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Belästigungen im Erlebnisbad: „In dieser Massivität erstmals vorgekommen“

Nach den massiven Belästigungen von gleich fünf weiblichen Badegästen am Pfingstmontag im Erlebnisbad Aquamagis (wir bericheten) will der Betreiber des Plettenberger Bades seine Mitarbeiter nochmals eigens schulen. „In solcher Massivität ist so etwas zum ersten Mal bei uns vorgekommen“, sagte Betriebsleiter Martin Roth heute Mittag in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Wie berichtet, hatten am Pfingstmontagnachmittag fünf junge Flüchtlinge aus Afghanistan – die erst wenige Tage in Deutschland waren –  im Aquamagis gezielt weibliche Badegägste belästigt, insgessamt fünf: vier Schülerinnen zwischen 13 und 14 Jahren und eine erwachsene Frau. Die Sicherheitskette, sagt der Betriebsleiter, habe reibungslos funktioniert.

„Unverzüglich haben die Schwimmmeister auf die Meldungen der Mädchen und der Frau reagiert, die jungen Männer wurden zur Rede gestellt, und sehr schnell war auch die Polizei da. Das hat also sehr gut geklappt„, bilanziert Roth, in dieser Hinsicht sehr zufrieden. „Zufrieden kann man aber natürlich hinsichtlich eines solchen Vorfalls – der doch recht gravierend war – nicht sein“, schränkt er ein. Doch für das Bad habe sich hier bestätigt, dass es mit seinem sehr konsequenten Sicherheitskonzept richtig fahre.

„Wir greifen bei Belästigungen durch wen auch immer rigide durch“, betont Martin Roth. „Unser Schwimmeister fackeln da nicht lange. So etwas wird nicht toleriert – bei keinem Badegast, egal ob es ein Eskimo ist oder ein Saharabewohner.“ Der Bäderchef greift bewusst zu dieser überspitzten Formulierung, um klar zu machen: „Es hat null und nichts damit zu tun, WER sich danebenbenimmt – dass es in diesem Fall Flüchtlinge waren, ist völlig unerheblich. Sowas tolerieren wir hier im Bad nicht. Punktum.“

Gleichwohl war es der erste so umfangreiche Fall von Belästigungen im Aquamagis, bestätigt der Betriebsleiter. „Wir müssen jetzt mal sehen, wie wir darauf reagieren. Wir haben selten Flüchtlinge bei uns im Bad.“

Das liege zum einen an der eher abgeschiedenen Lage – Plettenberg liegt im ländlichen Randsauerland -, zum anderen am Preisgefüge, sagt Roth und meint damit, dass der Eintritt ins Aquamagis nicht gerade billig ist. Gruppenermäßigung gibt es erst ab 2o Personen; die 16- und 17 jährigen Afghanen waren nur zu fünft und hatten das Bad in Begleitung von zwei Betreuerinnen besucht. Der Ausflug wurde von Dortmund aus, wo die jungen Männer untergebracht sind, mit dem Bus unternommen.

Die beiden Betreuerinnen nimmt der Aquamagis-Chef in Schutz: „Sie haben zwar von den Belästigungen direkt nichts mitbekommen, aber sofort sehr konsequent gegenüber der Gruppe klar gemacht: So geht es GAR nicht.“

Ein generelles Eintrittsverbot für junge zugewanderte bzw. geflüchtete Männer will der Aquamagisbetreiber jetzt zunächst nicht aussprechen. „Wir werden unsere Mitarbeiter nach diesem Vorfall aber noch spezieller schulen. Die Sicherheitskette hat funktioniert – und das wird sie auch weiterhin tun“, ist sich der Betriebsleiter sicher.


 

„FLOSSEN WEG!!!“

Im Ruhrgebiet sollen SchwimmbadbesucherInnen durch eine neue Kampagne besser vor sexuellen Übergriffen geschützt werden. Die Gleichstellungsstelle und das Bäderamt der Stadt Recklinghausen haben z. B. die Aktion „Flossen weg“ gestartet. In den Bädern und anderen öffentlichen Orten werden Flyer ausgelegt und Plakate aufgehängt, die  – bildgewaltig und in mehreren Sprachen – deutlich machen, was NICHT geht: ohne Einwilligung andere Leute fotografieren, anmachen, antatschen, anfassen – Nein, Nein und dreimal Nein, egal wie viel oder wie wenig Textilien ein Badegast am Körper trägt.

