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Bewaffnete Räuber geschnappt – 18Jähriger in elterlicher Wohnung festgenommen

Gerade mal 18 und 20 Jahre alt – der Jüngere wohnt sogar noch bei seinen Eltern in Schwerte. Die Polizei der Ruhrstadt hat zwei bewaffnete Räuber gefasst, die im September eine Videothek Im Bohlgarten überfallen haben. Am späten Abend des 12.09.  bedrohten die beiden Kriminellen die 26-jährige Angestellte mit einer Pistole und raubten Bargeld.

Nach umfangreichen Ermittlungen durch die Kripo Schwerte wurde am Mittwoch dieser Woche ein 18-jähriger Schwerter in der Wohnung seiner Eltern vorläufig festgenommen. Im Rahmen der Vernehmung gestand der junge Mann die Tat – und nannte den Ermittlern auch den Namen seines Komplizen. Den griffen sich die Kripobeamten dann unverzüglich in seiner Schwerter Wohnung.

Auch der 20Jährige hat die Tat gestanden. Nach den Vernehmungen wurden die beiden Männer auf Anordnung der Staatsanwaltschaft entlassen.

Kommentare (4)

  • Petter Uhlenbusch

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    „Nach den Vernehmungen wurden die beiden Männer auf Anordnung der Staatsanwaltschaft entlassen.“
    Ach ja, die Vorhaltung, bzw. Bedrohung mit einer Schusswaffe scheint nur noch ein „Kavaliersdelikt“ zu sein. Eine bessere Nachricht kann es für Nachahmer garnicht geben.

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    • Zwen Arn via Facebook

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      Es muss halt ein Haftgrund vorliegen. In diesem Fall wäre neben der Fluchtgefahr (die Gesamtunstände sprechen für eine Flucht um sich dem Strafverfahren zu entziehen) der subsidiär anzuwendende Haftgrund Wiederholungsgefahr (Täter muss bereits in der Vergangenheit für gleichgelagerte Straftaten rechtmäßig verurteilt worden sein u es muss die begründete Gefahr bestehen er wird vor Verurteilung für die aktuelle Tat ein weiteres Delikt begehen) ein Thema gewesen. So wie ich die Meldung lese lagen diese Haftgründe nicht vor. Das eigentliche Verfahren folgt ja noch. Sicher sieht das immer erst eigenartig aus, aber wir sprechen ja über eine Untersuchungshaft. Eine Haftstrafe ist im Rahmen der Hauptverhandlung durchaus drin. Da es aber nach dem Jugendstrafrecht gehen wird, darf man auch nicht zu viel erwarten.

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  • Mör Ti via Facebook

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    …“nach Jugendstrafrecht hat er auch nicht viel zu erwarten.“ Wird dem Täter auch noch gratuliert? Ein Strauß Blumen dazu, gefällig?

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    • Zwen Arn via Facebook

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      Ich hoffe nicht, allerdings lehrt die Erfahrung das häufig keine Haftstrafen ausgesprochen werden, vor allem wenn es sich um „Ersttäter“ handelt. Was soll ich ihnen sagen, ich halte davon auch nichts. Wir haben aber in der Justiz nicht nur das Problem aus meiner Sicht, dass einfach viel zu oft die berühmte zweite Chance gewährt wird, sondern auch, dass die Knäste (auch die Jugendknäste) unterfinanziert sind. Ich finde da müsste bereits in der Haft und direkt im Anschluss engmaschig mit Sozialarbeit begonnen werden. Hilft ja nix, wenn die später schlimmer aus der Kiste kommen als sie reingegangen sind. Aber schnelle Verfahren und vor allem ganz konsequente Strafe, dass muss mit Sicherheit auch sein.

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