nun wegen schwerer Brandstiftung verantworten. Darauf stehen bis zu 15 Jahre Haft.

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