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Bis zur Hälfte aller freien Stellen sind Leiharbeit

Arbeit auf Zeit floriert. Ein Drittel bis fast die Hälfte aller freien Stellen in der Region werden aktuell von Leiharbeitsfirmen gemeldet. Bei den Arbeitsagenturen im Kreis Unna, Hamm und Dortmund stammt nach den aktuellen Statistiken knapp jede dritte gemeldete Stelle von einem Leiharbeitsunternehmen, bei der Arbeitsagentur Hagen sind es sogar fast 46 Prozent der derzeit 3.000 freien Jobs.

Während die Firmen, die Arbeitnehmer auf diese Weise auf Zeit „ausleihen“, den Vorteil der Flexibilität betonen, bedeutet die Arbeit auf Zeit für die Arbeitnehmer keine Planungssicherheit und meist geringeren Lohn, als ihn die fest Angestellten der ausleihenden Unternehmen bekommen. Das kritisiert momentan wieder heftig die IG Metall.

Da die Leiharbeiter deutlich weniger verdienten, drohe ihnen später Altersarmut. Die Hoffnung, die die Politik einst in die Leiharbeit setzte – dass viele Mitarbeiter anschließend in Festanstellung übernommen würden – habe sich nicht wie erwartet realisiert, kritisieren die Gewerkschaften.

Kommentare (21)

  • Helmut Brune via Facebook

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    Ich finde das keine begrüßenswerte Entwicklung. Arbeitgeber sind wahrscheinlich froh darüber, weil sie nach Belieben über Arbeitskräfte verfügen können oder sich von ihnen verabschieden kann, ohne die lästigen Verpflichtungen, die Entlassungen mit sich bringen. Firmen, wie z. B. Randstad florieren. Für Arbeitnehmer ist das eine ungünstige Entwicklung. Sie verdienen weniger und vor Allem, was passiert, wenn sie in die Nähe des pensionierungs Alters kommen?? Da gibt es dann Armut.

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  • Ananda Gotam Kaur via Facebook

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    Es ist nicht zu akzeptieren ! Das ist Sklavenarbeit….

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  • Mimi Lüger via Facebook

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    Vorallem sind die Chancen nachher auf dem Arbeitsmarkt = 0 ! Niemand stellt jmd ein der Jahrelang auf Zeit gearbeitet hat. Am Ende bleibt auch nichts über …. Die Entwicklung ging absolut in die falsche Richtung. Wird man krank , wird man ausgetauscht und bekommt gleichzeitig die Kündigung der Zeitarbeitfirma.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Danke für deine Schilderung, Mimi Lüger. Leider hört man wirklich wenige Erfolgsgeschichten „von der Leiharbeit in Festanstellung“… :-/

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    • Mimi Lüger via Facebook

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      Ja.So ist es leider. Ich selbst war nicht betroffen. Aber mein Mann! Der musste die Stelle bei einer Zeitarbeitfirma annehmen , sonst hätte man ihm die Leistungen gekürzt. Schlimm. Wäre er Alleinverdiener gewesen , wäre das unser Untergang gewesen. Da gab es noch keinen Mindestlohn und er wurde mit teilweise 5,40 Euro abgespeist. Als Vater 2er Kinder. Interessiert Aber Niemanden. Geht man nicht, gibt es keine Leistungen. Denke das Modell „Arbeit auf Zeit “ war anders geplant.?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      :-( Es macht traurig und wütend, so etwas zu hören, Mimi Lüger. Gerade Arbeitnehmer mit Familien sind häufig gnadenlos erpressbar. Wir hoffen, dass dein Mann inzwischen einen zufriedenstellenderen Arbeitsplatz gefunden hat!

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    • Jama To via Facebook

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      Das nennt man Demokratie!
      Und das mit dem Stundenlohn ist je Witz!
      Eine Lachnumer!
      Dadurch haben die klein Verdiener nicht mehr in Portmonee!
      Das ist nur auf den Papier!
      Wer nicht mit macht kann gehen!
      Die Höll Kopfe! Hauptsache Spesen stimmen für Ihre Sitzungen!
      Wahrscheinlich waren Die bei der Verabschiedung des Gesetzes Dicke!???!

