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Bilanz der Polizei-Großkontrollen: „Wir dulden keine rechtsfreien Räume!“

Überall im Umkreis – im Kreis Unna, Soest, MK, Dortmund, Hamm und an den Autobahnen – fanden in dieser Woche großflächige Polizeikontrollen statt. In Fröndenberg und Unna sorgte eine Hundertschaft der Kreispolizeibehörde mit Personen- und Fahrzeugkontrollen für Aufsehen, die Nachbarkreise starteten ebensolche Aufgebote.

Während es für die KPB Unna keine Bilanz des Kontrolltags gibt, stellt die Großstadtbehörde Hamm heute ein umfassendes Ergebnis online. Mit dem warnenden Fingerzeig an alle Rechtsbrecher und Kriminellen: „Wir dulden keine rechtsfreien Räume!“

Mit einem Großaufgebot kontrollierten Polizeibeamte am Freitag von 6 bis 23 Uhr Personen, Kraftfahrzeuge, Gaststätten, Bars, Bistros, Cafés, Teestuben, Wettbüros und Spielhallen im gesamten Stadtgebiet. Hierbei wurden sie von der Bereitschaftspolizei, dem Zoll und der Stadt Hamm unterstützt.

„Straftäter und Verkehrssünder müssen in Hamm immer mit Polizeikontrollen rechnen“, warnt die Polizei. „Und das nicht nur an diesem Freitag! Solche Einsätze gab es bereits in der Vergangenheit und wird es auch in Zukunft geben.“

Beim gestrigen Einsatz standen Straßen- und Einbruchskriminalität im Mittelpunkt. „Taten von Räubern, Taschendieben, Gewalttätern und Einbrechern beeinträchtigen das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung“, schreibt die Polizei. „Potenzielle Täter werden durch flächendeckende Polizeipräsenz und dauerhafte Kontrollen verunsichert, abgeschreckt und aus Hamm ferngehalten.“

Zudem wurden auch verkehrsrechtliche Verstöße „konsequent geahndet“, denn „Fehlverhalten im Straßenverkehr führt immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Durch einen hohen Kontrolldruck wird die Hammer Polizei die Verletztenzahlen weiter senken!„, ist die Behörde sicher. Allerdings: Von 2014 auf 2015 sind die Verkehrsopferzahlen trotz vielzähliger Kontrollen (inkl. „Blitzermarathon) NRW-weit alarmierend gestiegen…

Mehr als 100 Beamte überprüften 350 Personen, kontrollierten 165 Fahrzeuge, legten fünf Strafanzeigen nach Verstößen gegen das Waffengesetz und Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Verdacht des illegalen Aufenthaltes und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte vor, stellten in vier Fällen Diebesgut, Waffen sowie Betäubungsmittel sicher und ahndeten 37 Ordnungswidrigkeiten. Des Weiteren nahm die Polizei fünf Personen fest. Vier wurden mit Haftbefehl gesucht. Gegen sieben Männer waren Ermittlungen wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts notwendig. Sechs von ihnen konnten nach Personalienfeststellung wieder entlassen werden. Einer blieb im Polizeigewahrsam.

In den Morgenstunden unterstützten Polizisten das städtische Amt für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten in der kommunalen Asylunterkunft an der Soester Straße. (Wir berichteten.) Hier stellten die Beamten eine geringe Menge an Drogen und ein gestohlenes Fahrrad sicher. Ein Bewohner wehrte sich gegen seine Überprüfung. Ihn erwartet nun das Strafverfahren wegen Widerstandes.


Einbrecher der weiße TransporterWenige Stunden nach der Großkontrolle gab es einen Einbruch in ein Juweliergeschäft:

Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht zu Samstag, gegen 3.45 Uhr, versucht in ein Juweliergeschäft an der Weststraße einzubrechen. Dazu versuchten sie die Verglasung der Eingangstür und eines Schaufensters einzuschlagen. Die Täter scheiterten.

