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Bewaffneter Raub auf Geschäft an Friedrich-Ebert-Str. – 4 Angestellte gefesselt, Täter flüchtig

Krimireife Szenen spielten sich gestern Abend auf der Friedrich-Ebert-Straße ab. Bei einem bewaffneten Raub auf ein Geschäft für Elektronik und Handyzubehör wurden vier Angestellte gefesselt, während die Täter buchstäblich den Laden leer räumten.

Der Überfall passierte gegen 20:30 Uhr, betroffen war das noch relativ neue Handyzubehörgeschäft an der Friedrich-Ebert-Straße 112 neben der Bäckerei Braune. Drei Räuber drangen in den Laden ein und überwältigten die vier Angestellten, mindestens einer der Täter war mit einer Schusswaffe bewehrt. Ob noch weitere Waffen im Spiel waren, ist bisher nicht geklärt.

Das kriminelle Trio drängte die Angestellten jedenfalls nach ersten Ermittlungen in einen Nebenraum und fesselte sie dort. Anschließend erbeuteten die Täter eine erhebliche Menge an Zubehör für Mobiltelefone und flüchteten in unbekannte Richtung.

Den Angestellten gelang es, sich selbst zu befreien und die Polizei zu alarmieren. Die sofort eingeleitete Fahndung ist bislang ergebnislos verlaufen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Kreispolizeibehörde Unna unter 02303 921-3120 oder 02303 9210 entgegen.

Den letzten bewaffneten Überfall an der Friedrich-Ebert-Straße hatte es im Herbst direkt eine Hausnummer weiter auf die Bäckerei Braune gegeben. Der einzelne Täter kam samstagvormittags ebenfalls mit einer Schusswaffe und erbeutete Bargeld. Die Bäckereimitarbeiterin, die im Moment des Überfalls allein im Laden war, erlitt einen Schock. Der Täter wurde bisher nicht überführt.

UPDATE – Die Folgemeldung vom Nachmittag mit Beschreibungen der drei Räuber.

Die Polizei beschreibt die flüchtigen Täter als äußerst aggressiv und gewalttätig. So wurden die anwesenden Angestellten und Kunden des Geschäfts mit Fäusten und auch mit einer mitgeführten Pistole geschlagen, mit den Füßen getreten und teilweise gefesselt. Die vier Männer erlitten neben heftigen Schocks unter anderem Verletzungen im Gesicht und mussten teilweise im Krankenhaus behandelt werden.

Es sind mindestens drei Täter gewesen. Sie waren maskiert und sprachen mit osteuropäischem Akzent.

Sie werden wie folgt beschrieben: der erste war 180 bis 190 cm groß, kräftig bis muskulös, dunkle Augen, um die Augenpartie gebräunte Haut. Bekleidet war er mit einer dicken, blauen Jacke, blauer Jeans und braunen Schuhen.

Der zweite war ca. 175 cm groß und muskulös. Er hatte ebenfalls dunkle Augen und war dunkel gekleidet.

Der dritte Täter war etwa 170 cm groß und hellere Haut um die Augenpartie. Er war mit einer dunklen Jacke, unter der er einen Kapuzenpulli mit einer hellen Kapuze trug und einer Jeans bekleidet. Ein Täter hatte eine schwarze Pistole dabei, bei der es sich eventuell um eine Gaspistole handeln könnte.

Ihre Beute – üppige Beute: zahlreiche Handyersatzteile wie Displays – transportierten die Kriminellen mit zwei großen Taschen ab, vermutlich handelte es sich um Sport- oder Eishockeytaschen.

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