Rundblick-Unna » Bereits zwei Schüler, junger Mann und junge Frau verletzt: Immer öfter Schüsse aus dem Hinterhalt

Bereits zwei Schüler, junger Mann und junge Frau verletzt: Immer öfter Schüsse aus dem Hinterhalt

Für unsere Leser war es ein Schocker: Aus heiterem Himmel wurde an einem Sonntagmittag im Februar ein Schüler in Holzwickede von einer Kugel in den Kopf getroffen. Bis heute ist der Schütze unbekannt. Die Polizei tappt im Dunkeln darüber, wer an jenem Mittag im Februar plötzlich hinterrücks auf den 15Jährigen zielte –  der gerade ahnungslos auf der Karl-Brauckmann-Straße mit dem Hund spazieren ging.

Der Junge sank mit einem Aufschrei zu Boden, war kurz bewusstlos. In seiner Schläfe fanden die Ärzte eine Kugel aus einer Luftdruckwaffe.

Über solche üblen Schüsse aus dem Hinterhalt wird in den letzten Monaten immer häufiger berichtet.

Zwei Tage nach der Attacke auf den Holzwickeder Schüler wurde in Düsseldorf ein 19Jähriger angeschossen; er bekam eine Kugel in den Unterkiefer. Als mutmaßlicher Schütze  wurde ein 25Jähriger in direkter Tatortnähe ermittelt, bei dem Zeugen ein geöffnetes Fenster bemerkt hatten. Zwei Luftpistolen wurden bei ihm sichergestellt.

Am vergangenen Samstagabend wurde eine junge Frau in Hagen-Haspe durch ein Geschoss aus einer Luftdruckwaffe so schwer verletzt, dass sie operiert werden musste. Die 18Jährige hielt sich gegen 22.30 Uhr  mit Freundinnen auf einem Schulhof auf, als sie plötzlich einen stechenden Schmerz im rechten Auge verspürte.

Fluchtartig verließen alle Frauen das Gelände, da sie davon ausgingen, dass auf sie geschossen wurde. Erste Untersuchungen in einem Krankenhaus ergaben, dass wirklich ein Geschoss im Auge der 18-Jährigen steckte. Wegen der Schwere der Verletzung wurde eine eilige Operationg erforderlich, bei der eine Kugel entfernt und anschließend der Polizei übergeben wurde.

Erste Ermittlungen der Polizei führten noch in der Nacht zu einem 24 Jahre alten Mann. Dieser gab zu, mit einer Druckluftpistole ungezielte Schüsse vom Balkon seiner Wohnung abgegeben zu haben. Als ihn Freunde gewarnt hatten, dass er jemanden getroffen habe, versteckte er die Waffe im Keller. Von Polizeibeamten mit dem Sachverhalt konfrontiert, händigte er die Druckluftpistole aus und wurde vorläufig festgenommen.

Am selben Wochenende – Sonntagabend – bekam ein 15-jähriger Junge an einer Bushaltestelle in Hohenlimburg gleich zwei Kugeln ab:  Gegen 19.45 Uhr spürte er unvermittelt einen leichten Schmerz am Hinterkopf und wenig später an der Schulter. Die Polizisten konnten zwei Diabolo-Geschosse sicherstellen, die am Einsatzort auf dem Boden lagen.

Die Spur des Schützen führte in eine nahe Häuserzeile. Doch wer geschossen hat, ist auch in diesem Fall bisher nicht bekannt.

Kommentare (9)

  • fürst

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    Die Schützen testen ihre Waffen, zu deren Beschaffung sie sich gezwungen sahen aufgrund der aktuellen Vorfälle. So mancher wird sich auch echte scharfe Schusswaffen zulegen. Von deren Gebrauch lesen wir dann vermutlich später.

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    • Ferenc

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      Herr Fürst, ist klar. Das einige Idioten umherballern ist nicht etwa ihre eigene Dummheit, sondern auch der Regierung und den Flüchtlingen zuzuschreiben. Lesen sie mal genau, da sind Mitte 20jährige, die auf einen 15jahrigen Jungen schießen und Sie reden das schön. Toll, wie Sie sich immer weiter als das zeigen was Sie sind

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      • fürst

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        Ferenc: Ich hab‘ das weder schöngeredet, noch habe ich einen Bezug zu Ausländern hergestellt. Auch die aktuellen Vorfälle gingen nicht nur von Ausländern aus. – Im übrigen ist es mir sch….egal, in welche Schublade Sie oder andere mich stecken. Wer seinen Wert kennt, muß nicht buhlen.

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        • Ferenc

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          Es freut mich, dass Sie Ihren eigenen Wert kennen. Dann sind wir schon zu zweit

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  • Günther

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    @Fürst, wer so „seine Waffen testet“ ist geistig nicht ganz frisch in der Birne.
    Aber bei dem was man hier täglich liest wundert es einen nicht mehr, die Menschheit verblödet total und alle drehen Sie überall durch.

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    • fürst

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      Jugendtypische Verhaltensweisen, Günther.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Nicht zufällig wohl in diesem Zusammenhang der Umstand, dass die Zahl der Anträge auf den „kleinen Waffenschein“ seit Jahresbeginn förmlich explodiert ist. Bis Mitte Januar bei der KPB Unna schon mehr als in ganz 2015.

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    • fürst

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      Genau das hatte ich im Hinterkopf, als ich meinen obigen Komm. schrieb.

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  • Max Dennert via Facebook

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    ..die Strafen für dererlei Mist sind zu niedrig.

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