In unmittelbarer Nähe konnten drei männliche, dunkel gekleidete Personen beobachtet werden. Die Verdächtigen entfernten sich über die Weststraße in Richtung Marktplatz und liefen dann weiter in Richtung Südstraße. Einer der Männer trug einen Motorradhelm, ein weiterer Mann ein rotes Tuch vor dem Mund.

Kommentare (14)

  • Dagobert

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    Dass eine „Teestube“ überprüfungswürdig ist, hätte ich nie gedacht. Was wird als nächstes überprüft ? „Religions“-und „Kulturvereine“ ? Es muss ja zu einer schlagartigen „Blitzkriminalisierung“ gekommen sein, wenn solche Aktionen auf einmal notwendig sind, obwohl die Kriminalitätsstatistik keine Besonderheiten aufgezeigt hat. Wenn sich in den letzten Jahren Kriminalität in NRW ausgebreitet hätte, während Herr Jäger „Blitzerparty“ gefeiert hat, wäre es ein handfester Skandal. Oder stehen demnächst Wahlen an und der Bürger soll durch derartigen Aktionismus beruhigt werden ?

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  • Petter Uhlenbusch

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    „Wir dulden keine rechtsfreien Räume!“
    … seit wann ?

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    • Wierumer

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      seit H. Kraft ernsthaft glaubt es gibt in NRW keine No GO Area, die Verbrechensquote auf dem niedrigsten Stand seit 45 Jahren liegt, die Aufklärungsquote noch nie so hoch war und die Polizeikräfte immens gestärkt wurden. Des Weiteren das NRW ein blühendes aufstrebendes Land ist in dem noch nie so viele Leute Arbeit hatten und wo kein Kind zurückgelassen wird. (nachzulesen in der Rheinischen Post)

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  • Petter Uhlenbusch

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    Die „Oben“ wollen jetzt Gas geben, weil ihnen die nächste Wahl Fracksausen macht.

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  • Helmut Brune

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    Wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, hat auch nichts zu befürchten. Wir alle ärgern uns an kriminellen Taten. Dann liest man hier in den Kommentaren: Die Polizei macht ja doch nichts. Jetzt handelt die Polizei und bekommt gleich wieder Kritik.

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    • Dagobert

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      Bitte verstehen Sie meine Kritik nicht falsch. Jeder von ist dankbar, dass es Polizisten gibt und dass die Polizei diesen ausgesprochen undankbaren Job macht. Subjektiv haben viele den Eindruck, dass der Polizei eine politische Meinung diktiert wird, die an der Realität vorbei geht(Kriminalitätsstatistik, inkomplette Täterbeschreibungen, etc.). Exemplarisch hierfür der Bericht über einen „Infoabend zu Flüchtlingen“. Der Polizist, der an diesem Abend behaupten durfte (oder musste?), dass „es nicht einen einzigen Fall von Übergriffigkeit oder gar Straffälligkeit in Schwerte im Zusammenhang mit Flüchtlingen gegeben habe“, hat sich einen Monat später eine neue Aufgabe gesucht, nachdem ein Dokument geleakt wurde, welches überdurchschnittlich viele Einsätze in Flüchtlingsheimen bestätigte.
      http://blickwinkel-schwerte.de/schwerter-heide-beweist-willkommenskultur-zahlreiche-helfer-fuer-die-fluechtlinge-registriert/
      So etwas muss doch auch für einen Polizisten frustrierend sein, oder ?

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    • Petter Uhlenbusch

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      Das wären die letzten die ich kritisieren würde.Ich denke die leiden auch unter den Vorgaben, die sie von ihren Chefs bekommen. Zumindest hat mir mein (Polizisten) Freund das so erzählt.

