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Bis zu 2000 protestierten friedlich gegen Rechtsextremismus

Zufrieden bilanziert die Dortmunder Polizei die heutige Kundgebung „Es reicht – Rechte Gewalt stoppen in Dortmund und anderswo“. Entgegen ihrer Befürchtung im Vorfeld kam es zu keinen gewalttätigen Störungen durch Kundgebungsteilnehmer. Bis zu 2000 Teilnehmer seien in der Spitze gezählt worden, berichtet sie. Hier die Schlussbilanz im Wortlaut:

„Die Polizei blickt auf einen friedlichen und störungsfreien Verlauf mit in der Spitze bis zu rund 2.000 Teilnehmern zurück. Polizeipräsident Gregor Lange lobte die heutige Protestkultur: „Rund 2.000 Menschen haben das wahre Gesicht Dortmunds gezeigt, indem sie friedlich gegen den Rechtsextremismus Flagge gezeigt haben!“

Parallel zu den Maßnahmen rund um die Versammlung hat die Polizei den gesamten Tag über auch den Bereich Dortmund-Dorstfeld im Fokus gehabt und ist dort bei Störungen durch Rechtsextremisten konsequent eingeschritten. So kontrollierten Beamte heute Mittag vier Personen, die dem rechten politischen Spektrum zuzuordnen sind, auf der Emscherstraße. Bei ihnen fanden sie mehrere Schlagwaffen. Diese wurden sichergestellt und entsprechende Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt. Die betroffenen Personen erhielten zudem einen Platzverweis.“

Die Bundespolizei (für Züge und Bahnhöfe) zuständig zeigt sich von einer Ausnahme abgesehen ebenfalls zufrieden. Sie schreibt:

„Insgesamt reisten circa 250 Teilnehmer mit Zügen an, unter denen sich auch 20 Personen aus Belgien befanden. Lediglich zwei Verstöße gegen das Versammlungsgesetz wurden festgestellt. Bundespolizisten stellten bei zwei Personen (19/25) Sturmhauben sicher und fertigten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz.

Gegen 13:00 Uhr stellten Einsatzkräfte der Bundespolizei drei Personen der rechten Szene in einem Schnellrestaurant fest. Nach einer Gefährderansprache, verließen sie den Bereich des Dortmunder Hauptbahnhofs.

Gegen 16:00 Uhr begann die Abreisephase, die bis dato (18:30 Uhr) ohne nennenswerten Vorkommnisse verlief.

Lediglich gegen 17:00 Uhr zündeten bislang Unbekannte einen Rauchtopf auf dem Mittelstreifen des Königswalls, gegenüber der Katharinentreppe. Bundespolizisten löschten die Pyrotechnik und stellten sie sicher. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

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