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Bewaffneter Räuber gesucht – mit Bilderfahndung 18 (!) Monate nach der Tat

Nein, das ist kein Tippfehler. Hier wird mit Bildern ein Räuber gesucht, der im Oktober 2014 zuschlug.

Anderthalb Jahre – 18 Monate – bis zur Veröffentlichung von Fahndungsfotos – das ist mit Abstand Rekord, seit wir auf Rundblick solche Öffentlichkeitsfahndungen weiterverbreiten. Die Dortmunder Polizeisprecherin Cornelia Weigandt sagte uns auf Nachfrage denn auch: „Doch, die Jahreszahl stimmt tatsächlich. Ich habe mich aber selbst auch erst durch Rückfragen vergewissert.“

Also wird jetzt im März 2016 tatsächlich ein Krimineller gesucht, der bereits im Oktober 2014 mit einem Messer bewaffnet einen Dortmunder überfiel und Bargeld und Wertsachen von ihm erpresste. Bei der Geldabhebung an einem Sparkassenautomaten in Brackel (Oesterholzstraße) entstanden am 20.10. 2014 zwischen 8.28 und 8.31 Uhr die hier gezeigten Fotos.

Der Mann ist ca. 52 Jahre alt, dünn, 175-180 cm groß, dunkelhäutiger, er trug zum Tatzeitpunkt einen grau-schwarzen Schal um den Kopf, eine Blaue Jacke und eine schwarze Hose.

Räuber 2 Räuber 1

Ist es 17 Monate nach einer Tat nicht komplett witzlos, mit Bildern zu fahnden? Nicht unbedingt, schränkt Polizeisprecherin Weigandt ein. „Natürlich werden sich kaum Zeugen an diesen konkreten Tag vom Oktober 2014 erinnern können. Wer den gesuchten Mann aber kennt, wird ihn auch auf diesen Bildern noch erkennen.“

Zur Erinnerung: Nicht die Polizei entscheidet über die Freigabe von Bildern für Fahndungszwecke, sondern das jeweils zuständige Amtsgericht. Im Fall des hier gesuchten Räubers, sagt die Polizeisprecherin, hatte es zeitaufwendige Ermittlungen in alle Richtungen gegeben, die zwischendurch auch mal ins Stocken kamen und ruhten. Bis die Akte jetzt noch einmal bei der Polizei aufschlug und nun die letzte Möglichkeit ergriffen wird, den Täter zu erwischen – eine Öffentlichkeitsfahndung mit Bildern.

Zeugen, die also Hinweise zum Tatverdächtigen und dessen Identität geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalwache der Dortmunder Polizei unter der Rufnummer 0231 – 132 7441 in Verbindung zu setzen.

Kommentare (10)

  • Wierumer

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    unsere Justiz verkommt immer mehr zur Lachnummer…

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  • Susanne Appelstiel via Facebook

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    Schliesse mich an!

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  • Mike

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    Unglaublich, Täterschutz steht in Deutschland vor dem Opferschutz

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  • Mike Donald McLeod via Facebook

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    Die Bananenrepublik, wo ein Bürger mit einem Joint härter bestraft wird als einer der Vergewaltigt, grabscht, stiehlt, 5 Identitäten hat und vieles mehr…..

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    • Mike

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      Ja leider, selbst GEZ nicht zahlen wird hart bestraft :-) Immer wenn es ums Geld geht für den Staat klappt es mit Strafen…

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  • Steffi Janas-Gelhausen via Facebook

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    Dat ist ja süss!!!! Was soll man denn bitte mit sooo kleinen Bildern,die man noch nicht mal vergrössern kann?!?

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  • Jan Onym

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    Dass die Tat schon ein paar Monate her ist ist nicht das Problem meiner Meinung nach. Aber die Bilder in Maximalauflösung von 77×119 Pixel schauen sich eher wie aus den `90ern an…

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  • Jama To via Facebook

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    18 Monate??? Warum so eilig?

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