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  • Hans-Otto Dinse

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    @Dago
    Einsätze „in“ Flüchtlingsheimen, werden meines Wissens, als „häusliche Gewalt“ gewertet und tauchen in der Kriminalitätsstatistik überhaupt nicht auf.
    Bei unserer Schwerter Demo hatte ich eine Passage in meiner Rede, die sich auf ein schweres Vergehen durch Flüchtlinge im Stadtpark bezog. Von der Polizei wurde ich damals aufgefordert diese Passage nicht zu wiederholen. Da wir schon Stress genug mit der Antifa hatten, bin ich dem auch ohne Gegenrede nach gekommen. Warum er darauf bestand ist mir bis heute nicht klar. Ich habe immer noch in Erinnerung, dass es einen solchen Vorfall gab, habe aber später nie wieder etwas davon gehört. Ich denke, erst wenn die AfD in den Parlamenten sitzt, wird man vieles hören, was jetzt nicht berichtet wurde!

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    • Dagobert

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      Offensichtlich sind wir beiden nicht die einzigen, die merken, dass etwas schief läuft ;-).
      Ich fand es sehr überraschend, dass Herr Quiering nach 16 Monaten Amtszeit und unzähligen „Infoabenden zu Flüchtlingen“(In denen er immer wieder sagen musste, dass eine keine kriminellen Flüchtlinge gibt) kurzfristig den Dienst quittiert hat. Vermutlich hatte er einfach nur die Schnauze voll….

      Das geleakte vertrauliche Dokument hieß übrigens „Polizeiliches Lagebild in Flüchtlingsangelegenheiten“ und war eine Zeit lang im Internet einsehbar. Hier werden der Stadt Schwerte alleine im Monat Dezember 2015 reichlich Einsätze (Bedrohung, Diebstahl, Schlägerei, Körperverletzung….) bescheinigt. Natürlich darf die Öffentlichkeit nichts davon erfahren, weil es ja „häuslich“ ist. Meiner Meinung nach wurde hier ein anständiger Polizist von der Politik wiederholt zum Lügen gezwungen und ist geflohen.
      Bei der AfD gebe ich Ihnen auch Recht, leider dauert es verdammt lange bis zur nächsten Wahl…..

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      • Petter Uhlenbusch

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        Wenn Erdogan das Tor aufmacht, wovon ich momentan ausgehe, sind Merkels Tage gezählt. Dann bricht hier eine Flutwelle von angepissten Muslimen über uns hinweg, das man sich in das Jahr 2015 zurück sehnt. Ich hoffe nur das der Ziegenfreund noch bis Anfang nächsten Jahres wartet, dann dürfte auch das Schicksal der Grünen an der Wahlurne ihr Ende finden.

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    • Dagobert

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      Bei dieser Gelegenheit, Herr Dinse:
      Wussten Sie schon, dass das „anarchistische Forum Schwerte“ Ihnen und dem Rundblick Unna einen „langen, radikalen und erbitterten Kampf “ angesagt hat ?
      https://linksunten.indymedia.org/de/node/179507
      Ich verstehe nicht, warum diese Seite, die mitunter offen zu Gewalt aufruft oder Gewalt verherrlicht, noch nicht vom Staatsschutz geschlossen wurde. Der Staatsschutz war wohl sehr damit beschäftigt, zu prüfen, ob Schlägereien einen ausländerfeindlichen Hintergrund haben könnten.

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  • Hans-Otto Dinse

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    @Dago
    Aber auch bis zur nächsten Wahl können wir denen, die uns belügen, das Leben schwer machen!
    Wir müssen es sogar, denn nichts kommt von allein!

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  • Hans-Otto Dinse

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    @Dago
    Nein das wusste ich nicht! Nach unserer Demo mit den aufgeschlitzten Reifen, hatten wir schon mal die zweifelhafte Ehre.

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  • Petter Uhlenbusch

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    Das passt auch … irgendwie zur Situation in unserem Land:

    Erstmals seit dem Kalten Krieg – Bürger sollen Vorräte für zehn Tage anlegen

    http://www.n-tv.de/politik/Buerger-sollen-Vorraete-fuer-zehn-Tage-anlegen-article18468586.html

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