Rundblick-Unna » Bergkamen – wo Frauke Petry zum Gymnasium ging: Ihr früherer Lehrer Heinrich Peuckmann wirft AfD-Chefin Lüge und „Schäbigkeit“ vor

Bergkamen – wo Frauke Petry zum Gymnasium ging: Ihr früherer Lehrer Heinrich Peuckmann wirft AfD-Chefin Lüge und „Schäbigkeit“ vor

Heinrich Peuckmann, Autor aus Kamen, war jahrzehntelang Lehrer am Gymnasium Bergkamen – und hat auch Frauke Petry unterrichtet, die inzwischen Vorsitzende der Alternative für Deutschland ist (AfD). In einem Statement auf seiner Homepage nimmt Peuckmann Stellung zu seiner früheren Schülerin und ihrer heutigen Entwicklung. Und löste damit eine mediale Lawine aus. „Die gesamte Presse hat jetzt darauf reagiert“, schrieb uns der mit unserem Verlag langjährig bekannte Autor, „ich lehne alle weiteren Stellungnahmen ab, aber es klingelt dauernd das Telefon. Wenn Sie berichten wollen, kein Problem.“

Hier die Gedanken, die sich der pensionierte Gymnasiallehrer und Schriftsteller über seine ehemalige Schülerin Frauke Petry gemacht hat:

„Als Lehrer sollte man nichts, schon gar nichts Negatives über seine ehemaligen Schüler kundtun. Manchmal geht es aber nicht anders, ein solcher Punkt ist nun erreicht.

Frauke Petry, Vorsitzende der AfD, hat gestern in einer Pressekonferenz gesagt, dass die Ethnisierung von Gewalt schon vor dem Ankommen von Flüchtlingen in manchen Städten zu Wohngebieten geführt habe, in die sich keine Polizei mehr traue.

Auf Nachfrage, ob sie aus eigener Anschauung solche Viertel kenne, nannte sie Bergkamen, wo sie lange gelebt hat und Schülerin unseres Gymnasiums war. Das sei schon früher so gewesen und sei es auch heute noch. Nun gibt es in Bergkamen durchaus Viertel, in denen sich soziale Probleme zuspitzen, aber ein Viertel, in das sich die Bergkamener Polizei nicht mehr traut, gibt es wirklich nicht.

Anderen Lügenpresse vorwerfen und selber lügen, wenn es darum geht, sein verschroben undifferenziertes und verachtenswertes Welt- und Menschenbild zu begründen, ist schon schäbig.

Die „ZEIT“ hat mich mal nach ihr gefragt und ich habe einzig gesagt, dass Frauke eine intelligente Schülerin war. Man muss da, merke ich, begrifflich genau sein, intelligent, nicht klug. Denn mit Klugheit verbindet sich Moral. Die kann ich bei ihr nicht (mehr) erkennen.

Sie hat ja auch Religionsunterricht bei uns gehabt und in diesem Unterricht spielten christliche Werte wie Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, besonders auch Nächstenliebe, die gerade jenem zusteht, der in Not ist (zum Beispiel einem Flüchtling), eine Rolle.

Ich freue mich immer, wenn ich ehemalige Schüler treffe, wenn sie mir berichten, wie es weitergegangen ist mit ihnen. Und sie, merke ich, freuen sich auch, wenn sie mich treffen. Jemanden wie Frauke, mit so einem Menschenbild und mit plumper Verdrehung der Wahrheit, möchte ich denn doch nicht mehr treffen. Das widerspricht allem, für das ich (auch in meiner Literatur) stehe.“

(Fotorechte liegen bei Heinrich Peuckmann.)

Kommentare (28)

  • Manfred Reinking via Facebook

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    15 Sekunden Aufmerksamkeit

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    • Recherche

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      Ich würde seine Kritik ja akzeptieren. aAllerdings macht er den Fehler, dass er offensichtlich aus zweiten dritten und vierte Quelen benutzt, um über die Dame her zu ziehen. Frau Petrys „Schießbefehl“ hat es nie gegeben und die meisten Zitate hierzu sind entweder falsch oder unvollständig.
      Zum Thema Distanzeritis mal dies zum Schmunzeln (oder ertappt zu werden.)
      https://feuerbringer.wordpress.com/2016/03/17/welt-distanziert-sich-von-frauke-petry/

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  • Rolf Simon via Facebook

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    Peuckmann ist alt.

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  • Susanne Appelstiel via Facebook

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    Wie auch immer man darüber denkt, ich finde das gehört sich nicht!

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  • A. Nolte

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    Ich freue mich über die klaren Worte des Herrn Peukmann! Richtig gut finde ich die Differenzierung zwischen intelligent und klug. Man kann jemandem wie Frau Petry vielleicht nicht eine Intelligenz absprechen, aber wer sich so äußert wie sie und ihre Partei, dem fehlen die wirklich wichtigen Charakterzügen. Ehrlichkeit, Nächstenliebe und vieles andere mehr. Und das sind gerade die wichtigeren Charaktermerkmale. Nur eine kalte Intelligenz bringt einen als Menschen und bringt eine offene, tolerante und kluge Welt nicht weiter. Leider fehlt es vielen Anhängern der Frau Petry nicht nur an an diesen Charakterzügen, sondern auch gerade an Intelligenz. Denn sonst würden Sie die vielen Lügen, Ausreden, Ungereimtheiten und Frechheiten durchschauen……..
    Also Danke an den Lehrer . Wir brauchen KLUGE Menschen

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  • Sahra Franz via Facebook

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    Er darf seine Meinung auf jedenfall sagen und recht hat er auch.
    Wenn die „Gute“ soviel Blödsinn erzählt muss sie damit rechnen, dass es jemand richtig stellt.

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  • Andy Fischer via Facebook

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    Hat der Opa keine Hobbies??

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  • fürst

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    „….Als Lehrer sollte man nichts, schon gar nichts Negatives über seine ehemaligen Schüler kundtun. ….“ und das sollte auch gelten, wenn man auf seine „Literatur“, auf sich aufmerksam machen will.

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    • Peter Müller via Facebook

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      Nur weil es Ihnen nicht gefällt, müssen Sie ja nicht gleich so ausfallend werden. Im Übrigen hat der Rundblick wohl Ihren Post noch nicht gelesen, denn sonst hätte man Sie schon längst mit der Bemerkung: „Belidigungen raus, Herr Fürst“ zur Ordnung gerufen.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      @Peter Müller, danke für den Hinweis. Wir hatten die entsprechende Kommentarpassage auf unserer Seite bereits herausgenommen – auf fb erschien aber noch die Ursprungsfassung, das ist uns durchgegangen. Sorry. Beleidigungen gehen nicht.

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    • Gerd von Runkel

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      Werter „Fürst“ , wie kommen sie darauf das hier nach Aufmerksamkeit geheischt wird, wo sie seine Publikation offen sichtlich nicht kennen, geschweige gelesen haben. Freud sagte schon, das man an anderen Menschen gerne den Mangel sucht, dem man selbst sein eigen nennt.

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  • fürst

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    Aufmerksamkeit für sich und sein Tun erheischend.
    Absolut ungehörig.
    Als junger, aktiver Lehrer, hätte er sich für den Beruf disqualifiziert!

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  • Heiko Büscher via Facebook

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    Was würde uns der Lehrer von Frau Angela Merkel alles erzählen ?

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  • Regina Klose via Facebook

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    Und Du bist was? Nur geringfügig jünger und gewiß nicht klüger sonst hättest Du diesen Kommentar nicht gepostet.

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