Rundblick-Unna » Bis zu 600 Flüchtlinge in Kaserne und Raketenstation: Heute Info-Abend in Holzwickede

Bis zu 600 Flüchtlinge in Kaserne und Raketenstation: Heute Info-Abend in Holzwickede

Bis zu 450 Asylsuchende in der Emscherkaserne und ca. 120 in der Raketenstation. Die Gemeinde Holzwickede, die bekanntlich unter besonders starkem Unterbringungsdruck steht, wird am heutigen Abend über ihre Pläne für Kaserne und Raketenstation informieren.

In der Emscherkaserne können nach ersten Überprüfungen in allen vier Gebäuden (einschließlich der Offiziersunterkünfte) Unterbringungsmöglichkeiten für 400 bis 450 Flüchtlinge geschaffen werden. Bundesweit will Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen 40.000 Unterkünfte in leer stehenden Kasernen schaffen. Drei Gebäude der Holzwickeder Kaserne sind noch in recht passablem Zustand, das vierte stark beschädigt, weil es von einem SEK (Sondereinsatzkommando) fürs Training genutzt wurde.

Die Kaserne muss die die Gemeinde vom Bund anmieten, ebenso die Raketenstation in Opherdicke (120 Plätze). Bauliche Herstellungs- und Ersteinrichtungskosten würde der Bund zahlen. In Rede stehen 5 bis 7 Millionen Euro. Doch den Betrieb anschließend übernimmt nicht (wie etwa in der Landesstelle Massen) das Land. Denn für eine sog. Erstaufnahmeeinrichtung auf Kosten des Landes sind Kapazitäten ab 800 Plätzen erforderlich. Das hat (wie im Fall der Landesstelle) für die betroffene Stadt (hier Unna) zwei gravierende Vorteile: Der Bund zahlt alle Kosten, und es erfolgen keine weiteren Zuweisungen mehr von Flüchtlingen.

Daher hatte auch das Holzwickeder Rathaus auf eine Landeseinrichtung gehofft. Doch die Emscherkaserne wird eine kommunale Einrichtung bleiben. Damit muss die kleinste Gemeinde im Kreis für den Betrieb und die Versorgung der Menschen selbst zahlen und zugleich weiterhin mit der Zuweisung neuer Flüchtlinge rechnen.

Info-Abend heute, 27. Januar, 18 Uhr, im Schulzentrum an der Opherdicker Str. 44.

Kommentare (7)

  • Mike

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    Ich hatte moch schon letztes Jahr mehrfach gewundert warum die leerstehende Kaserne nicht genutzt wird.
    Das grösste Debakel sind und bleiben die Kosten, die ganze Bürokratie dabei, Merkel hat gesagt wir schaffen das, dann sollte man für diese Fälle auch einfache Lösungen auf Bundeseben finden sollen, der Bund will die Kaserne, sie gehört ihm, die Stadt soll sie aber mieten, …, vielzuviel Bürokratie und Geld was dadurch verloren geht.

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  • wutbürger fürst

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    Unverschämt! Mehr will ich dazu im Moment nicht sagen.

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    • petter Uhlenbusch

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      Ja, da fehlen einem echt die Worte. Man ist es überdrüssig das täglich zu lesen!
      Die Wahnsinnige aus der Uckermark treibt Deutschland komplett in den Abgrund.
      Ich bin jedenfalls bei der nächsten Wahl einer der ersten an der Wahlurne, kann es kaum noch erwarten :-)

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      • wutbürger fürst

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        Auch ich kann die Wahlen kaum erwarten.
        Die merkelt für ein Deutschland, das wir nicht wollen.

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  • Hans Meier via Facebook

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    Aus allen Kasernen sollten Geflüchtetenunterkünfte werden und das Geld für die Bundeswehr lieber in Humanitäres gesteckt werden, dann würde die Welt schon mal etwas besser.

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  • Andy Fischer via Facebook

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    Sesam Öffne Dich

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  • Birgit Rettich via Facebook

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    Sind das anerkannte Flüchtlinge und wieviel Prozent sind Frauen?

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