Rundblick-Unna » Bergkamen als Hauptstandort: Region soll „IBA 2027″ ausrichten – Schub von 300 Mio. Euro

Bergkamen als Hauptstandort: Region soll „IBA 2027″ ausrichten – Schub von 300 Mio. Euro

5 Millionen Besucher, Investitionsschub von 300 Mio. Euro – und Bergkamen als einer von fünf Hauptstandorten: Die Metropole Ruhr und mit ihr der Kreis Unna soll sich im Sommer um die Ausrichtung der Internationalen Gartenbauausstellung (IBA) bewerben.

Die findet 2027 statt – möglichst vor Ort in der Region, hofft die SPD-Kreistagsfraktion. „Wir begrüßen den Plan des Regionalverbandes Ruhr (RVR) sehr. Eine weitere große Chance – in der Tradition von IBA Emscher Park und Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010″, kommentiert die SPD den Versuch des RVR, dieses erneute regionale Großevent an Land zu ziehen.

„Dies ist keine alleinige RVR-Veranstaltung, sondern kann nur in enger Zusammenarbeit mit den Städten und Kreisen gelingen“, betont Brigitte Cziehso, Vorsitzende der Kreistagsfraktion Unna und Mitglied der SPD-Fraktion im RVR. In den kommenden Wochen stimmen die Stadträte und Kreistage der Metropole Ruhr über die IGA 2027-Bewerbung ab. Möglichst im Sommer soll die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) die offizielle Bewerbung erhalten.

Im Rahmen der IBA Emscherpark fand bereits 1997 eine Bundesgartenschau statt, erinnert die SPD. Und der bis heute andauernde Umbau der gesamten Region zum Emscher Landschaftspark begann.

Investitionen von 300 Millionen Euro, bis zu 5 Mio. Besucher

Die Machbarkeitsstudie von drei Planungsbüros prognostiziert bis zu 5 Mio. Besucher für die IGA. Tragen sollen sie die 53 Kommunen und 4 Kreise, Verbände wie Emschergenossenschaft und Lippeverband, die Wirtschaft und viele engagierte Bürger. Das Konzept bezieht die vorhandenen Landschaftsparks und -gärten mit ein. Es wird geschätzt, dass die IGA Investitionen von etwa 300 Millionen Euro auslöst. „Die Chancen, dass die Metropole Ruhr den Zuschlag erhält, stehen gut“, weiß Brigitte Cziehso. Das Konzept würde dann bis Ende 2017 konkretisiert.

5 Standorte sollen als „Zukunftsgärten“ die Hauptveranstaltungsorte sein. Laut Machbarkeitsstudie kommen hierfür u. a. Bergkamen und das Kanalband in Frage, die Hafenstadt Duisburg, das Emschertal zwischen Essen und Herten/Recklinghausen und „Nordwärts“ in Dortmund.  Die zweite Ebene heißt „Unsere Gärten“. Hier sollen sich rund 20 der schönsten Landschaftsparks und Gärten präsentieren. Auf der dritten Ebene blüht „Dein Garten“. Private Initiativen, Kleingartenvereine u. a. können dort ihre Aktivitäten zeigen.

Der Kreistag Unna befasst sich am heutigen Dienstag, 15. März, mit der IGA 2027. Er  wird in einem gemeinsamen Antrag von SPD und CDU auf die Notwendigkeit eines schlüssigen Finanzkonzeptes hinweisen und auf einen „Zukunftsgarten Bergkamen-Kanalband“ unter Einschluss Lünens und des Umweltzentrums.

(Archivfoto: Offene Gärten am Ruhrbogen)

 

Kommentare (2)

  • Mike

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    Was es an Investitionen kostet wissen wir nun, was wird es ca. an Einnahmen und Gewinn bringen ???
    Drei Planungsbüros wurden bereits beauftragt ? Stolze Summe die da bereits im Vorfeld ausgegeben worden ist.
    Man sollte das genau prüfen ob es sich selber trägt, denn es gibt wesentlich wichtigere Probleme die es zu lösen gilt !

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