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Bis zu 50 000 € Strafe: Verschärftes Meldegesetz soll Adressbetrug verhindern

Sage und schreibe bis zu 50 000 Euro Strafe drohen bei Verstoß: Seit Sonntag (1. 11.) gilt wieder eine Meldepflicht unter Mitwirkung des Vermieters. Wer in eine andere Wohnung zieht, egal ob im selben Ort oder irgendwo anders hin, muss – wie bis zum Jahre 2002 – binnen zwei Wochen eine Bestätigung seines neuen Vermieters vorlegen. Dieser ist dazu verpflichtet, sie auszustellen. Viele Städte und Gemeinden des Kreises (Unna, Fröndenberg) weisen auf ihren Internetportalen mit gesonderten Mitteilungen auf diese neue – alte –  Meldepflicht hin.
Jeder Vermieter muss seinem Mieter schriftlich bestätigen, dass dieser tatsächlich bei ihm wohnt. Seit 2002 konnte sich jeder nach dem Umzug am neuen Wohnort ohne diese Bescheinigung anmelden. Das führte aber zu steigendem Adress-Betrug für z. B. Hehlerei oder andere dubiose Geschäfte. Insbesondere aber tauchten auch mit Haftbefehl gesuchte Straftäter an solchen Adressen unter.
Dem soll das verschärfte Meldeverfahren nun einen Riegel vorschieben: Künftig weiß die Polizei also mit Hilfe des Vermieters, wer sich ab dem 1. 11. 2015 angemeldet hat. Vermieter, die eine solche Bescheinigung nicht ausstellen, müssen mit hohen Bußgeldern rechnen – das Einwohnermeldeamt kann sie zu bis zu  1.000 Euro Bußgeld verdonnern. Und wenn ein Vermieter wissentlich eine Falschbestätigung ausstellt, drohen ihm sogar bis zu 50.000 Euro Strafe.

Kommentare (1)

  • Re Gina via Facebook

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    gefällt mir, obwohl manchmal 2 Wochen etwas knapp werden können, je nachdem wo man hinzieht. War das früher nicht mal 4 Wochen ? Ob so auch diesen sogenannten Schein-Firmen/ Briefkasten-Firma das Handwerk gelegt werden kann ?

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