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Bitterer Genossenabend: SPD verliert Hochburg Lünen sowie Menden

Ein bitterer Abend für die heimische SPD ist aus diesem sonnigen Herbstsonntag geworden. Sie hat am Abend bei den Bürgermeister-Stichwahlen die größte Stadt im Kreis Unna verloren – die jahrzehntelange Genossenhochburg Lünen ging buchstäblich haushoch an den Bewerber der freien Wählergemeinschaft, Jürgen Kleine-Frauns (GFL).

Er siegte mit 63,3 Prozent überdeutlich gegen SPD-Bewerber Rolf Möller, für den Landrat Michael Makiolla eigens am Samstag noch in Lünen die Werbetrommel geschlagen hatte: zusammen mit Bürgermeister Hermann Hupe aus Kamen und Friedrich-Wilhelm Rebbe aus Fröndenberg.

Volker Fleige Wahlkampf

Rausgewählt aus dem Amt haben die Mendener ihren SPD-Bürgermeister Volker Fleige (hier auf einer Fotomontage im Wahlkampf).

Möller Lünen

Nicht hingehauen: Rolf Möller (SPD) unterlag in Lünen schmerzlich klar dem Bewerber der Freien Wähler, Jürgen Kleine Frauns.

Der in Menden wohnende Rebbe hat nicht nur gestern erfolglos in Lünen für den Genossen wahlgekämpft, sondern bekommt selbst einen neuen Bürgermeister – der ebenfalls kein Sozialdemokrat mehr ist: Volker Fleige (SPD) unterlag als Amtsinhaber seinem CDU-Herausforderer Martin Wächter (54,4 Prozent).

Die Wahlbeteiligung lag in beiden Unnaer Nachbarstädten nochmal unter der vom Wahlsonntag vor zwei Wochen – doch sie war immer noch höher als die Beteiligung bei Werner Kolters Solo-Wahl in Unna, wo gerade mal jeder Vierte (25 Prozent) zur Urne ging.

Jürgen Kleine Frauns

Neuer Bürgermeister von Lünen: Rechtsanwalt Jürgen Kleine Frauns, Kandidat der GFL.

Martin Wächter

Neuer Bürgermeister von Menden: Martin Wächter, CDU.

Kommentare (6)

  • Christel Heinze via Facebook

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    Herzlichen Glückwunsch nach Lünen und nach Menden (y) (y) alles Gute und viel Erfolg 😀

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  • Michel Hausfreund via Facebook

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    Ich frage mich nur wann die SPD endlich aufwacht und nicht mehr ständig Politik gegen die eigenen Wähler macht.

    Abkehr von den Harz Reformen, Rückkehr zur DM und die Stärkung der Arbeitnehmer Rechte.

    Das würde Wähler mobilisieren.

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  • Petter Uhlenbusch

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    Da spielt auch das Verhalten der „Genossen“ in der momentanen „Flüchtlingsfrage“ eine große Rolle. Gabriel hat sich ja ganz besonders weit aus dem Fenster gelehnt. Bleibt nur zu hoffen das der nicht Nachfolger von der Merkel wird, dann könnte es noch dicker kommen.

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  • Hans Bergmann

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    Das gefällt !!!
    Die Parteivertreter haben fertig !
    Glück auf allen unabhängigen Rathauschefs in NRW !

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