Kommentare (25)

  • Verena Rieping-Dörholt via Facebook

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    Absolutes Hausverbot oder wo soll das noch enden.

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  • Tim Ballast via Facebook

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    Was heißt oder bedeutet denn , ‚ES WAR DER ERSTE SO UMFANGREICHE FALL‘ , bitte um Erläuterung

    Die Betonung in diesem Kommentar liegt besonders auf ‚UMFANGREICH‘

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Hallo, Tim Ballast. Es bedeutet, dass es in diesem Bad – wie wohl in jedem Schwimmbad – immer mal wieder einzelne Fälle von Belästigungen gegeben hat. Aber bisher noch keinen, wo eine ganze Gruppe junger Männer gegen mehrere junge Mädchen sowie eine Frau aktiv wurde – und von der Polizei mitgenommen wurde.

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    • fürst

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      Danke, Tim Ballast, mir gab diese spitzfindige Formulierung („… der erste so umfangreiche….“) auch zu denken. Danke Rundblick für die Erläuterung.

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  • luenne

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    mal ehrlich wie kommen die beiden Betreuerinnen eigentlich auf diese Spitzen idee extra mit dem Bus von Dortmund nach Plettenberg zu fahren und die dann unbeaufsichtigt zu lassen …
    Die beiden Betreuerinnen nimmt der Aquamagis-Chef in Schutz: „Sie haben zwar von den Belästigungen direkt nichts mitbekommen, aber sofort sehr konsequent gegenüber der Gruppe klar gemacht: So geht es GAR nicht.“
    Das hätten die Damen wohl mal vorher erklären sollen …

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  • Mike

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    Das war doch abzusehen, daß es Probleme geben wird. Zu Hause sehen sie wohl nur Frauen in Burka und hier wird dann gleich quasi das Schlaraffenland präsentiert, sehr naiv, da hätte vorher aufgeklärt werden müssen und auch nicht nach so kurzer Zeit in Deutschland gleich ins Bad, sondern erstmal Land, Leute und Kultur kennenlernen.

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  • Tobias Habekost via Facebook

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    Ich wäre für ein Eintrittsverbot in allen Bädern. Offensichtlich sind zu viele Einwanderer mit unserer westlichen Freizügigkeit überfordert.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Tobias Habekost: Dieses Bad war zum ersten Mal mit einem solchen Fall konfrontiert. Man möchte buchstäblich nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, wurde im Gespräch deutlich. So verfahren – bisher/noch – auch die anderen Bäder im Ruhrgebiet.

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    • Tobias Habekost via Facebook

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      Es ist nicht der erste Vorfall in einem Bad. Von daher stehe ich zu meiner Forderung ohne „Wenn“ und „Aber“.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Völlig in Ordnung, Tobias Habekost, uns lag nur daran, deutlich zu machen, dass es für DIESES Bad der erste derartige Vorfall war.

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    • Tobias Habekost via Facebook

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      Ja, jedes Bad hat seinen ersten „Einzelfall“…

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      • Koch

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        Vor allem wir viel getan das ganze runter zu spielen…waren erst ein paar Tage da…Betreuer nicht aufgepasst…Badepersonal muss geschult werden…Bikinis zu knapp 😉

        Relativierungen so weit das Auge reicht…

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        • fürst

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          Und eben diese Relativiereungen, lieber Koch, kotzen mich fast noch mehr an, als mancher andere Vorfall an sich.
          Die Relativierungen sind Verdummungsversuche.

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    • fürst

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      Aus den von dir genannten Gründen wäre ich auch für ein generelles Eintrittsverbot. Die uns Aufgezwungenen meinen wohl, die ihnen versprochenen Jungfrauen bereits im Hier und Jetzt anzutreffen. Und welche Frauen sich da als Betreuerin hervorzutun bemüßigen, kann ich mir auch vorstellen.

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  • Martin F.