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    • Mimi Lüger via Facebook

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      Heute kann er nicht mehr arbeiten….. Da er nach einem schlimmen Schlaganfall arbeitsunfähig ist. Genau das ist der springende Punkt. Denn mit Rente Ist jetzt nicht viel! ?

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Mist, Mimi Lüger. Alles Gute trotzdem und dass es irgendwie hinhaut. Schöne neue Arbeitswelt. :-/

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  • Michel Hausfreund via Facebook

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    Wir benötigen eine komplette Rückabwicklung der Hartz Reformen und ein wieder einen verstärkten Arbeitnehmer Kündigungsschutz.

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  • Edmont Dantés via Facebook

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    Es kommt auf die Stelle an. Ich habe mal bei einer Firma gearbeitet die nur Kraftfahrer als Arbeitnehmerüberlassung betreibt. Der Vorteil ist die Abwechslung. Man lernt viele Sparten kennen und kann hinterher viel Erfahrung vorweisen.

    Andere Leihfirmen haben den Nachteil der Eintönigkeit,geringes Gehalt und seien wir ehrlich,der Ruf mancher Firma ist mehr als „durch“

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  • Lola Rennt via Facebook

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    Viele Leiharbeiter müssen ihr Gehalt durch den Staat aufstocken lassen.Weil es nicht reicht um die monatlichen Ausgaben zu decken.
    Gewinner sind die Leiharbeitsfirmen die sich die Arbeitkraft ihrer Angestellten gut bezahlen lassen und den Gewinn in die eigene Tasche stecken. Wann erkennt unser Staat endlich das nicht nur die Arbeitnehmer sondern auch unsere Staatskasse von solchen Firmen ausgebeutet wird?

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  • Jama To via Facebook

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    Das nennt man hier Demokratie!
    Durch Verabschiedung des Gesetzes über Mindestlohn, waren Spesen an der erste Stelle!
    Dadurch haben die kleine Verdiener nicht mehr in der Portmonee!
    Das Mindestlohn ist nur auf den Papier!
    Wer nicht mit macht kann gehen! Oder wird soviel gemobt bis Er freiwillig geht! Die Politiker müssten beim Verabschiedung des Mindestlohn Gesetz dicke gewesen sein! Na dann Prost!??? Mindestlohn!

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  • Jama To via Facebook

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    Reichen leben von den armen, arme leben von der Arbeit!
    Nur zu Dumm das Heute arme nicht mehr von der Arbeit leben kann!

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  • Michael Przsekopowitz via Facebook

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    Ja klar dann 1mon. Arbeiten und wenn SE dich nicht brauchen Schulen SE dich nach Hause wir haben im mom nix melden uns aber wieder in ein paar tagen und 2-3 Tage später bekommst dann von deiner Leiharbeitsfirma die Kündigung geschickt sollst ne Verzichtserklärung unterschreiben und bis raus 2 3 Wochen später nen brief vom chef habs mir nochmal überlegt und will ihnen noch ne Chance geben kann das mit meinem gewissen nicht vereinbaren das sie arbeitslos sind kommen sie doch wieder zur selben stelle wie vorher nach 2 Wochen dann 10 min. vor Feierabend zum boss ins Büro hab keine Arbeit mehr für dich den Rest der Woche aber nächste Woche sieht es wieder besser aus Ruf dich dann an und tüss 1 2 Tage später wieder Kündigung im Briefkasten mit Verzichtserklärung der leihfirma
    Den scheiss könnte ihr behalten hab das durch ich nicht mehr

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Das „gefällt mir“ bedeutet natürlich nicht, dass uns deine Erfahrungen gefallen, Michael Przsekopowitz, sondern Danke für deine Schilderung. Heftig! :-(

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    … vielen Dank für eure aufschlussreichen Schilderungen! (y)

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  • Janine Fronz via Facebook

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    Es kommt drauf an in welcher leihfirma man ist es gibt nicht nur schwarze Schafe es gibt auch welche die zahlen nicht untertariflich wo durch aus auch die chance besteht übernommen zu werden wo vom lohn man auch ohne Aufstockung leben kann man muss nur Glück haben eine vernünftige Firma zu finden…Allerdings ist es wirklich schwer ein „normalen“ job zu bekommen wenn man bei eine Leihfirma war bzw vom Amt wird dann nur noch Leihfirmen vorgestellt ausser man legt es selber drauf an einen anderen Job zu bekommen

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