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Beschleunigte Asylverfahren in Landesstelle verzögern sich

Die Entscheidungen über Asylanträge sollen in der Landesstelle Massen schneller gehen. Doch damit wird es noch ein paar Monate länger dauern. Die „Zweigstelleneröffnung“ des Migrations-Bundesamtes verzögert sich bis November, teilt der Kreis Unna heute mit.

Er übernimmt dort seit Juli die Registrierung von Asylbewerbern. Zur Hilfe kommen soll ihm das Bundesamt für Migration, damit die Wege zwischen Antragstellung und Entscheidung kurz werden. „Allerdings wird diese Präsenz nach derzeitigem Stand erst ab November umgesetzt werden können“, teilt der Kreis mit. Ob die Verzögerung damit zusammenhängt, dass der Chef des Migrationsamtes vorige Woche von seinem Amt zurücktrat, wird nicht gesagt.

Derweil hat NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens die Erstaufnahmeeinrichtung an der Buderrusstraße besucht und sich einen Überblick über die Situation verschafft: die der hier untergebrachten Flüchtlinge (derzeit ca. 1100 – Maximalbelegung sind 800 Menschen) und über die Arbeit der Helfer. Hintergrund: Der Kreis betreibt die Erstaufnahme zwar, aber das Land zahlt. Mit am Tisch des internen Austauschs saßen Spitzenkräfte des NRW-Ministeriums, Fachbereichsleiter der Kreisverwaltung und Vertreter des DRK, das die Flüchtlinge in Unna-Massen betreut.

Über den Inhalt des „internen“ Gesprächs hinter verschlossenen Türen hält sich die Kreisverwaltung entsprechend allgemein und nichtssagend: „Ministerin Steffens informierte sich insbesondere über die gesundheitliche Betreuung der Flüchtlinge und diskutierte über Möglichkeiten, die Versorgung der in unserem Land Zuflucht suchenden Menschen zu verbessern.“

 

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