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    Eine unsägliche Bodenlosigkeit! Afghane, die gerade wenige Tage in DE sind, sich als illegal durch mehrere Fremdgrenzen durchgepresst haben, werden mit dem Bus von Dortmund zu einem luxeriösem Erlebnisbad nach Plettenberg gefahren, sogar mit zwei Begleiterinnen, die dann von all den Vorfällen gar nichts mitbekommen hätten, nur eben alle anderen.
    Eine Schande für die Merkel-Flüchtlingspolitik, die wieder beweist, wie sie mit beiden Händen solche afroarabischen Männerflüchtlinge bevorzugt hofiert und sozial bezuschußt, während sie der normalen Inlandsbevölkerung nur ein Minimum an Sozialleistungen darbietet. Schande! Elendlich!
    Empörend!
    Solche Frischlinge, sollten zunächst deradikalisiert werden durch psychologische Therapie, bevor man sie überhaupt in die Öffentlichkeit führt. Was dabei raus kommt, hat sich auch in diesem Fall bewiesen: Null Respekt vor deutschen Werten, und deutsche Gesetze werden von solchen Wirtschaftsflüchtlingen nur zum Eigennutz umfunktioniert.
    Wie kann man solche Leute einfach derart hofieren und das teure Steuergeld der Bevölkerung dafür verschleudern? Es muss endlich Schluß sein mit dieser unsinnigen Merkelregierung. Stoppt sie!

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    • fürst

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      Bravo Martin F.
      Ich denke sofort an unsere ärmeren Familien mit Kindern,
      alleinerziehende Mütter mit Kind oder Kindern – und daran,
      welche Freude zumindest deren Kinder in dem gen. Bad hätten haben können.
      Desgleichen ältere, verarmte und vereinsamte Menschen,
      die dereinst diesen deutschen Staat wirtschaftlich nach vorne brachten.
      Wie viele deutsche Kinder müssen wohl fast täglich hungrig, ohne Brot zu Schule,
      in der sie von ausländischen Kindern gemobbt werden?

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  • Willy

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    Besser man gewöhnt sich daran.
    Die Leute bringen ihre „Kulturen“ und Lebensarten halt mit und bis sie die Härte unserer Gesetze wirklich spürbar trifft, muss schon einiges passieren.

    Willy

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  • Tobias Habekost via Facebook

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    Ich frage mich gerade:
    Gibt es in anderen, flüchtlingsaufnehmenden Ländern eigentlich auch (sexuelle) Belästigungen durch die Neuankömmlinge?
    Wenn Nein, warum nicht?
    Wenn Ja, wie gehen diese Länder damit um?

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  • Tobias Habekost via Facebook

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    Und was ist mit den südlichen Ländern?

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  • fürst

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    Mich würde interessieren,
    aus welchem Topf die Busrechnung und die Eintrittgelder sowie die „Aufwandsentschädigungen“ für die „Betreuerinnen“ beglichen wurden/werden.
    Und jeweils in welcher Höhe.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      @fürst … ich hab jetzt schon den Focus link durchgelassen im anderen Thread … aber Das Zeug mit den 4 Buchstaben und den vielen Fake-Bildern geht ja mal gar nicht!!!

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      • fürst

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        Entschuldigung (statt „sorry“), aber die „Quellenauswahl“ kann ich wohl noch nicht nachvollziehen. Ich bemühe mich.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Ein Update: Aus einem Freizeitbad in Hüsten wurden ebenfalls Belästigungen bekannt. Eine Frau befand sich allein in einer Sauna, als ein Mann hereinkam und bei intensivem Blickkontakt an seinem Geschlechtsteil manipulierte. Die Frau konnte die Sauna verlassen und informierte die Polizei. Noch während der Anzeigenaufnahme meldete sich eine zweite Frau: Auch sie berichtete, entsprechend belästitgt worden zu sein. Währenddessen habe ein zweiter Mann am Eingang der Sauna aufgepasst habe, dass niemand die Situation stören könne. Noch vor Ort nahm die Polizei zwei tatverdächtige Iraker fest, 24/26, sie wurden zur Polizeiwache gebracht und nach Überprüfung der Personalien entlassen. (Quelle: Polizei)

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