Rundblick-Unna » Bankautomaten-Räuber gefasst: Er schreckte auch vor Gewalt nicht zurück

Bankautomaten-Räuber gefasst: Er schreckte auch vor Gewalt nicht zurück

Er raubte älteren Bankkunden beim Geldabheben am Automaten ihre Barschaft und scheute auch vor Gewaltanwendung nicht zurück. Jetzt konnte die Polizei im Märkischen Kreis einen 21jährigen Rumänen festnehmen. Ihm werden mindestens neun Raubüberfälle immer der gleichen Art vorgeworfen, bei denen er insgesamt 4600 Euro erbeutete.

Allein an einem einzigen Tag im August kam es zu drei Übergriffen an Geldautomaten in Letmathe und Iserlohn-Zentrum. Der junge Mann gab vor, bedürftig zu sein, lenkte seine ahnungslosen Opfer (immer ältere Leute) ab, als diese bereits die Tastatur bedienten.

Als die Opfer ihre Geheimzahl eingegeben hatten, schnellte der junge Mann hervor, hielt den überrumpelten Bankkunden einen Zettel vor die Nase und versuchte, den Höchstbetrag einzutippen, um sich das Geld dann sofort aus dem Ausgabeschacht zu schnappen. Dabei scheute er nicht davor zurück, die überraschten Opfer mit Gewalt vom Geldautomaten wegzudrängen und zur Seite zu schubsen. Eine Frau wurde dabei am Arm verletzt. 

Recherchen der Polizei ergaben, dass offensichtlich derselbe junge Mann zumindest sechs weitere Raubüberfälle in Iserlohn, Menden und Hagen in gleicher Art und Weise zwischen Juni 2015 und Februar 2016 verübt hatte und jedes Mal unerkannt entkommen war. Dabei war es ihm gelungen, insgesamt über 4.600,– EUR zu erbeuten.

Die Ermittlungen führten zu jenem zur Tatzeit 21-jährigen Mann rumänischer Abstammung mit unbekanntem Aufenthalt in Dortmund. Nach dem Abgleich mit den Bildern aus der Videoüberwachung kommt er als Täter in Frage. Zudem konnte sein Fingerabdruck auf einem Zettel gesichert werden, den er einer Dame vor die Nase gehalten hatte – sie hatte ihm das Papier geistesgegenwärtig aus der Hand gerissen.

Die Beweislage war also entsprechend, so dass der junge Mann jetzt in Untersuchungshaft sitzt.

Kommentare (3)

  • Wierumer

    |

    Abschiebehaft wäre besser, wird aber leider nicht passieren. Vermutlich auch „Ersttäter“ und wird dementsprechend am WE wieder unterwegs sein. Alles andere würde mich bei unserer Justiz wundern, lasse mich aber auch gerne mal überraschen.

    Antworten

    • Stefanus Maxus via Facebook

      |

      Selbst wenn er abgeschoben würde, kommt er eben einfach über den nächsten offenen Grenzübergang direkt wieder zu uns! Schlimm!

      Antworten

  • Daniela Biermann via Facebook

    |

    Mal wieder. ..und was wird ihm groß passieren? Wohl nicht wirklich viel. Aber ist diese Regierung selber Schuld. Das bißchen Hartz reicht nicht für das neueste Smartphone und die angesagtesten Sneackers …Ironie aus

    Antworten

Kommentieren