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Billmerich ist endlich auf dem Daten-Highway – Massen-Nord surft ab März blitzschnell

Sekundenlanges Warten, bis sich die Webseite am Bildschirm aufbaut – seit 1. Februar ist das für Cornelia Diederich vorbei: „Ich war erstmal erschrocken, wie schnell das jetzt geht – ein Tastendruck und schon bin ich drin“, sagt die Billmericherin lächelnd. Am 1. Februar wurde sie als erste Kundin des schnellen Internets aufgeschaltet.

Monate hatten die Stadtwerke Unna und der kommunale Provider HeLi NET investiert, um die moderne Kommunikation in den Unnaer Ortsteil zu bringen. Eine leistungsstarke Glasfaserstrecke dient jetzt als Hauptader, von einem mit Modems vollgepackten Multifunktionsgehäuse an der Österwiese wird das schnelle Internet über die vorhandenen Kupferadern geschaltet. Früher hatte Cornelia Diederich in dem Fachwerkhaus am Ortsrand formal eine Leistung von drei MBit/s, durch die lange Kupferstrecke zum Kabelverteiler waren das wohl häufig nur Kilobit.

Entsprechend mühsam war es, wenn die Billmericherin mal wieder spezielles Futter für ihre vierbeinigen Lieblinge im Web bestellen wollte: eine zehnjährige Berner Sennenhündin und ein zweijähriger Border-Terrier tollen durch das Haus und über das Grundstück. „Ewig warten“ war der Web-Alltag am Laptop. Jetzt ist die Leitung mit 30 MBit/s gefühlt „rasendschnell“ – und auch WLAN und Telefon funktionieren problemlos.

In diesen Wochen werden die nächsten 60 Kunden in Billmerich auf das schnelle Internet umgeschaltet, Bis Ende des Jahres sollen alle am Netz sein. HeLi NET ist hier auf die Telekom und auf die jeweiligen Anbieter angewiesen.

Durch Tiefbauarbeiten verzögert wurde das schnelle Internet für Massen-Nord, wo die Stadtwerke und HeLi NET ebenfalls eine Glasfaseranbindung schufen: Anfang März werden die ersten Kunden hier aufgeschaltet. Parallel arbeiten die Stadtwerke weiter:

Am Afferder Weg haben die ersten fünf Kunden schon lichtschnelles Internet gebucht: Der Glasfaseranschluss im Haus macht Datenkommunikation mit bis zu 400 MBit/s möglich. Die Nachfrage nach dem lichtschnellen Datenkabel sei hoch, sagt Jürgen Schäpermeier, Geschäftsführer der Stadtwerke: „Wir haben zahlreiche Kunden, die sich dieses zukunftssichere Medium direkt ins Haus legen lassen.“

Denn die Lichtwellenleiter bieten im Gegensatz zu den Kupferleitungen – die die Telekom im Unnaer Kerngebiet auf höhere Leistungen getrimmt hat (Vectoring) – eben physikalisch keine Grenzen: „Hochgeschwindigkeiten bei der Datenkommunikation bis hin zu einem Gigabit und mehr sind möglich. Im Gegensatz zu Kabel- oder Funkverbindungen, die sich mehrere Nutzer teilen, sinkt auch die Leistung bei hoher Belastung nicht“, erklärt Karsten Pfützner, Leiter der Nachrichtentechnik der Stadtwerke.

Den Ausbau der Breitband-Kommunikation mit Lichtwellenleitern sehen die Stadtwerke als unverzichtbare Investition in den Standort. So haben sie nicht nur den dörflichen Ortsteil Kessebüren im Bündnis mit dem kommunalen Provider HeLi NET an schnelles Internet angeschlossen. Im Neubaugebiet auf der Weberstraße surfen schon die Bewohner von dreizehn (Mehrfamilien-)Häusern Hausbesitzer direkt über die Glasfaserverbindung mit 100 Mbit/s, genießen auch hochaufgelöstes HD-Fernsehen. Im Neubaugebiet am Afferder Weg und im Baugebiet an der Palaiseaustraße bekommen Bauherren auch den Kommunikationsanschluss der Zukunft. Gleichzeitig ziehen die Stadtwerke schon von Hemmerde aus bis nach Unna eine weitere Datenautobahn: Leerrohre, die entlang der Erdgas-Leitung mitverlegt wurden, machen es möglich.

Für alle Kunden, die Interesse am wirklich schnellen Internet haben: Die Stadtwerke bieten unter www.sw-unna.de, Rubrik Telekommunikation, einen Verfügbarkeitscheck sowie viele Informationen zum Thema.

Stadwerke Internet Glasfaser Billmerich

Die erste Breitband-Kundin in Billmerich, Cornelia Diederich, mit Karsten Pfützner (hinten l.) und Klaus Tibbe (HeLi NET).

 

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